# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1860_S133 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Wie man die Einfältigen und sonderlich die Kranken im Christenthum ꝛc. 133 stus für uns gestorben ist da wir noch Sünder waren. So werden wir je vielmehr durch ihn behalten werden für dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. Eph. 2: Gott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebet hat, da wir todt waren in den Sünden hat er uns sammt Christo lebendig gemacht ꝛc. Ezech. 18: Meinest du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der HErr HErr, und nicht vielmehr daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe? I Tim. 2: Gott will, daß allen Menschen geholfen werde und zur Erkenntniß der Wahrheit kommen. Zum fünften soll man ihnen fürhalten den Artikel von der Erlösung, da wir also beten und bekennen: Ich gläube an Jesum Christum, Gottes eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist vom heiligen Geiste ꝛc. und daraus anzeigen, wie der himmlische Vater aus lauter Gnade und Barmherzigkeit ohne alle unser Zuthun und Verdienst seinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesum Christum, zu uns in die Welt gesandt hat, daß er unser Mittler, Erlöser, Gnadenstuhl, Fürsprecher und Heiland sein soll und giebt ihm ganze volle Gewalt und Macht mit uns armen Sündern zu handeln und spricht zu uns: Dies ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören. Das ist: alles, was Christus redet und thut, das rede und thue ich. Daher spricht Christus Joh. 7: Meine Lehre ist nicht mein, sondern deß, der mich gesandt hat; und Joh. 14: Der Vater, der in mir wohnet, derselbige thut die Werke. Zum sechsten: weil nun die Sachen auf Christum gestellet und wir auf ihn geweiset sind, so spricht nun Christus, er wolle uns auch nicht verderben lassen, sondern uns helfen und erretten aus aller Noth, leiblich und geistlich. Joh. 6: Alles was mir der Vater giebt das kommt zu mir, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht daß ich meinen Willen thue, sondern deß, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, das er mir gegeben hat, sondern daß ichs auferwecke am jüngsten Tage. Das ist aber der Wille deß, der mich gesandt hat, daß wer den Sohn siehet und gläubet an ihn, habe das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Matth. 18 und 19: Des Menschen Sohn ist kommen selig zu machen das verloren ist. Lies das Evangelium Luc. 15 von dem verlornen Schaf, wie treulich es dieser fromme Hirte wieder suchet und auf seinen eigenen Schultern heim trägt; und die Parabel vom verlornen Sohne. Und Luc. 10 lies von dem, der unter die Mörder siel und wie ganz fleißig der Samariter desselbigen pflegt und wartet. Auch die Historien, wie Christus die Magdalena, den Zachäus, den Petrus, das heidnische Weiblein, den Schächer am Kreuz annimmt, ihnen die Sünde vergiebt und sie tröstet. Item 1 Joh. 3: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre. — Und solches zeuget nicht allein die Schrift des neuen Testamentes hin und wieder mit klaren, deutlichen Worten von ihm, sondern er hats auch mit der That beweiset, sich zu den Blinden, Lahmen, Aussätzigen