# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1860_S231 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Unterricht wider den Zweifel am göttlichen Wort und dessen Wahrheit. 231 Schriften. Ovidius schreibet von dem herrlichen Werk der Schöpfung nicht anders, als Moses nach seiner biblischen Ordnung in seinem ersten Buch am ersten und andern Capitel geschrieben hat. Berosus gedenket in seinem vierten Buch des Thurms zu Babylon, wie er zwar zu bauen angefangen, aber nicht vollführet sei, dem Bericht Mose gleich, 1 Mos. 11, 4. 9. Daß auch den Heiden der Untergang Sodomas und Gomorras bekannt gewesen, zeuget Plinius l. 5. C. 15. 16., nach der Schrift 1 Mos. 19, 24. Imgleichen haben die Heiden von der Beschneidung (1 Mos. 17, 10.) gewußt und ihrer an vielen Orten, da sie auf jüdischen Grenzen gewohnet, mit gebrauchet, wie Herodotus schreibet lib. 2. Hiervon so ausführlich zu handeln, als man wohl könnte, würde viel zu weitläuftig an diesem Orte fallen. Nun schließe man aus diesem und dergleichen: Erkennen Türken, Juden und andere Heiden in ihrer großen Blindheit die Bücher und Geschichte der heiligen göttlichen Schrift für gut und wahrhaftig, halten sie dieselbe als vom Himmel gekommen und sind sie in dem Fall so weit mit ihnen zufrieden, wie unverantwortlich wollte es dann sein, wann sie ein Christ unter dem klaren Licht des heiligen Evangelii nicht erkennen, noch für gut und wahr achten, sondern aus bösem Vorsatz beharrlich leugnen und verwerfen wollte. Fürs Sechste geben auch hierin einen starken Grund und Beweis die Mirakel und Wunderzeichen Alten und Neuen Testaments, welche von den Feinden, als Juden und Türken selbst, gleichfalls sind bezeuget und in ihren Büchern beschrieben worden. Daß die Juden alle Zeichen und großen Thaten Gottes Alten Testaments für wahrhaftig und göttlich bekennen ist am Tage, und hat abermal ganz keinen Streit. Ueber das aber müssen sie, nach dem Neuen Testament, dem HErrn Jesu Christo dies Zeugniß in ihrem Thalmud geben, daß er Todte erwecket, Aussätzige geheilet, Lahmen geholfen, und dergleichen Mirakel gethan, wie auch Josephus in seinen oben angezogenen Worten beschrieben hat. Eben so sagen die Türken in ihrem Alcoran, Jesus Christus habe seine Lehren mit Zeichen, Mirakeln und Wunderthaten bekräftiget, mit vielen andern mehr, so man geliebter Kürze halben an diesem Orte vorbei gehet. Kann nun wohl ein Christ an demjenigen in heiliger Schrift zweifeln, daran Juden und Türken abermal, als die größten Feinde Christi und des Christenthums, nicht zweifeln, sondern es öffentlich wahr bekennen? Laß dein Gewissen zeugen und richten, laß alle Welt die Billigkeit bekennen und die Wahrheit von Herzen sagen. Zum Siebenten bewähret auch die wunderbarliche Fortpflanzung und Erhaltung dieses Wortes, daß dasselbe Gottes wahrhaftiges Wort sei und sein müsse, indem es große Königreiche, Lande und Städte durchdringet ohne alle menschliche Gewalt, ohne äußerliche Wehr und Waffen. Der Türke hat seinen Alcoran als ein erschrecklich Gräuel wider Gott mit Wehr und Waffen eingeführet, und solcher Gestalt noch bis auf den heutigen Tag erhalten, mit diesem stolzen Ruhm, daß er nicht mit Kraft jener Zeichen und Wunder, sondern mit Kraft seines Schwertes komme. Zeiget aber da⸗