# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 Verhandlungen der zweiunddreißigſten Verſammlung „Ich weiß, daß die Arbeit oft eine undankbare iſt, nicht gewürdigt von denen, in deren Intereſſe ſie getan wird, und verbunden mit An⸗ ſtrengung und Mühſal. Sie werden mir erlauben, Ihnen für Ihre Arbeit auch für die Zukunft Erfolg zu wünſchen, den dieſe wegen ihres gründlichen Charakters in reichem Maße verdient. „Ich kann dieſen Brief nicht ſchließen, ohne Ihnen zu ſagen, welch ein Genuß mein Beſuch der Zionsſchule zu Taits war, in der Lehrer Rivers unterrichtet. Sowohl in den religiöſen Fächern wie in Rezita⸗ tionen der Klaſſen zeichneten ſich die Leiſtungen durch Geſchick, Schnellig⸗ keit und Intelligenz in einer Weiſe aus, wie ich dies ſelten in einer Schule geſehen habe. Die Leiſtungen der chart-Klaſſe im Katechismus waren ſo vortrefflich, daß ich es nicht bereue, einen ſo weiten Weg ge⸗ macht zu haben; es war mir ein Genuß, dies alles zu ſehen.“ Durch unſere Miſſionsſchulen ſind viele Kinder zu ihrem Heiland und ſeiner Kirche gebracht worden, an manchen Orten und zu manchen Zeiten allerdings nur wenige. In der Gemeinde zu Salisbury, N. C., zum Beiſpiel, die ſeit mehr als einem Jahrzehnt eine Art Schmerzens⸗ kind geweſen iſt, hat Miſſionar Vorice zu Oſtern ſiebzehn Schulkinder taufen und vier konfirmieren dürfen. Miſſionar Holſten in Concord, N. C., ſchrieb nach Oſtern: „Hier in Concord freuen wir uns über den Segen, den Gott auf unſere Schule legt. Lehrer McDowell ſagte mir heute, daß jetzt alle ſeine Schüler außer vier lutheriſch ſeien. Zu Oſtern taufte ich neun Schulkinder und konfirmierte ſechzehn ſowie drei Er⸗ wachſene, deren Kinder unſere Schule beſuchen. Ich bin überzeugt, daß man unſere Schulen dahin bringen kann, daß ſie ſich ‚bezahlen‘. Das erfordert jedoch Arbeit.“ Den größten Segen hat die Mount Zion- Schule in New Orleans (P. Oskar Lücke) erlebt. Aus dieſer Schule konnten in zwei Jahren mehr als 200 Kinder für die Kirche gewonnen werden. An andern Orten jedoch iſt es anders. Es gibt Schulen, in denen die fremden Kinder zumeiſt weder zur Sonntagsſchule noch zur Predigt kommen, ſondern entweder in gar keine oder in eine Sektenkirche gehen. Vielleicht kommen ſie ab und zu in unſere Sonntagsſchule, um nicht möglicherweiſe ihren Platz in unſerer Miſſionsſchule zu verlieren. Die Lehrer und Miſſionare ſind nämlich gehalten, den Kindern zu ſagen: Sollte unſere Schule überfüllt werden, dann werden die Kinder, die auch zu unſerer Sonntagsſchule und Predigt kommen, den Vorzug haben. Sieht die Miſſionskommiſſion, daß eine Schule ſich abſolut nicht „be⸗ zahlt“, ſo ſchließt ſie die Schule (Napoleonville, Springfield) oder redu⸗ ziert die Lehrkräfte (St. Paul's, New Orleans). Die alſo geſparten Gelder werden an ſolchen Orten gebraucht, wo die Schüler ſich ganz zu uns halten. Paſtoren und Profeſſoren. Im Dienſt der Miſſion ſtehen 9 Profeſſoren (7 weiße und 2 far⸗ bige) ſowie 37 Paſtoren (15 weiße und 22 farbige). Folgende Ver⸗ änderungen ſind in dieſem Biennium vorgekommen: Ausgeſchieden. 1. G. G. Kreſt, Mobile, Ala., durch Annahme eines Berufs nach Meta, Mo. 2. G. L. Krönk, Grace, St. Louis, Mo., durch Annahme eines Be⸗ rufes nach Grangeville, Idaho, am 23. Juni 1929. 3. P. G. Weeke, Alabama, durch Amtsniederlegung im Mai 1929.