# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S40 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 40 Verhandlungen der zweiunddreißigſten Verſammlung Geſchäftsverhandlungen. Negermiſſion. Es lag zur Beratung vor der folgende Fünfundzwanzigſte Bericht der Kommiſſion für Negermiſſion. Juli 1928 bis Juli 1930. Unſere liebe lutheriſche Kirche feiert dies Jahr das vierhundert⸗ jährige Jubiläum der Augsburgiſchen Konfeſſion. Drei Dinge in⸗ ſonderheit ſind es, die unſere Herzen bei dieſer Jubelfeier bewegen: Demut, Dank und Miſſionsſinn. Wir erkennen und bekennen, daß wir dieſes herrlichen Schatzes nicht vor andern wert ſind und daß wir ihn durchaus nicht verdient haben. Das gerade Gegenteil haben wir mit unſern vielfachen Sünden verdient. Dies köſtliche Kleinod, das Augsburger Glaubensbekenntnis, iſt weiter nichts als Gnade und Gabe. Deshalb ſind wir unſerm Gott demütigen Dank ſchuldig. Die Erkenntnis, daß die Augsburgiſche Kon⸗ feſſion, dieſer herrliche Schatz, ein unverdientes Geſchenk iſt, erweckt aber in unſern Herzen auch das Verlangen, dies Kleinod auch andern mit⸗ zuteilen; ſie weckt den Miſſionsſinn. Unſere Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz hat bereits vor dreiundfünfzig Jahren begonnen, den köſtlichen Inhalt des Augsburger Glaubens⸗ bekenntniſſes, das reine Wort Gottes, den kirchlich verwahrloſten Negern unſers Landes zu übermitteln. Gott hat ſeinen Segen auf dieſe Miſ⸗ ſionsarbeit gelegt. So haben wir denn heute zweiundſechzig lutheriſche Gemeinden ſowie fünfzehn Predigtplätze. Auf dieſen Predigtplätzen und in dieſen Gemeinden wird dieſes Jahr von Tauſenden lutheriſcher Neger Gott Lob und Dank dargebracht für die köſtliche Gabe der Augs⸗ burgiſchen Konfeſſion. Gottes Segen haben wir auch in den beiden vergangenen Berichts⸗ jahren erfahren. Vor zwei Jahren belief ſich die Zahl der Seelen oder getauften Glieder, die unter der Pflege unſerer Miſſionare ſtanden, auf 5,885. Heute dagegen beträgt die Zahl 6,930. Das bedeutet eine Nettozunahme von 1,045 Seelen. In Prozenten angegeben, betrug das Wachstum in dieſen zwei Jahren 17½ Prozent. Was dieſe Zunahme von 17½ Prozent bedeutet, kann ein Vergleich am ſchnellſten zeigen. “Comparisons are odious”, ſagt der Amerikaner. Doch wenn der an⸗ geſtellte Vergleich den Zweck hat, eine Sache klar und faßlich zu machen, darf man ihn ſchon wagen. Unſere Miſſouriſynode hat in ihren beiden letzten Berichtsjahren um etwa 3 Prozent zugenommen. Unſere Neger⸗ miſſion dagegen hat um nahezu 18 Prozent zugenommen. Aus dem ſtetigen und erſtaunlichen Wachstum unſerer Miſſion geht recht augenſcheinlich hervor, daß unſer HErr JEſus Chriſtus ſich ſtark zu dieſer von ſo vielen verachteten Arbeit bekennt. Ihm ſei daher Lob, Ehre und Dank für Segen und Gedeihen, das er in ſo reichem Maß zu dem Säen und Pflanzen unſerer lieben Miſſionare gegeben hat! Das in Zahlen angegebene Wachstum unſerer Miſſion gibt natür⸗ lich nicht den ganzen, vollen Segen an, den der HErr in dieſem Zeitraum durch unſere Miſſion geſtiftet hat. Der Segensſtrom hat ſich auf weitere Tauſende, ja auf Zehntauſende ergoſſen. Einmal ſind gegen 2,500 Kinder in den Miſſionsſchulen und Sonntagsſchulen, die ſich noch nicht haben taufen oder konfirmieren laſſen, die aber in Gottes Wort und Luthers Lehre unterrichtet werden und dieſen köſtlichen Samen in Hun⸗