# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1847 09 20_S16 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) Vergebung ſei? endlich die zu ertheilende Abſo⸗ lution nach der vorgeſchriebenen Formel, — dies alles paßt einzig und allein auf die Privatbeichte. Wer dieſen Unterricht aufmerkſam und ohne Vor⸗ urtheile durchlieſ't, der wird ſchon hierdurch be⸗ wogen werden, nur die Privatbeichte, nicht aber die allgemeine für lutheriſch-gebräuchlich zu er⸗ klären. Dieſe Ueberzeugung wird noch verſtärkt werden durch den Anhang zum großen Katechis⸗ mus Dr. Luthers, der ſich in mehreren Ausgaben des Concordienbuchs findet und „eine kurze Ver⸗ mahnung zu der Beicht“ enthält. Es hat zwar dieſe Vermahnung nicht ein ſolches kirchliches Anſehen, als der Katechismus ſelbſt, erhalten, dennoch aber hat ſie je und je für eine deutlichere Erklärung des Artikels von der Beichte und als eine Warnung gegen den Mißbrauch desſelben gegolten. Gleich zu Anfange werden darin die drei Hauptwohlthaten namhaft gemacht, die wir hinſichtlich des Beichtens durch die Reformation erlangt haben, nämlich „daß wirs aus keinem Zwang oder Furcht dürfen thun, auch der Mar⸗ ter entladen ſind, ſo genau alle Sünde zu zählen. Zudem haben wir das Vortheil, daß wir wiſſen, wie man ihr ſeliglich brauchen ſolle, zu Troſt und Stärkung unſers Gewiſſens“. Wenn aber in dieſer Vermahnung von „der heimlichen Beichte, ſo zwiſchen einem Bruder allein geſchieht“, die Rede iſt, ſo hat allerdings jeder gläubige Chriſt, vermöge des geiſtlichen Prieſterthums, das Recht, auf Begehren ſeinen Bruder ebenſo gültig zu ab⸗ ſolviren, als dies von einem verordneten Dien er Chriſti geſchieht; allein aus dem Beſchluſſe der erwähnten Schrift, ſowie aus Art. 14 der Augsb. Confeſſion erhellet zur Genüge, daß dieſe heim⸗ liche Beichte (Nothfälle ausgenommen), beſonders aber öffentlich in der Kirche nur von denen ge⸗ ſchehen ſoll, die ordentlichen Beruf haben zu leh⸗ ren und zu predigen, oder Sacrament zu reichen“. Den Beſchluß dieſer Zeugniſſe ſoll eine Stelle aus der Concordienformel machen, wo es im 11ten Artikel S. 808 alſo heißt: „Derohalb auch Chriſtus die Verheißung des Evangelii nicht allein läßt insgemein vortragen, wie in der Predigt und in der allgemeinen Abſolution nach der Predigt), ſondern dieſelbige durch die Sacrament, die er als Siegel der Verheißung angehängt und damit je⸗ den Gläubigen inſonderheit beſtätigt, wie in der Privatabſolution geſchieht. Darum behalten wir auch, wie die Augsb. Confeſſion Art. 11. ſagt, die Privatabſolution und lehren, daß es Gottes Ge⸗ bot ſei, daß wir ſolcher Abſolution gläuben und für gewiß halten ſollen, daß wir ſo wahrhaftig, wenn wir dem Worte gläuben, Gott verſöhnet werden, als hätten wir eine Stimme vom Himmel gehört; wie die Apologie dieſen Artikel erklärt.“ (Fortſetzung folgt.) Statuten einer neuen religiöſen Geſellſchaft in Deutſchland, genannt Gustav⸗Adolphs⸗Verein. Als Mitglied tritt in den Verein Ein Jeder ohne Weit'res ein, Sobald er durch Certificat Als Menſch ſich ausgewieſen hat. 16 Der Glaube kommt nicht in Betracht, Die Liebe iſts, die alles macht. Die Liebe iſt das Schiboleth Der neuen Welt⸗Societät. Der Peſcheräh, der Hottentott, Der Perſer mit dem Doppelgott, Der Jude, Heide, Türke iſt Gebornes Mitglied wie der Chriſt. Die Menſchenfreſſer nur allein, Die müſſen ausgeſchloſſen ſein; Denn Menſchenliebe da nicht iſt, Wo einer noch den andern frißt. Dr. Gollenperger. Wir würden es ſehr paſſend finden, wenn manche hier⸗ ländiſche Gemeinden dieſe Statuten über die Thüren ihrer Kirchen ſetzten. Subſcriptions⸗Anzeige auf unveränderten Abdruck des Concordienbuchs. Nächſt Dr. Luthers Haus⸗ und Kirchenpoſtille, von de⸗ nen die erſtere bereits in mehreren tauſend Exemplaren eir⸗ culirt, die letztere, ſo der HErr will, noch gedruckt werden ſoll, ſcheint, wenn nicht alle Anzeichen trügen, kein Buch ein lebhafter gefühltes Bedürfniß zu ſein, als das Concor⸗ dienbuch, enthaltend ſämmtliche Bekenninißſchriften der evangeliſch-lutheriſchen Kirche. Von dem Wunſche geleitet, dieſes Bedürfniß befriedigen zu helfen, und durch die Hoffnung ermuthigt, wenigſtens ebendieſelbe Unterſtützung, wie bei Herausgabe der Haus⸗ poſtille zu finden, iſt der Unterzeichnete entſchloſſen, ſo ſchnell als möglich zum Abdruck des Concordien buchs, dieſes Kleinods der lutheriſchen Kirche, zu ſchreiten. Seine Auf⸗ gabe, die er ſich geſtellt hat, iſt, einen durchaus correcten, unveränderten Abdruck, auf's Vorzüglichſte ausgeſtattet, zu dem möglichſt billigen Preiſe zu liefern. Er wird mit ge⸗ wiſſenhafter Sorgfalt die Walch'ſche oder Pipping'ſche Aus⸗ gabe der ſeinigen zu Grunde legen. Das Werk ſoll mit deutſcher Schrift auf gutes, feſtes Papier gedruckt, in Duodez⸗Format, gegen 800 Seiten enthaltend, ſchön und dauerhaft in Leder gebunden, für den niedrigen Preis von 91.25 geliefert werden. Um den billigen Preis zu er⸗ möglichen, wird es nöthig ſein, die 8000 Namensunter⸗ ſchriften wegzulaſſen. Dagegen werden die dem Concordien⸗ buch angehängten Zeugniſſe ꝛc., wie auch die Viſitations⸗ artikel nicht fehlen; endlich wird ein gründliches Sach⸗ regiſter und, wenn's der Raum zuläßt, eine kurze Erklärung 1 der in dem Buche vorkommenden lateiniſchen oder ſonſt dem Laien unverſtändlichen Ausdrücke als Zugabe beigefügt werden. Sobald 1500 zuverläſſige Subſcribenten da ſind, wird mit dem Druck begonnen werden. Sammler erhalten für 10 Exemplare 1 Freiexemplar. Sobald der Druck beginnt, wird in mehreren kirchlichen Zeitſchriften davon Nachricht gegeben werden; worauf die Subſcribenten und Sammler ihre Gelder unverzüglich einzuſenden haben. So ſei denn das Unternehmen der gnädigen Fürſorge und Obhut des himmliſchen Vaters befohlen. New York, den 26. Auguſt 1847. Heinrich Ludwig, Nro. 70 Veſey⸗St. Subſcribenten im Innern belieben ſich an einen der untenſtehenden Agenten zu wenden. Agenten werden erſucht, die Liſten oder die genaue Zahl der Subſeribenten bis zum 1. November d. J. einzuſenden. H. Ludwig, 70 Veſey⸗St., New York. Wm. Radde, 322 Broadway, New York. Menß & Rovoudt, 53 Nord⸗Dritte Str., Phila. Fr. Gentner, Ecke von Brown⸗ und John-⸗Str., Phila. Ehrw. Paſtor W. F. Wyneken, Baltimore. C. F. W. Walther, St. Louis, Mo. 7. 7. „ „ C. Spielmann, Columbus, O. „ Dr. W. Sihler, Fort Wayne, Ind. „ Paſtor F. A. Hoffmann, Addiſon, Illinois. J. A. A. Grabau, Buffalo, N. Y. „ „ Krauſe, Milwaukie, Wis. Joh. G. Backofen, Pittsburgh, Pa. Eggers & Wulkop, Cincinnati, O. J. J. Faſt, Canton, O. Fried. W. Weiß, Cleveland, O. P. Beyer, Buffalo, N. N. 7. 7. David George, Milwaukie, Wis. Auguſt Lanke, Milwaukie, Wis. Joh. Ziehlsdorf, Milwaukie, Wis. Joh. Fr. Grünhagen, Milwaukie, Wis. E. H. Peaſe, Albany, N. Y. Ehrw. C. G. Schweitzerbarth, Zelienople, Butler Co., Pa. Joſeph Eberhard, Kittanning, Armſtrong Co., Pa. EDie unterzeichnete Redaction wird mit großer Freude dem Sammeln von Subſcriptionen auf die hier verſprochene neue Auflage der ſymboliſchen Bücher unſerer Kirche ſich unterziehen. Darauf Reflectirende ſind erſucht, ſich nur ſo bald als möglich zu melden. Nächſtens hievon mehr. Die Redaction des Lutheraner. E Diejenigen Leſer des Lutheraner, welchen von dem 3. Jahrg. desſelben die eine oder andre Nummer nicht zu⸗ gekommen oder verloren gegangen ſein ſollte, und die ſelbige vollzählig zu haben wünſchen, können ſolche mit Ausnahme der 1.—7. Nummer auf Verlangen durch die Expedition des Lutheraner unentgeldlich erhalten. Bücher und Pamphlets, zu haben in der Expedition des Lutheraner um die bei⸗ geſetzten Preiſe. Dr. Luthers Hauspoſtille, oder Predigten über die Evangelien auf die Sonn- und Feſttage des ganzen Jahres. New YNorker Ausgabe. Geb. in Kalbleder P2.00 Kirchengeſangbuch für ev.⸗lutheriſche Gemeinden ungeänderter Augsb. Confeſſion, nebſt Gebeten, dem kleinen Katechismus Lutheri und Augsb. Confeſſion Dr. M. Luthers kleiner Katechismus, unveränderter Abdruck. Das Dutzend 51.00. Hundert Stück 87. 00. Merkwürdiger Brief einer Dame, welche im Jahre 1703 der ev.-lutheriſchen Religion halber mit ſechs meiſt unerz „Fut v Kindern ihr Vaterland und all' ihr Hab und Gut verlaſſen hat — Das Dutzend 50.50. Fünf und zwanzig St. 81. 00. Dr. Luthers Sermon von „Vereitung zum Sterben.. Die Verfafſung der deutſchen ev. Auth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. nebſt einer Einleitung und erläuternden Bemerkungen Das Dutzend P0.50. Fünf und zwanzig St. 81. 00. Erſter Synodalbericht der deutſchen ev.- lutheriſchen Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St. vom Jahre 1847 2 Zwei Stück 15 Cis., drei St. 20 Cts. Erſter 5 „gang des Lutheranen, von 18⁴44 1849— P16 Dabrgang des Lutheraner, von In Fort Wayne ſind zu haben: 1. M. Veit Dietrichs Hauspoſtille in Predigten über alle Sonn- und Feſttagsevangelien, das Exemplar, in mar- morirtes Leder ſauber gebunden 7⁵ 2. Dr. Nicolaus Hunnius: Gründliche und al⸗ gemein faßliche Darlegung der Glaubenslehre der ev.⸗lutheriſchen Kirche, 1 gleichen Einband O.623 Dr. W. Sihler, Luth. Paſtor in Fort Wayne, Ind. Empfangen. Für die Heidenmiſſion am Cassfluſſe in Michigan: 52.00 0.75 0.10 0.05 0.05 0.05 0.10 1.00 1.00 von der lutheriſchen Gemeinde in Pomeroy, Meigs Co., O. Bezahlt. 2. Hälfte des 3. Jahrg. Die —— Ch. Heiſe, J. Kuhl, J. Letz, Chr. Schröder, C. Wöbbecke. 3. Jahrg. Die HH. J. J. au Chr. Juſt, F. Straub. 1. Hälfte des 1 99. J. Kuhl, J. Letz, C. Wöbbecke. 4. Jahrg. H. Joh. Birkmann, Fr. cnn Louis Brey, Ad. Bruc, E. Buucke, Fr. Buucke, P r, p. mer (11 Er.) Chriſtianer, Ad. Claus, J. G. Fiſcher, 5 „ Fölling, P0 Föllinger, Joh. Göhring, P. Gräbner (4 Ex.), P. Geyer, Geerken, Louis Griebel, Chr. Herling, Eh. Heiſe, Höckendorf, P. Hölſche, Geo. Hild, L. Hemme, P. Husmann, Wilh. Harmeyer, Heinr. Heuer, Fr. Heine, Paulus Heid, Conr. Honeck, Conr. Honeck, P. Hofmann, P. Jäbker, J. Janſen, Joh. Kalb, Chr. Kiefer, Knapp, G. Knoll, Conr. Krünmann, Ludw. Kratze, Franz Lipke, Franz Lackenau, Markgraf, Ferd. Meyer, Joh. Fr. Met + Jacob Müller, Franz Oelſchläger, Chr. Piepenbril, P. manowsky, P. Röbbelen (2 Ex.), Gl. Steinbrück, Stüber, Chr. Schröder, W. Scheumann, Ad. Schraub, Fr. Schrö⸗ der, Rud. Schwegmann, K. Straſen, Fr. Stellhorn, Dan. Stecher, E. Steppenhagen, Joh. Timken, Conr. Trier, Joh. H. Trier, Prof. Wolter, Geo. Wolff, Joh. Wefel, Herm. Wefel, Heinr. Wunder, Samuel ſeymer. Gedruckt bei Arthur Olshauſen, Herausgeber des Anzeiger des Weſtens.