# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1861_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Antwort eines Dieners Christi ꝛc. 21 gegen arme lutherische Gemeinden verfahren sind, zugleich aber auch als ein Zeugniß, wie ein gerecht und billig denkender Reformirter Fürst selbst gegen die Ungerechtigkeit seiner eignen Glaubensgenossen die Lutheraner kräftig in Schutz genommen habe.) Antwort eines Dieners Christi auf die ihm wegen seines angeblich unklugen Eifers angekündigte Entsetzung von seinem Amte. Im Jahre 1673 den 28. December wurde Dr. Aegidius Strauch, Rector und Professor der Theologie, sowie Pfarrer zu Danzig, von dem Rath daselbst unvermuthet citirt und ihm die Amtsentsetzung angekündigt, namentlich weil er wider die Papisten unklug in seinen Predigten geeifert und so die Kirche, welche in Danzig ecclesia pressa sei, nicht nur beunruhigt, sondern auch in Gefahr gebracht, und weil er auch sonst manches sich habe zu Schulden kommen lassen. Hierauf antwortete Strauch u. A. Folgendes: „Was die angeführten Motiven des unbilligen Raths⸗Schlusses betrifft, mache ich einen Unterschied zwischen den Puncten, die mein heiliges Amt betreffen, und deren ich aus Privat⸗Bezeigungen soll schuldig sein.“ „So viel das Erste und zuvörderst meine Predigten und die Verwaltung des Kirchenamtes betrifft, bezeuge ich als für Gottes Angesicht, daß ich in selbigem, meinem Wissen und Gewissen nach, niemals anders gehandelt, als von einem solchen Wächter erfordert wird, der wohl weiß, daß er müsse für alle versäumte Seelen Rechenschaft geben; und so habe ich weder die Grenzen der von Gott geoffenbarten Wahrheit, noch der christlichen Prudenz wissentlich überschritten, bin auch dessen in keinem einzigen Punct überführt worden. Und weil denn gleichwohl das Amt der Diener Christi in meiner Person auf ganz unverantwortliche Weise ist gekränket und geschimpfet worden, und in der Welt zwischen mir und Euch kein höherer Richter ist, so appellire ich hiemit an den, dessen Diener ich bin, und citire alle, die den verlesenen Rathsschluß gemacht und billigen, vor den Richterstuhl JEsu Christi, der da kommen wird zu richten die Lebendigen und die Todten; daselbst sollt Ihr Rechenschaft geben von allem, was Ihr itzt an mir thut. Der HErr IEsus wird der Richter sein, ich und Ihr werden Partheien, mein und Euer Gewissen werden die Zeugen, Himmel und Hölle werden die Ausbeute und der Lohn sein. Vor diesem Richterstuhl sollet und müsset Ihr erscheinen, und werdet daselbst sehen, wie ich stehen werde mit großer Freudigkeit wider die, so mich geängstiget und die meine Arbeit verworfen haben. Hiezu macht Euch geschickt.“ „Was hingegen andere Dinge betrifft, die nicht eben mein heiliges Amt angehen, begehr ich keineswegs aus der armen Sünder Orden mich auszuschließen, sondern ich bin auch Einer von denen, die da sagen müssen: So