# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S17 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1930. 17 der von Gott geforderten Annahme ſeines Wortes und damit auf der Lehre ſeines Wortes in dem Bekenntnis der Kirche. Das iſt nicht eine lutheriſche Sonderlehre, ſondern das iſt klare Rede des Wortes Gottes. Unſer Heiland ſpricht: „So ihr bleiben werdet an meiner Rede (ἐν τῷ λόγῳ τῷ ἐμῷ), ſo ſeid ihr meine rechten Jünger“, Joh. 8, 32. Er betet in ſeinem hoheprieſterlichen Gebet: „Heilige ſie in deiner Wahrheit; dein Wort iſt die Wahrheit“, Joh. 17, 17. Er be⸗ fiehlt ſeinen Jüngern noch in ſeinem letzten großen Miſſionsauftrag: „Gehet hin und lehret alle Völker und taufet ſie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geiſtes und lehret ſie halten alles, was ich euch befohlen habe“, Matth. 28, 19. 20. Chriſti eigene Stellung wird erſehen aus Matth. 5, 18: „Ihr ſollt nicht wähnen, daß ich kommen bin, das Geſetz oder die Propheten aufzulöſen. Ich bin nicht kommen, aufzulöſen, ſondern zu erfüllen. Denn ich ſage euch: Wahrlich, bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der kleinſte Buchſtabe noch ein Tüttel vom Geſetz, bis daß es alles geſchehe. Wer nun eins von dieſen kleinſten Geboten auflöſet und lehret die Leute alſo, der wird der Kleinſte heißen im Himmelreich.“ Vgl. Luk. 16, 17. Und daß dieſe Lehre das Bekenntnis von JEſu einſchließen muß, ergibt ſich aus Matth. 10, 32: „Wer mich bekennet vor den Menſchen, den will ich bekennen vor meinem himmliſchen Vater.“ — Mit dieſen For⸗ derungen JEſu ſtimmen die Berichte von der erſten Kirche und die Aus⸗ führungen der apoſtoliſchen Briefe überein. Apoſt. 2, 42: „Sie blieben aber beſtändig in der Apoſtel Lehre.“ Röm. 10, 10: „Denn ſo man von Herzen glaubet, ſo wird man gerecht; und ſo man mit dem Munde bekennet, ſo wird man ſelig.“ Dies Bekenntnis iſt nicht ein ungewiſſes Quantum, ſondern es iſt das Wort des Glaubens, das Paulus und ſeine Gehilfen predigten. Es iſt derſelbe Gedanke, den der Apoſtel Petrus 1 Petr. 1, 25 ausſpricht: „Des HErrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das iſt das Wort, das unter euch verkündiget iſt.“ 1 Tim. 4, 16 ſchreibt St. Paulus: „Hab acht auf dich ſelbſt und auf die Lehre; beharre in dieſen Stücken! Denn wo du ſolches tuſt, wirſt du dich ſelbſt ſelig machen und die dich hören.“ 2 Tim. 1, 13: „Halt an dem Vorbild der heilſamen Worte, die du von mir gehöret haſt, vom Glauben und von der Liebe in Chriſto JEſu!“ Vgl. 2 Tim. 1, 13; Tit. 1, 9; 2, 1. 7. Hebr. 4, 14: „Laſſet uns halten an dem Bekenntnis!“ Hebr. 10, 23: „Laſſet uns halten an dem Be⸗ kenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er iſt treu, der ſie verheißen hat.“ So ſtark iſt die Beweiskraft dieſer vielen Stellen, daß wir berechtigt ſind, die Worte von dem Zuſetzen zu dieſem Buch und von dem Abtun von dieſem Buch, Offenb. 22, 18. 19 (vgl. 5 Moſ. 4, 2; 12, 32) anzuwenden auf das ganze Bibelbuch mit allen ſeinen Lehren. Nur bei dem Prinzip der Annahme der ganzen Schrift mit allen ihren Lehren kann die Einigkeit im Geiſt beſtehen. Dieſer Punkt wird noch weiter beſtätigt durch die Verbote des HErrn auf dieſem Gebiete, durch ſeine Warnungen vor allen den⸗ jenigen, die auch nur im geringſten von den klaren Lehren der Schrift abweichen. „Sehet euch vor vor den falſchen Propheten!“ ſagt der Heiland Matth. 7, 15, womit er natürlich das Vorhandenſein von fal⸗ ſcher Lehre und falſchen Lehrern behauptet und vor beiden warnt. Röm. 16, 17: „Ich ermahne aber euch, liebe Brüder, daß ihr aufſehet auf die, die da Zertrennung und Ärgernis anrichten neben der Lehre, die ihr gelernet habt, und weichet von denſelbigen!“ 1 Tim. 6, 3. 4: „So jemand anders lehret und bleibet nicht bei den heil⸗