# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1860_S249 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Literatur. 249 Predigten desto leichter studiren und mit geringer Mühe ihren Zuhörern fürtragen können; den Zuhörern, daß sie es besser einnehmen und behalten können. Denn wenn gleich die Zuhörer Laien und ungelehrt sind und die Ordnung nicht verstehen, dennoch können sie das, was ordentlich gelehrt wird, besser einnehmen, als was confuse und unordentlicher Weise durcheinander geworfen wird. Das giebt die tägliche Erfahrung. Denn oftmals einfältige Laien, auch Weiber und Jungfrauen, die Summa einer ganzen Predigt nach einander erzählen können, wenn sie fein ordentlich fürgebracht ist. Wenn aber keine Ordnung gehalten wird, gehen die Leute so klug aus der Kirche, als hinein, und wissen auch nicht, was gesagt worden, ob's gehauen oder gestochen, wie man sagt, gewesen.“ Literatur. Dr. Urban Rhegius' Disputation über die Wiederherstellung des Reiches Israel wider alle Chiliasten aller Zeiten. Uebersetzt von C. J. Hermann Fick. Gedruckt auf Kosten des Uebersetzers und zu haben bei J. A. Spalt in Hermannsburg, 1860. Wir fühlen uns gedrungen in einer Zeit, wie der unseren, da die jüdische Lehre von einem herrlichen Weltreiche der Juden, das der Messias am Ende der Tage herstellen werde, als eine durch den heiligen Geist geschenkte göttliche Offenbarung aufgeschmückt und fast allenthalben auch in unserer Kirche den Gläubigen angepriesen wird, alle Freunde unserer Kirche und der göttlichen Wahrheit überhaupt auf diese Schrift aufmerksam zu machen. Sie ist nicht nur ein erquickendes und stärkendes Zeugniß des in Gottes Wort festgegründeten Glaubens: daß das Reich IEsu Christi ein geistliches, himmlisches und ewiges ist, sondern zugleich auch ein unwiderlegliches Zeugniß dafür, daß die Kirche der Reformation in ihrem öffentlichen kirchlichen Bekenntnisse den sogenannten Chiliasmus in jeder Form verworfen hat. In der göttlich besiegelten Erkenntniß jener Wahrheit hat sie ja das chiliastische Reich der Zukunft nicht weniger als das papistische Reich der Gegenwart verwerfen müssen. Eine werthvolle Zugabe hat das Büchlein noch erhalten in den Mittheilungen über das Leben des u. A. von Luther so hoch und werth gehaltenen Mitarbeiters am Werke der Reformation. — So stimmen wir denn auch von Herzen ein in die Bitte des theuren Uebersetzers: daß der HErr auch jetzt wieder seinen Segen auf diese Schrift legen wolle, welche ein eben so zeitgemäßes, als ernstes und lehrreiches Wort enthält.