# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1861_S22 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 22 Litteratur. du willst, HErr, Sünde zurechnen, HErr, wer wird bestehen? Und obgleich der Geist willig ist, so bleibt dennoch mein Fleisch schwach. Dieses aber kann ich getrost sagen, daß ob ich gleich vor Gott durch Werke nicht gerechtfertigt werde, so bin ich mir doch nichts bewußt, daß ich sollte durch meine treue Arbeit bei Euch dergleichen Rathsschluß verdienet haben“ ... „Wisset, daß der Kirchenfriede, den wir Kirchendiener ankündigen, müsse die Wahrheit zum Grunde haben, in welcher der Friede mit Gott bestehet; sonst sind es Stricke der Ungerechtigkeit und Wagenseile zu sündigen. Und weil nun bei den Dienern des Antichrists keine Wahrheit in geistlichen Dingen ist, als können rechtschaffene evangelische Prediger so wenig mit ihnen Frieden halten, als Christus mit Belial. Und so darf hinfüro kein evangelischer Prediger mehr in Danzig vocirt werden, wenn sie alle sollen mit den Päbstlern Friede halten. Auch wenn die Kirche Noth leidet (ecclesia pressa ist), soll man dennoch nicht heucheln. Bei diesem Punct bekenne ich nunmehro meinen bisherigen Irrthum, denn ich habe mir vorher nicht einbilden können, daß in Danzig ecclesia pressa sei; aber nun lehret es mich die Erfahrung an meiner eignen Person, daß die Kirchendiener in Danzig durch Rathsschluß gepresset werden; so muß ja freilich ecclesia pressa sein.“*) „Weil ich nun wohl sehe, wohin es bishero mit den vielen Verdrießlichkeiten, die mir gemacht worden, gemeinet gewesen sei, und man mich meines Kirchendienstes entsetzet, auch die Canzel mir ohne einige Verhörung verboten; mein Heiland aber mir nicht befiehlet, mein Amt jemand aufzudringen: so nehme ich seinen Befehl in Acht und muß, weil man mich allhier verfolget und ausstößet, an einen andern Ort weichen; erinnere mich aber, daß ein ausgestoßener Diener Christi auch den Staub von seinen Füßen wischen soll zu einem Zeugniß über die, von welchen er ausgetrieben wird.“ Was denn auch Strauch hierauf vor Aller Augen mit einem Schnupftüchlein that. (S. Unschuld. Nachrr. Jahrg. 1740. S. 267. fgg.) Litteratur. Bei Smith, English & Co., Philadelphia, ist erschienen: „The Vocabulary of Philosophy, mental, moral and metaphysical, with quotations and references; for the use of students. By William Fleming. D. D. Prof. of Moral Philosophy in the university of Glasgow. From the second, revised and enlarged London edition. With an introduction, chronology of the History of Philosophy brought down to *) Man hatte Strauch auch einen Brief als Anklagegegenstand vorgelegt, den derselbe nach Schweden geschrieben und den man aus der Tasche eines beim Schiffbruch ertrunkenen Passagiers gezogen hatte. Strauch erklärte: „Es ist bekannt, was man sonst von solchen Leuten halte, die den Inhalt fremder Briefe aussprengen;“ sodann rechtfertigt er alle darin vorkommenden den und jenen beschwerenden Behauptungen.