# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S41 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1930. 41 derte von Elternhäuſern tragen. Zum andern beſuchen Fremde die Gottesdienſte. Auch beſuchen unſere Miſſionare viele Fremde während der Woche und reden mit ihnen von dem einen, das not iſt. Auf dieſe und andere Weiſen werden gegen fünfundzwanzigtauſend Leute direkt oder indirekt durch unſere Miſſion günſtig beeinflußt. Der Jüngſte Tag wird es einſt offenbaren, wie viele durch unſere Miſſion gerettet worden ſind, die ſie in ihren ſtatiſtiſchen Berichten nicht hat angeben können. Neue Miſſionsſtationen. In den verfloſſenen Berichtsjahren iſt die Miſſionsarbeit an fol⸗ genden ſieben Orten begonnen worden: 1. Baſhi, Ala.; 2. Union Springs, Ala.; 3. New Bern, N. C.; 4. Baltimore, Md.; 5. Piney Woods, Miſſ.; 6. Cheſter, Pa.; 7. Kirkwood, Mo. Die Miſſionsarbeit hätte noch an andern Orten in Angriff genommen werden können. Es liegen zum Beiſpiel diesbezügliche Bitten vor aus Texas, Oklahoma, Alabama uſw. Permanent geſchloſſen wurde die Station zu Elon Col⸗ lege, N. C. Wegen Wegzugs iſt die Gliederzahl auf eine Handvoll zu⸗ ſammengeſchrumpft. Dieſen wurde geraten, die Gottesdienſte in Greensboro zu beſuchen. Wie unſere Miſſion nach Miſſiſſippi gekommen iſt. Vor zwanzig Jahren wurde der junge farbige Predigtamtskandidat C. P. Thompſon nach einem Ort in der Nähe von Merigold, Sunflower County, Miſſ., geſchickt, um dort eine Miſſionsſtation zu gründen. Die Zuſtände waren jedoch derart, daß er bereits nach einigen Monaten ver⸗ ſetzt werden mußte. Einige Jahre ſpäter wurde ein junger farbiger Predigtamtskandidat für die Städte Gulſport, Bay St. Louis und Pass Chriſtian berufen. Dieſer hielt aber nicht lange aus, ja er mußte ent⸗ laſſen werden. Seitdem haben wir immer auf eine Gelegenheit ge⸗ wartet, unter der großen Negerbevölkerung des Staats eine offene Tür zu finden. Eine ſolche Tür hat Gott uns unerwartet im Herzen des Staates geöffnet. Vorletzten Winter kam Herr C. Johann, ein Glied der Gemeinde in Collinsville, Ill., zu unſerm Miſſionsdirektor C. F. Drewes, um ihn zu fragen, ob wir eine lutheriſche Gemeinde in Piney Woods, Miſſ., hätten; er und ſein Bruder hätten ein glänzendes Anerbieten bekommen, dort als Blumengärtner zu dienen. Seine Frage mußte mit einem Nein beantwortet werden. Er wurde jedoch ermuntert, dorthin zu reiſen und an Ort und Stelle einen perſönlichen Einblick in die Sachlage zu nehmen und dann wieder zu berichten. Das geſchah. Sein Bruder blieb in Piney Woods. Anfangs Juli letzten Jahres kamen nun die beiden Brüder zu Miſ⸗ ſionsdirektor Drewes und berichteten, daß der Präſes der Negeranſtalt in Piney Woods ernſtlich und aufrichtig wünſche, daß ein Arbeiter aus unſerer Negermiſſion geſchickt werde, um in der Anſtalt und Umgegend zu wirken. Ihr Bericht lautete ſo günſtig, daß Miſſionsdirektor Drewes an Superintendent Georg A. Schmidt in Selma, Ala., ſchrieb und ihn beauftragte, in nächſter Zeit einmal nach Piney Woods zu reiſen. Da dieſer jedoch gerade damals die Reiſe nicht unternehmen konnte, ſo er⸗ klärte ſich P. E. A. Weſtcott, ſein Gehilfe, bereit, ſeine Stelle zu vertreten. P. Weſtcotts Bericht lautete günſtig. So beſchloß denn die Kom⸗ miſſion für Negermiſſion, Superintendent Schmidt zu beauftragen, nach Piney Woods zu reiſen, um die Sache in Gang zu bringen. Es ſchien