# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1860_S135 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Wie man die Einfältigen und sonderlich die Kranken im Christenthum ꝛc. 135 Bezahlung alle auf sich und thut reichlich genug dafür. Jes. 53: Fürwahr er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen ꝛc. Er ist um unserer Missethat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen. Matth. 20: Des Menschen Sohn ist nicht kommen, daß er ihm dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele. Röm. 8: Welcher auch seines einigen Sohnes nicht hat verschonet, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Röm. 4: Welcher ist um unserer Sünde willen dahin gegeben und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket. Gal. 2: Was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat und sich selbst für mich dargegeben. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes, denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben. Gal. 3: Christus hat uns erlöset von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns. 2 Cor. 5: Die Liebe Christi dränget uns also, sintemal wir halten, daß, so einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben. Und er ist darum für alle gestorben, auf daß die, so da leben, nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. Luc. 24: Also mußte Christus leiden und auferstehen von den Todten am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern. —Da soll man nun dem Sünder und Kranken sagen, wie Christus alles dieses sein Leiden, Sterben, Höllenfahrt, Verdammniß und den Tod nicht für sich gelitten habe, sondern für uns; und wie dies Lamm Gottes der Welt Sünde trage und bezahle mit dieser Pein unsere Schuld, auf daß wir nicht ewig bezahlen dürfen. Denn so viel an uns ist, sind wir arme Sünder, die es nur sehr wohl verdient hätten, daß wir in Abgrund der Hölle gestoßen und ewig verdammt würden. Aber diese Person, die für uns leidet, stirbt und verdammt wird, ist Gott und Gottes Sohn. Darum ist auch ihre Erlösung weit größer denn unser Schaden. 2 Cor. 5: Er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die für Gott gilt. — Ach, das ist ja ein Trost über allen Trost, daß Gottes Sohn also tief unser Knecht wird, daß er auch für uns, ja uns zu Dienste und zur Erlösung, verdammt wird. Wer kann diese Güte und Gnade Gottes ausdenken und genugsam preisen? Zum neunten. Hierauf ist nun der Kranke, oder sonst der arme Sünder, zu berichten, wie Gott durch Christum die Predigt seines heiligen Wortes und Dienst der Sakramente eingesetzt und in der Kirche bis ans Ende der Welt verordnet habe, nämlich durch die Predigt des Evangelii und äußerliche Zeichen, als da ist: die öffentliche gemeine Predigt von der Buße und Vergebung der Sünden durch den Glauben an Christum, item die sonderliche Predigt oder Absolution, da man einem allein verkündiget Buße und Vergebung der Sünden ꝛc. Matth. 18: Wo zween oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen ꝛc.; und darnach die zwei Sakramente, als die Taufe, dadurch die Seligkeit und