# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1860_S318 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 318 Kirchlich-Zeitgeschichtliches. ist. Nicht bloß die Kirchenpostille, auch die Tischreden, die in guter Ausgabe noch schwerer zu erlangen, sind eine wahre Zierde für jede Pastoralbibliothek und auch für den Laien vielfach belehrend und erbauend. Kirchlich-Zeitgeschichtliches. I. Amerika. Georgien. Eine Anzahl Glieder der ev.-luth. Synode von Süd-Carolina, welche in Georgien wohnen, haben beschlossen, aus derselben auszuscheiden und eine Synode von Georgien zu bilden. Der „Lutheran Board of Publication“, angeklagt, einer Parthei in der americanisch-lutherischen Kirche bei der Auswahl seiner Publicationen zu dienen, macht folgende eigene Resolution bekannt: „Beschlossen, daß der Luth. Board of Publ., während er das Vorhandensein verschiedener Tendenzen in der Kirche anerkennt, keine Parthei kennt und sich selbst mit keiner Parthei-Bewegung identificiren will, sondern Willens ist, so bald es die vorhandenen Mittel rechtfertigen werden, irgend ein Buch oder einen Tractat zu publi⸗ ciren, ohne Rücksicht auf eine Parthei, vorausgesetzt, daß solches Buch oder Tractat nichts enthält, was in Betreff der Lehren und Gebräuche unserer Kirche polemischen Characters ist, und vorausgesetzt, daß solches Buch oder Tractat genügenden lutherischen Werth besitzt.“ (Luth. Observer vom 24. Aug.) Ihr „Lutheran.“ Dieses neu erschienene Blatt wird im „Luth. Observer“, wie wir aus der Nummer vom 24. Aug. ersehen, bereits als ein Organ begrüßt, welches „mit Leib und Seele für die unveränderte Augsburgische Confession, für den Priesterrock, Wachs⸗ lichter und Crucifixe“ gehe. Der Observer meint, wenn der Lutheran alle Subscribenten des Missionary, des Standard und des Herolds bekäme, so wäre damit nichts verloren noch gewonnen, als ein wenig mehr Concentration; der einzige Gewinn für die Sache des Lu⸗ theran würde sein, die Subscribenten des Observer zu gewinnen, der bisher nicht wenig dazu beigetragen habe, die luth. Kirche aus einer kalten, leblosen Masse deutscher Orthodoxie in einen lebendigen Zweig der Kirche Christi zu verwandeln. „Mögen denn, ruft der Schreiber im Observer aus, diejenigen, welche dem Fortschritt nach rückwärts, den Litur⸗ gien, den Priesterröcken, den Bäffchen, den Wachslichtern, den Crucifixen, der Taufwie⸗ dergeburt, der wesentlichen Gegenwart, der priesterlichen Beichte und Absolution und allen anderen Phasen der Halbpapisterei entgegen sind, fest stehen bei dem alten Observer.“ Zunahme der nominellen Glieder der Confessionen in den Vereinigten Staaten. Dieselbe gibt der „Episcopal Recorder“ wie folgt an: Ministers Min's Rates of 1800 1850 increase. Protestant Episcopal ····· 264 1,326 6 to 1 Presb., old and new school 300 4,196 14 „ 1 Meth., old and new side ·· 287 5,646 19¼ „ 1 Ev. Luth. ················ 50 800 16 „ 1 Members Members Rates of 1800 1850 increase. Protestant Episcopal ····· 11,978 72,000 6 to 1 Presb., old and new school 40,000 337,839 8¼ „ 1 Meth., old and new side ·· 64,894 160,380 17¾ „ 1 Ev. Luth. ················ 20,000 200,000 10 „ 1 Antichrist. In der August-Nummer der „Zeichen der Zeit“ lesen wir: „War jener erste Napoleon etwa sein (des Antichrists) Vorgänger, sein Wegbereiter, wie Johan⸗ nes der Täufer für den Heiland, für den Christ oder Gesalbten Gottes? Ist der gegen⸗ wärtige Franzosenkaiser nun etwa der zu erwartende Gegen⸗Christus, der Gesalbte der Hölle? Fast will es so scheinen. Alle vorhandenen Umstände und Verhältnisse lassen es ver⸗ muthen, wenigstens ahnen. Sein ganzes Wesen und Thun ist einzig in seiner Art.“ Heirath unter Blutsverwandten. Gouverneur Magoffin von Kentucky beantragte in seiner Botschaft vom December v. J. die Erlassung eines Verbotes der Heirath zwischen Blutsverwandten auf den Grund hin, daß ein großer Theil der aus solchen Ehen entsprossenen Kinder blödsinnig, taubstumm, blind, schwindsüchtig oder skrophulös wären und dem Staate zur Last fielen. Mennoniten. Auf der letzthin in Westpoint, Lee Co., Jowa, abgehaltenen Con⸗ ferenz der allgemeinen Mennoniten⸗Gemeinschaft wurde u. A. beschlossen: „Daß eine theo⸗