# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1860_S360 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 360 Die Rosenmonate heiliger Frauen. allein Gott gebührt, der Lügen und dem Teufel. Das heißt denn die rechte Abgötterei und Gotteslästerung, in allen Propheten durch und durch, als Jes. 2, 8., Jer. 29, 31. ꝛc.“ und S. 154: „Es ist gar viel eine ander Lügen der bloßen That und Lügen der Lehre, und noch viel ein ander Lügen der bloßen Lehre ohn Gottes Wort und Lügen der Lehre mit Gottes Wort ge⸗ schmückt. Denn wer also leuget in der Lehre, daß er Gottes Wort dazu führet, der macht den Teufel zu Gott und Gott zum Teufel, als rede Gott des Teufels Lügen, und verführet mich damit, daß ich den Teufel unter Got⸗ tes Namen ehre und anbete und die Lügen für Wahrheit halte.“ Wie kann aber dieser greuliche Götzendienst anders zerstört, wie kann das lautere Evan⸗ gelium der Welt erhalten werden, als durch das Zeugniß wider die Lüge? Drum wolle der HErr alles solches Zeugniß segnen, und insbesondere Seine amerikanische Kirche in allen ihren Theilen und Gliedern immer mehr durch Seinen Geist in alle Wahrheit leiten! S. Ueber Löhe's Schrift: Die Rosenmonate heiliger Frauen. Ueber diese Schrift findet sich in der Erlanger Zeitschrift eine zweite Recension. Obgleich „Lehre und Wehre“ bereits die erste derselben mitge⸗ theilt hat, so können wir doch nicht umhin, auch aus dieser zweiten unseren Lesern Einiges mitzutheilen, was nicht nur zur rechten Beurtheilung der in der Schrift sich kund gebenden Richtung Löhe's, sondern auch überhaupt zur Warnung vor der falschen Richtung unserer Zeit von Seiten der „Gläubi⸗ gen“ vortrefflich dienen dürfte. In jener Recension heißt es es u. A. wie folgt: An einem Scheideweg wird sich mit dem Schreiber dieses wohl mancher Andere durch W. Löhe's Büchlein: „Rosenmonate heiliger Frauen“ ge⸗ stellt finden. Und das Bedenken, ob man dies nicht besser still für sich ab⸗ machen solle, schwindet in der Erwägung, daß es Pflicht sei, nicht schweigend Andere mißliche Wege betreten zu lassen. Ist doch das Buch zunächst für Solche bestimmt, bei welchen nach Alter und Geschlecht die Reife des Urtheils nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann. Es ist durch die Interessen der weiblichen Genossenschaft der Diakonissen veranlaßt und soll von „Frauen und Jungfrauen am stillen Morgen, etwa vor oder nach dem Frühstück, ehe man zur täglichen Arbeit greift, gelesen werden.“ „Morgenlektionen für Frauen und Jungfrauen“ sollen es sein. Wir erwarten sonach in diesem Buche uns Bilder vorgeführt zu sehen, welche auf dem schmalen Pfade zum ewigen Leben den Seelen, die Christum lieben, zur Mahnung und Stärkung dienen. Darauf, daß wir hier nicht bloß Nachahmungswerthes finden, scheint uns die Vorrede selbst vorzube⸗ reiten. Denn es ist da (S. XIV) von „bekannten selbsterwählten Wegen der Heiligung“ die Rede, welche „weit hinauf in die ersten Jahrhunderte und