# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1928_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 42 Verhandlungen der einunddreißigſten Verſammlung ſagt: „Iſt jemand in Chriſto, ſo iſt er eine neue Kreatur.“ Das gilt auch von unſerm lutheriſchen Neger. Herz, Sinn, Mut, Gedanken, Worte und Werke ſind neu und anders geworden. Deshalb iſt auch die Sterberate unter unſern lutheriſchen Negern ſo auffallend ver⸗ ſchieden von der allgemeinen Sterberate der hieſigen Negerbevölkerung. Laut des letzten uns zu Gebote ſtehenden Berichts unſerer Landes⸗ regierung ſterben jährlich achtzehn aus je tauſend Negern. In unſerer lutheriſchen Negerkirche dagegen ſind letztes Jahr neun aus je tauſend geſtorben. Das iſt eine erſtaunlich niedrige Zahl. Und dieſe erſtaunlich niedrige Zahl zeigt, daß unſere lutheriſchen Neger doch ganz andere Leute ſind und ganz anders leben als ihre Volksgenoſſen. Wahrlich, unſere Arbeit iſt nicht vergeblich in dem HErrn! Fleißiger Abendmahlsgang. D. Luther ſagt in ſeiner Vorrede zum Kleinen Katechismus: „Wer das Sakrament nicht ſucht noch begehrt zum wenigſtens einmal oder vier des Jahres“, das heißt, zum wenigſten viermal des Jahres — at least some four times a year —, „da iſt zu beſorgen, daß er das Sakrament verachte und kein Chriſt ſei.“ Welcher Paſtor unſerer weißen Gemeinden würde ſich nicht hoch freuen, wenn ſeine Abendmahlberechtigten Glieder dies Ziel erreichten! Nun iſt aber Tatſache, daß unſere weißen Chriſten im Durchſchnitt nur zweimal des Jahres zum Tiſch des HErrn treten. Da wird nun wohl mancher denken und ſagen: „Die Vorfahren unſerer Neger waren ja keine Lutheraner, ſondern Sektenleute oder ganz kirchlos. Unſere Schwarzen gehören noch nicht ſo lange zur lutheriſchen Kirche als wir. Da wird es wohl kaum zu erwarten ſein, daß ſie fleißiger zum heiligen Abend⸗ mahl gehen als wir.“ Doch wer dieſen Schluß zieht, iſt im Irrtum, und zwar ganz gehörig. Unſere ſchwarzen Mitchriſten gehen durch⸗ ſchnittlich dreimal des Jahres zum Sakrament. In manchen Ge⸗ meinden genießen die konfirmierten Glieder im Durchſchnitt ſogar fünf⸗ und ſechsmal das heilige Abendmahl; einige ſtellen ſich ſogar jedesmal ein, wenn es gefeiert wird. Das erinnert an die erſte Zeit der neu⸗ teſtamentlichen Kirche. Wir wollten zuerſt nur über zwei erſtaunliche Rekords berichten, wollen jetzt aber noch einen hinzufügen: Die Beiträge unſerer Negerchriſten. Die im Bericht des Kaſſierers unſerer Miſſion aufgeführten Bei⸗ träge geben nicht alle Gaben an, die unſere lutheriſchen Negerchriſten beiſteuern. Es kommen noch Tauſende von Dollars hinzu, die ſie für Reparaturen, Licht, Feuer, Krankenunterſtützung armer Glieder uſw. aufbringen. In den erſten vier Jahrzehnten unſerer Miſſion waren die Bei⸗ träge verhältnismäßig gering; im letzten Jahrzehnt dagegen iſt ein höchſt erfreulicher Fortſchritt zu verzeichnen. Vor elf Jahren betrug die Geſamtſumme etwa $5,600, letztes Jahr hingegen etwa $39,600, eine Zunahme von $34,000. Unſere lutheriſchen Neger beſtreiten alſo trotz ihrer Armut über ein Sechſtel unſerer Jahresausgaben. Durch⸗ ſchnittlich gibt jedes konfirmierte Glied, ob jung oder alt, mehr als $11 im Jahre. Das iſt zum Verwundern, wenn man bedenkt, daß unſere lutheriſchen Negerchriſten keine reichen Bauern, keine wohl⸗ habenden Geſchäftsleute, keine Arbeiter mit großem Verdienſt ſind. Miſſionar G. M. Kramer in New Orleans, der am 18. Auguſt dieſes Jahres einundzwanzig Jahre im Dienſt unſerer Miſſion zuge⸗