# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1860_S233 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Unterricht wider den Zweifel am göttlichen Wort und dessen Wahrheit. 233 und dämpfen mögen? aber was verrichtet ihre große Macht, was thun ihre vielfältigen Mittel, was schaffen die vergälleten Practiken? Gott lob nichts, sondern dies heilige Wort bleibet für dem allen, und heißet recht recht: Das Wort sie sollen lassen stahn, und kein Dank darzu haben, Er ist bei uns wohl auf dem Plan, mit seinem Geist und Gaben. Item, Es streitet für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren, fragst du wer der ist? Er heißt IEsus Christ, der HErr Zebaoth, und ist kein ander Gott, das Feld muß er behalten. Demnach bezeuget dies alles, daß Gott der HErr selbst dies Wort pflanze, fortsetze und erhalte, vor den Feinden schütze, und es damit für sein wahres Wort allen Menschenkindern öffentlich vor ihren Augen und Ohren in der That ausrufe und bezeuge. Zum Achten, das feindselige Widersetzen des leidigen Teufels wider dies Wort bezeuget es gleichfalls für ein wahrhaftiges Wort des lebendigen Gottes. Denn es wird niemand unter allen Menschen in der Welt leugnen können, daß Gott und der Teufel zum aller äußersten und gewiß vielmehr als Himmel und Hölle wider einander sehn, und sich einer des andern Thun nimmermehr gefallen lasse, sondern sich demselben entgegen setze, wie die Heiden, nach ihrer Art, solches erkannt haben, und derwegen auch heut zu Tage demselben nicht kann widersprochen werden. Nun ist offenbar am Tage, wie der höllische Satan von Anfang her diesem heiligen Wort zum heftigsten Feinde gewesen, sich ihm unaufhörlich allwege widersetzt hat, und noch mit aller seiner Macht, List und Bosheit ganz greulich auf alle unzählige Art und Weise sich ihm widersetzen thut, als unter andern, wann er gottlose Tyrannen erreget und dieselben in Harnisch bringet, diesem Wort zuzusetzen, in Meinung, daß er es mit solchen gewaltsamen Mitteln vertilgen wolle; desgleichen, wann er die Ketzer und Schwärmer auf die Bahn bringet, welche dies heilige Wort zu fälschen und in irrige Meinung zu verdrehen sich unterstehen und befleißigen müssen. Womit er öffentlich bezeuget, daß ihm dies Wort zuwider und also von Gott sei. Denn wäre dies Wort nicht von Gott und kein göttliches Wort, sondern falsch und ein Menschengedicht, so würde es dem Satan nicht zuwider und er demselben nicht so gewaltig feind oder aufsätzig sein, sondern er würde es gern unangefochten bleiben lassen und ihm lieber mit Freuden allen Vorschub, Beförderung, Liebe und Gutes erzeigen, damit es als eine falsche Menschen Fabel Gott und seiner Ehre entgegenlaufen möchte; dieweil es ihm aber zuwider ist und er so ebenmäßig dagegen grimmet, tobet und wüthet, so ist es ein gut, heilsames und wahrhaftiges göttliches Wort. Zum Neunten haben wir einen starken Grund an der Strafe, mit welcher Gott die Verächter und Verfolger dieses Wortes angegriffen und beladen hat, seinen grimmigen Zorn und gerechte Strafe dadurch an ihnen zu beweisen. Und wenn man gleich, in Betrachtung derselben, alle die Exempel, welcher die heilige Schrift überflüssig gedenket, jetzt vorüber gehet, so bleiben doch vor Augen die Exempel, deren sonst die Historien gedenken, als Neronis,