# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S39 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1930. 39 die ein Neues einführen, ſonderlich wenn ſie menſch⸗ liche Philoſophie und Spitzfindigkeit anwenden. Die Schuld an der Trennung in der Kirche tragen einzig und allein die⸗ jenigen, die die falſche Lehre aufbringen und verteidigen, nicht diejeni⸗ gen, die ſich weigern, eine ſolche Stellung gutzuheißen. Hat ja ein Lehrer oder eine Gemeinſchaft dieſe Schuld auf ſich geladen, ſo ſollte er, reſp. ſie, das Unrecht reumütig abtun und nicht auf andere abzu⸗ wälzen ſuchen. Wir ſchließen mit den Worten unſers Bekenntniſſes (Apologie, Art. XXVIII; Conc. Trigl., 450): „Alſo iſt der Teufel mit ſeinen Gliedern, ſo ſich wider Gottes Wort legt, Urſache der Spaltung und Uneinigkeit; denn wir zum höchſten Frieden geſucht haben, des wir noch zum höchſten begehren, ſo fern, daß wir nicht gedrungen werden, Chri⸗ ſtum zu läſtern und zu verleugnen. Denn Gott weiß, der aller Herzen Richter iſt, daß wir an dieſer ſchrecklichen Uneinigkeit nicht Luſt oder Freude haben. . . . Und wiewohl nicht ohne iſt, daß, wie die Welt pflegt, in dieſer Spaltung dennoch Ärgerniſſe durch frevle und ungeſchickte Leute etwa vorgefallen — denn der Teufel richtet ſolche Ärgerniſſe an zu Schmach dem Evangelio —, ſo ſind ſie doch alle nicht zu achten gegen den hohen Troſt, den dieſe Lehre mit ſich gebracht hat, die lehrt, daß wir um Chriſtus' willen ohne unſer Verdienſt Vergebung der Sünden und einen gnädigen Gott haben; item, daß ſie unterrichtet, daß Gottesdienſt nicht ſei verlaſſen weltliche Stände und Obrigkeit, ſondern daß ſolche Stände und Obrigkeit Gott gefallen und rechte heilige Werke und Gottes⸗ dienſte ſeien.“ Frieden bei Kirch' und Schulen uns beſchere, Frieden zugleich der Polizei gewähre, Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewiſſen Gib zu genießen! SOLI DEO GLORIA!