# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_April 1904_S166 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) 166 Theologiſche Dicta Classica. h. „Ob auch Auguſtinus an einem andern Orte anders ſagte, ſo halte ich nicht weiter mit ihm, als wo er's mit der Schrift hält. Wo er aber außer und wider die Schrift redet, da laſſe ich ihn fahren.“ (XIX, 701. Anno 1523.) i. „Es kann mir ein Gedanke einfallen ins Herz, der mich betrügt. Und was mir widerfährt, das hat ja ſowohl St. Auguſtino, Ambroſio und den andern Vätern allen geſchehen können.“ (VII, 1801.) j. „Dieſe Königin (die heilige Schrift) muß herrſchen, ihr müſſen alle gehorchen und unterworfen ſein. Nicht ihre Meiſter, Richter oder Schieds⸗ keute, ſondern nur Zeugen, Schüler und Bekenner ſollen ſie ſein, möge es der Pabſt ſein, oder Luther, oder Auguſtinus, oder Paulus, oder ein Engel vom Himmel, und es ſoll keine andere Lehre in der Kirche vorgetragen und gehört werden als das reine Wort Gottes, das heißt, die heilige Schrift; ſonſt ſollen Lehrer und Hörer mit ihrer Lehre verflucht ſein.“ (St. L. Ausg. IX, 87. Anno 1535. Ausführl. Erkl. der Ep. an d. Galater.) k. „Es iſt offenbar, daß die Väter oft geirret. . .. Das ſchickt Gott alſo, daß wir ihm nicht aus ſeiner Schrift laufen; noch ſchlipfern wir dahin und laſſen uns nicht halten. Darum ſollen wir wiſſen, daß nicht wahr ſei, das ſie ſagen: Die Väter erleuchten die finſtere Schrift. Der Väter Werk iſt, nicht die Schrift erleuchten, ſondern klare Schrift hervorbringen, und alſo Schrift mit Schrift, bloß ohne alles ihr eigen Zuſatzen, beweiſen.“ (XI, 205 ff.) 1. „Was ſagen ſie aber dazu, daß Gott älter iſt denn alle Concilia und Väter? So iſt er je auch größer und mehr denn alle Concilia und Väter. Item, die Schrift iſt auch älter und mehr, denn alle Concilia und Väter.“ (XX, 2162.) m. „Gottes Wort und Menſchenlehre, wenn es die Seele regieren will, ſo kann's nimmermehr fehlen, ſie ſtreiten wider einander.“ (X, 1797. Anno 1523.7) n. „Was frage ich darnach, was der oder dieſer glaubt oder beſchleußt; wenn man das Wort Gottes nicht predigt, will ich's nicht hören.“ (IX, 777.) 0. „Ich will und muß mit Schrift überwunden ſein, nicht mit unge⸗ wiſſem Leben und Lehren der Menſchen, wie heilig ſie immer ſind.“ (St. L. Ausg. XVIII, 1323.) P. „Dazu die Väter gelten dir nichts bei mir, du habeſt denn zuvor be⸗ weiſet, daß ſie noch nie geirrt haben.“ (XVIII, 1284.) g. „Kein heiliger Vater hat die Gewalt, zu ordnen und machen einen Artikel des Glaubens oder Sacrament, das die Schrift nicht geordnet und gemacht hat.“ (XVIII, 1284.) r. „Gewohnheit und Menſchenlehre ſind andere Dinge denn Schrift.“ (XVIII„ 1290.) Nota. „Gewohnheit auch in weltlichen Händeln iſt das ſchwächſte und gemeiniglich verlachte Argument.“ (XVIII, 1287.)