# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1928_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Verhandlungen der einunddreißigſten Verſammlung „Liebe Brüder und Schweſtern! „Nun ſchon fünfzig Jahre ſind wir, die Glieder in der Neger⸗ miſſion, die Empfänger Eurer Gaben, die Gegenſtände Eurer Liebe und Opfer geweſen. Und da wir nun unſer goldenes Jubiläum feiern, können wir nicht umhin, Euch herzlich zu danken, daß Ihr uns während dieſer fünfzig Jahre unterſtützt und unſere Laſten getragen habt. Wir danken Euch, daß Ihr die Miſſion unter unſerm Volke begonnen und uns das wahre Evangelium gebracht habt, das uns unterweiſt zur Seligkeit durch den Glauben an Chriſtum JEſum. Wir glauben nicht, daß dieſe Arbeit unbedacht unternommen wurde, ſondern daß Ihr, die Ihr das Evangelium in ſeiner Lauterkeit und Wahrheit habt, vom HErrn dazu bewogen wurdet, und daß Eure Herzen voll Liebe waren zu den aus der leiblichen Sklaverei befreiten Kindern Hams, die in geiſtlicher Unwiſſenheit und Finſternis lagen, im Aberglauben und Un⸗ glauben dahingingen, und Ihr ihnen daher den Weg zur Seligkeit zeigen wolltet. Daß dies Euer Beweggrund war, erhellt aus der Tatſache, daß Ihr die Miſſion unter den Negern dieſe vielen Jahre mit unab⸗ läſſiger Hingabe und Eifer betrieben habt. Wir ſind nicht uneingedenk der Arbeit und Opfer, die es gekoſtet hat, dieſes große Werk zu be⸗ treiben. Und wie können nun wir in der Negermiſſion alle Eure Wohl⸗ taten vergelten? Wir ſind Euch zu innigſtem Dank verpflichtet, und wir wollten, wir könnten Euch in irgendeiner Weiſe wiedervergelten, was Ihr an uns getan habt. Da wir aber keine Mittel dazu haben, bitten wir den HErrn, dem Himmel und Erde gehören, er wolle Euch reichlich mit ſeinem Segen überſchütten, im Leiblichen wie im Geiſtlichen. „Wir danken Euch für die weißen Arbeiter, die Ihr in unſere Miſſionsfelder geſtellt habt. Dieſe Männer haben mit großem Eifer gearbeitet, um den Negern das Wort Gottes in ſeiner Lauterkeit und Wahrheit zu bringen. Manche von ihnen haben ihr ganzes Leben in dieſer Arbeit zugebracht. Dies war ihrerſeits kein geringes Opfer, denn ſie waren tatſächlich von dem Umgang mit ihrem eigenen Volk ausgeſchloſſen. „Wiederum war es ein großes Opfer ſeitens der weißen Ge⸗ meinden, die ihre eigenen Kanzeln leer ſtehen ließen und uns geübte, gottesfürchtige Männer ſchickten, die ſie in ihrem eigenen Dienſt hätten gebrauchen können. Für dieſe geiſtlichen und leiblichen Opfer danken wir Euch. „Und was iſt der Erfolg Eurer Arbeit unter uns? Wir hören viele ſich ſo ausſprechen: ‚Hätte die Evangeliſch⸗Lutheriſche Synodal⸗ konferenz ſich unſers Volkes nicht angenommen, dann wäre ich und wären viele andere meiner Volksgenoſſen nicht ſelig geworden.‘ So viele Seelen, die in Finſternis und im Schatten des Todes ſaßen, in Unwiſſenheit und Aberglauben dahingingen, ſind zur ſeligmachenden Erkenntnis JEſu Chriſti gekommen durch das lautere Wort Gottes, das Ihr uns gebracht habt. „Die vollen Reſultate Eurer Arbeit werden in dieſer Welt nicht offenbart werden; aber das wiſſen wir, daß der, der verheißen hat, daß ſein Wort nicht leer zu ihm zurückkommen, ſondern ausrichten ſoll, wozu er es ſendet, die Predigt des Evangeliums unter den Negern reichlich geſegnet hat. „So vieler Blinden Augen ſind aufgetan worden und haben ein großes Licht geſehen. Wir danken Euch, daß Ihr uns dieſes Licht gebracht habt.“ Ein anderer unſerer farbigen Paſtoren, John Alſton, zeigt ſeinen lutheriſchen Volksgenoſſen, wie ſie ihren Dank mit der Tat beweiſen ſollen. Er ruft ihnen zu: