# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S49 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1930. 49 meinde hält ihre Gottesdienſte in der Schule der Gemeinde P. Katts, bisher unentgeltlich, was durchaus dankenswert iſt. Seit Juni dieſes Jahres bezahlt die Miſſionsgemeinde $10 monatlich für Miete. 9. Cincinnati, O. Gegründet 1922. Miſſionar: Omar F. J. Rau. Seelen: 49. Zunahme: 10. Das Gebäude, in dem Kirche und Schule gehalten wird, gehört der Lutheran Church Federation in Cincinnati. 10. Buffalo, N. Y. Gegründet 1926 von Stadtmiſſionar H. F. Wind. Miſſionar: E. R. Pflug, der auch in der Stadtmiſſion arbeitet. Seelen: 40. Zunahme: 25. Eine Kapelle iſt ein dringendes Be⸗ dürfnis. Wie die weißen Lutheraner in Chicago, Cincinnati und St. Louis den dortigen Miſſionsgemeinden zu einer Kirche verholfen haben, ſo werden es auch wohl die lieben Mitchriſten in und bei Buf⸗ falo tun. 11. Los Angeles, Cal. Gegründet 1919 von den PP. J. W. Theiß und Walter Tröger. Miſſionar: John McDavid. Seelen: 95. Zunahme: 20. Eigentum: Kirche. P. McDavid arbeitet in drei öffent⸗ lichen Anſtalten. 12. Oakland, Cal. Gegründet 1926. Miſſionar: John McDavid. Seit Juni 1929 leitet Prof. Otto Theiß an drei Sonntagen im Monat den Gottesdienſt. P. McDavid berichtet über ſeinen Ge⸗ hilfen: „Er iſt nicht nur ein tüchtiger Mann, ſondern auch ein eifriger Miſſionar.“ Seelen: 23. Zunahme: 3. Die Gottesdienſte werden in einer Logenhalle gehalten. Die numeriſche Stärke der vier Miſſionsgebiete iſt folgende: 11 alleinſtehende Gemeinden und ein Predigtplatz mit 963 Seelen oder getauften Gliedern, die unter der Seelſorge unſerer Miſſionare ſtehen; 8 Gemeinden in Louiſiana mit 1,657 Seelen; 28 Gemeinden und Predigtplätze auf dem Südöſtlichen Gebiet mit 1,743 Seelen; 32 Ge⸗ meinden und Predigtplätze in Alabama mit 2,567 Seelen. Insgeſamt: 6,930 Seelen. Wieder drei merkwürdige Rekords. Schon die Zunahme von etwa 17½ Prozent in der Seelenzahl in dieſem Biennium iſt merkwürdig. Indes, hierzu geſellen ſich noch weitere Beweiſe der göttlichen Gnade, die uns Urſache zur Freude und zum Dank geben. Der erſte Rekord iſt Die merkwürdig niedrige Sterberate in unſerer Miſſion. Wir wiederholen, was wir ſchon früher geſagt haben: Manche Leute, die von unſerer Miſſionsarbeit unter den hieſigen Negern hören, können ſich gar keine Vorſtellung machen von der Veränderung, die in und an denjenigen Schwarzen vor ſich geht, die Gottes Wort und Luthers Lehre von Herzen annehmen. Der Apoſtel Paulus ſchreibt: „Iſt jemand in Chriſto, ſo iſt er eine neue Kreatur.“ Das gilt auch von unſerm lutheriſchen Neger. Herz, Sinn, Mut und Gedanken, Worte und Werke ſind anders geworden. Das iſt ein Grund, warum die Sterbe⸗ rate in unſerer Miſſion ſo auffallend verſchieden iſt von der allgemeinen Sterberate der hieſigen Negerbevölkerung. Laut des letzten uns zu Ge⸗ bote ſtehenden Berichts unſerer Landesregierung ſterben jährlich achtzehn aus je tauſend Negern. In unſerer lutheriſchen Negerkirche dagegen ſind letztes Jahr nur etwa neun aus je tauſend geſtorben. Das iſt eine erſtaunlich niedrige Zahl. Hier haben wir alſo einen handgreif⸗ lichen Beweis dafür, daß unſere lutheriſchen Neger ein ganz anderes Leben führen als ihre übrigen Raſſengenoſſen.