# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_April 1904_S178 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 17⁸ Kirchlich⸗Zeitgeſchichtliches. ing the Lutherans of this country to an understanding of each other? 6. The privileges and responsibilities of the Lutheran Church in America. 7. Centralization of church power. 8. The adaptability of Lutheranism to changing conditions. 9. The inner Christian life. 10. The problems of our Lutheran Church in America (Scandinavian, German, English). 11. Problems of the General Synod, of the General Council, and of the United Synod of the South. — Dem Berichte der World und des Lutheran zu⸗ folge wurde die Verbalinſpiration ſo gut wie preisgegeben. Der Lurneran vom 14. April ſchreibt: „The question that is still to be settled is: what is verbal inspiration, and in what sense should faith in it be declared?““ Demſelben Blatt zufolge erklärte Dr. Haas in Pittsburg: „The Scripture to be the rule and standard must be pure, true, faultless. But of necessity this infallibility must bé in that wherein the Scriptures are normative, viz., the saving truth. This was the attitude of Luther, and only in antithesis to the Roman posi- tion did the later theologians misstate infallibility. The spiritually infallible authority must lead to the acceptance of inspiration. In it is most impor- tant the communicating power and communicated truth of the Holy Spirit. It is verbal as far as the real condition of the Bible warrants.“ Dr. Horn er⸗ klärte: „It seems to me that the removal of thedoctrine of verbal inspiration as usually held is the best means of establishing the true doctrine of in- Spiration. ... In some places Cof Scripture] verbal inspiration is expressly claimed, in others just as expressly denied. Our time is calling for inves- tigation of the origins of Christianity. Criticism is no unmixed evil.“ Die ſchriftwidrige, unlutheriſche und unſinnige Lehre der Luteeran Church Hentero, daß die Schrift wörtlich inſpirirt ſei, wo ſie Lehren des Glaubens und Lebens vorträgt, in allen anderen Dingen aber nicht, wurde ſomit auch in Pittsburg vertreten. (Siehe „Lehre u. Wehre“, S. 39 u. 85 f.) Das Ergebniß der Abhandlungen von Dr. Haas ſowohl wie von Dr. Morehead war nach dem Berichte Dr. Nieums im „Lutheriſchen Herold“ vom 23. April: „An der Verbalinſpiration könne man nicht feſthalten.“ Dr. Nicum ſcheint der einzige geweſen zu ſein, der für die Verbal⸗ inſpiration eintrat. In ſeinem Berichte ſagt er: „Schreiber dieſes bedauerte, daß man die Verbalinſpiration preisgeben wolle. Luther dürfe man nicht als Gewährs⸗ mann citiren. Seine Stellung ſei eine eigenartige. Ihm ſei das Schrift und un⸗ anfechtbares Wort Gottes, was vom Herrn Jeſus zeuge. Was den Herrn nicht ver⸗ herrliche, dagegen ſein Verdienſt verringere, halte Luther für ſtrohern. Luther aber habe an der Verbalinſpiration feſtgehalten. In Marburg habe er das „esti“, das weder er noch Zwingli begriffen, auf den Tiſch vor ihm geſchrieben, mit der Be⸗ merkung: ſo ſteht es geſchrieben. Die Verbalinſpiration gehe auch daraus hervor, daß in der heiligen Schrift vom Heiligen Geiſt ganz beſondere Wörter und Ausdrücke gewählt ſeien, die einen ganz beſtimmten Sinn und oft eine ganz neue Bedeutung hätten. Dies ſei namentlich im griechiſchen Neuen Teſtamente der Fall. In der lutheriſchen Kirche habe die Schriſt, obſchon darüber nichts (2) in den Bekenntniſſen ſtehe, ſtets für wörtlich vom Heiligen Geiſte eingegeben gegolten. Und ſelbſt wenn dem nicht ſo ſein ſollte, wenn die, welche an der Verbalinſpiration feſthalten, ſich in einem Irrthum befänden, dann irre man lieber in dieſer Hinſicht, als darin, daß man etwas von Gottes Wort preisgegeben habe. Man entgegnete, daß doch nicht geleugnet werden könne, daß infolge von Abſchreiben, falſchem Ueberſetzen ꝛc. Irr⸗ thümer in die Schrift hineingekommen ſeien. Man dürfe doch nicht ſagen, Ueber⸗ ſetzungen wie die Septuaginta ſeien inſpirirt. Und gerade von dieſer freien Ueber⸗ tragung des Hebräiſchen ins Griechiſche habe der Herr und die Apoſtel ergiebigen