# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1930. 33 helm III., durch deſſen Aufruf vom 27. September 1817 die Kirche der Union entſtanden iſt, wodurch unſägliche Gewiſſenstyrannei angerichtet wurde. Waren es doch die Folgen dieſes Dekrets, die die Sachſen, die Preußen, die Wenden und andere aus ihrer Heimat in Deutſchland ver⸗ trieben haben, ſo daß dann durch Gottes gnädige Fügung hier in Amerika eine lutheriſche Kirche des reinen Bekenntniſſes entſtand. Aber die unglückſeligen, unheilbringenden Unionsverſuche werden immer wieder gemacht, und man tritt dabei immer dreiſter auf. Die Föderation, die als Federal Council of the Churches of Christ in America bekannt iſt, die Deißmann (Die ökumeniſche Erweckung, 19) und Athearn (Ten Reasons for Federation) ſo hoch loben, drängt ſich frech vor als die Repräſentantin der proteſtantiſchen Kirche in Amerika. Die United Church of Canada, im Jahre 1925 aus Methodiſten, Pres⸗ byterianern und Kongregationaliſten zuſammengeſchweißt, iſt ein Mon⸗ ſtrum, das kaum noch von einer Bekenntnisbaſis reden kann. Ebenſo ſteht es aber mit der Vereinigung der ſchottiſchen Staatskirche und der United Free Church of Scotland im Oktober 1929, mit der Union der Evangeliſchen Synode von Nordamerika, der Reformierten Kirche in den Vereinigten Staaten und der Vereinigten Brüder in Chriſto (United Brethren in Christ) und mit der vorausſichtlichen Vereinigung der Northern Presbyterian Church, der United Presbyterian Church und der Reformed Church of America, anderer ähnlichen Verſuche gar nicht zu gedenken. Und wie ſteht es im lutheriſchen Lager? Das National Lutheran Council beſteht ſeit 1918. Eine eigentliche Konfeſſionsbaſis hat es nicht, ſondern der Name „lutheriſch“ genügt, um die Zugehörigkeit zu erlangen. Aber es hat ſich in hervorragender Weiſe an großzügigen Unionsverſuchen betätigt. Die lutheriſchen Weltkonvente von Eiſenach (1923) und von Kopenhagen (1929) ſind zum großen Teil Werk des National Lutheran Council. Ein Wechſelblatt faßt das Reſultat ſo zuſammen: “The first step toward reunion [nämlich der getrennten lutheriſchen Körperſchaften] was taken at the First Lutheran World Convention, held at Eisenach, Germany, in 1923. The sessions, sig- nificantly enough, were held in the Wartburg Castle, where Martin Luther four hundred years ago translated the Bible [ſollte heißen “the New Testament”] into the language of the common people. . . . The movement progressed until at a meeting of the National Lutheran Council in New York the actual organization was effected, and Dr. John A. Morehead, who had resigned as executive director of the National Lutheran Council, was made president of the Lutheran World Convention. The only Lutheran body not represented is the Evangelical Lutheran Synod of Missouri [ſollte heißen Synodalkon⸗ ferenz], which, we are told, declined to cooperate.” Mittlerweile ſind aber die Unionsverſuche trotz mancher, auch offen ausgeſprochener Bedenken mit Rieſenſchritten weiter gegangen. Die Norwegian Lutheran Church of America ging im Juni 1917 aus der Norwegian Lutheran Synod of America (der Majorität nach), der United Norwegian Lutheran Church und der Haugeſynode hervor. Im November 1918 folgte die United Lutheran Church of America, eine Vereinigung der Generalſynode, des General Council und der United Synod of the Ev. Luth. Church in the South. In den nächſten Tagen (11. und 12. Auguſt 1930) bildet ſich die American Lutheran Church, die ſich zuſammenſetzt aus der Ohio⸗, der Iowa⸗ und der Buffaloſynode. Die hierin vertretenen Körper gedenken dann einem noch größeren Bund von lutheriſchen Synoden beizutreten, nämlich der