# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1860_S183 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zur Begründung einer neuen Physiko⸗Theologie. 183 die schon seit 1843 eine Mission im Zululande in Natal im südöstlichen Afrika unterhalten hat. Einer der ausgezeichnetsten jungen Theologen Norwegens, H. P. S. Schreuder (geboren 1817), opferte sich diesem gottseligen Werke auf, ging mit einigen Mithelfern zum Heidenlande, studirte die Zulusprache, gab eine Grammatik derselben heraus und übersetzte u. a. den Katechismus. Uebrigens trug diese Wirksamkeit lange scheinbar keine Frucht; denn fünfzehn Jahre gingen hin, ohne daß noch ein Heide getauft war. Der Grund dieses lag aber zum Theil in dem Plan der Mission selbst, indem sie mehr eine „Landesmission“ war und ihre Wirksamkeit auf das ganze Volk und den König desselben richtete. In dieser Beziehung wurde auch viel ausgerichtet, indem das Christenthum und die Missionäre nicht allein Schutz und Gunst gewonnen, sondern auch einen bedeutenden wohlthuenden Einfluß sowohl auf König als auf Volk ausgeübt haben. Endlich am 6. Juni 1858 wurde der erste Heide getauft, und später sind mehrere hinzugekommen. In dem wahrscheinlich letzten Bericht, der hierher gekommen ist, einem Schreiben des Herrn Pastor Schreuder, vom 27. Decbr. 1859, spricht er die Hoffnung aus, daß er am Feste Epiphanias noch einige würde taufen können, und zugleich seinen Beschluß, diejenigen seiner Mithelfer, die es wünschen möchten, am zweiten Sonntag nach Ostern — 22. April — feierlich zu ordiniren, wozu er sich die Fürbitte aller wahren Missionsfreunde erbittet. — Der kräftigste Anstoß zur Förderung der Mission ist aber dadurch gegeben, daß im vorigen Jahre in Stavanger eine Missionsschule errichtet ist, die mit 8 Schülern zu wirken anfing. Die Schule hat zwei tüchtige Lehrer bekommen, und die vortreffliche Bestimmung ist getroffen, daß die Nachmittage zum Erlernen eines Handwerks angewendet werden. Vorläufig sind auch neulich mehrere christliche Handwerker mit ihren Familien nach dem Missionsfelde hinausgeschickt worden, hauptsächlich um in der äußern Arbeit Beistand zu leisten. Es scheint also, als ob durch die endlich geernteten Früchte die frühere ergebene und geduldige Erwartung in einen recht lebendigen und thätigen Eifer umgeschlagen ist, der bei uns nur die Bitte hervorrufen kann: Gott segne die treue Arbeit seiner Knechte hier und allenthalben! Amen. ——◆◆—— (Aus der Evang. Kirchen-Zeitung, Febr. 1860.) Zur Begründung einer neuen Physiko⸗Theologie. (Ueber Louis Agassiz's, Professors in Boston, theistische Weltbetrachtung.) (Wir nehmen den nachfolgenden Aufsatz unverkürzt in unser theologisches Zeitblatt auf, da wir glauben, daß die öffentliche Lossagung vom Materialismus unserer Zeit von Seiten eines der berühmtesten Naturforscher der Gegenwart und der durch den zunehmenden Absatz des neuesten Werkes Agassiz's unter unsern Mitbürgern voraussichtlich immer weiter greifende Einfluß dieses Mannes auch von hohem Interesse für unsere deutschen Leser sein muß, denen nicht unbekannt ist, daß die große Masse der Deutschen hier zu Lande dem wissenschaftlichen und unwissenschaftlichen Materialismus zum Opfer gefallen ist. L. u. W.) Wer die Deutsche Naturwissenschaft seit den letzten Decennien auch nur