# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1930_S7 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1930. 7 Ihre praktiſche Bedeutung im Leben der Chriſten auf Erden: 1. Einheit des Geiſtes und Reinheit der Lehre bedingen ſich gegenſeitig und ebenſo 2. Einheit des Geiſtes und Reinheit des Wandels. „3. Wie ſoll die Bewahrung der Geiſteseinheit geſchehen? Bedeutung des Ausdrucks ‚Band des Friedens‘. 1. Nicht der innere Friede mit Gott, ſondern der äußere Friede der Chriſten untereinander, der ſie miteinander verbindet. 2. Dieſer Friede ſteht nicht im Gegenſatz gegen die Wahrheit des Evangeliums oder die Ruhe des Gewiſſens. — Der Friede wird erhalten durch Demut, Sanftmut, Geduld und gegenſeitiges Vertragen. Das alles läßt ſich nur durch die Kraft ausführen, die der HErr gibt durch ſein Evangelium.“ Für die Verſammlung der Synodalkonferenz im Jahre 1908 hatte wiederum D. F. Pieper von St. Louis Theſen geſtellt über „Das herr⸗ liche Gut der glaubensbrüderlichen Gemeinſchaft“. Die Theſen lauten ſo: „1. Alle Chriſten ſtehen in innerer, unſichtbarer Gemeinſchaft mit⸗ einander, weil ſie alleſamt durch Wirkung des Heiligen Geiſtes an Chriſtum als ihren Heiland glauben und durch dieſen Glauben mit Chriſto als dem einigen Haupt der Kirche und untereinander zu einem geiſtlichen Leibe verbunden ſind. In dieſer Gemeinſchaft ſtehen auch die Chriſten, welche ſich in irrgläubigen Kirchengemeinſchaften be⸗ finden (unitas ecclesiae interna sive fidei in Christum). „2. Es iſt Gottes Wille und Ordnung, daß die, welche in ihrem Herzen an Chriſtum glauben, auch in äußere, ſichtbare Ge⸗ meinſchaft miteinander treten, indem ſie vor allen Dingen zu Ortsgemeinden ſich verbinden, in welchen das Evangelium rein gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden, und darüber hinaus auch die Chriſten, die an andern Orten den rechten Glauben bekennen, als Glaubensbrüder anerkennen und behandeln (unitas ecclesiae externa sive professionis fidei). Zweck dieſer äußeren Gemeinſchaft iſt die Predigt des Evangeliums in der Welt, die Aus⸗ breitung der Kirche und die gegenſeitige Erquickung und Stärkung im Glauben. „3. Weil viele Chriſten aus Schwachheit in der Erkenntnis Chriſti Befehl, ſich nur zu ſeinem Wort zu halten, nicht gehorſam werden, ſondern wider Chriſti Verbot mit Irrlehrern Gemeinſchaft machen, ſo ſondern ſie ſich dadurch von der von Gott geordneten glaubensbrüder⸗ lichen Gemeinſchaft ab, und es kommt dieſe nur unter den Chriſten zur Betätigung, die ſich nach Chriſti Ordnung in der Kirche halten, das heißt, die reine Lehre des göttlichen Wortes bekennen und die Irrlehrer meiden. „4. Je trauriger es iſt, daß ſo viele Chriſten in irrgläubigen Lagern ſich aufhalten und dadurch Zertrennung und Ärgernis in der Kirche anrichten und aufrechterhalten helfen, um ſo eifriger und auf⸗ richtiger ſollen die Chriſten, welche durch Gottes Gnade im rechtgläu⸗ bigen Lager ſich befinden, glaubensbrüderliche Gemeinſchaft miteinander halten und alle Störung derſelben ſorgfältig meiden, Gott zu Ehren und der Welt und der Kirche zu höchſtem Nutzen.“ Für die Verſammlung der Synodalkonferenz vor ſechs Jahren, im Jahre 1924, hatte Prof. M. S. Sommer die Leitung der Lehrverhand⸗ lungen über das Thema „Die Einigkeit der chriſtlichen Kirche“ über⸗ nommen. Es lagen vier Theſen zur Beſprechung vor, nämlich: „1. Die innere geiſtliche Einigkeit der chriſtlichen Kirche beſteht in der Vereinigung eines jeden Chriſten mit Chriſto durch den Glauben, wodurch er ein Glied am Leibe Chriſti wird, an dem alle andern Chriſten