# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1928_S39 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1928. 39 daher Lob, Ehre und Dank für Segen und Gedeihen, das er ſo reichlich zu dem Säen und Pflanzen unſerer lieben Miſſionare in Kirche und Schule gegeben hat! Die ſtatiſtiſche Angabe, daß die Seelenzahl jetzt um 969 größer iſt als vor zwei Jahren, gibt natürlich nicht den ganzen, vollen Segen an, den der HErr JEſus in dieſer Zeit durch unſere Miſſion geſtiftet hat. Der ſegnende Einfluß, der aus unſerer Miſſionsarbeit gefloſſen iſt, hat ſich auf weitere Tauſende, ja auf Zehntauſende erſtreckt. Da ſind die zirka 3,000 Schüler in den Miſſionsſchulen und Sonntagsſchulen, die ſich noch nicht der lutheriſchen Kirche angeſchloſſen haben, die aber von unſern Miſſionsarbeitern in Gottes Wort und Luthers Lehre unter⸗ richtet werden und dieſen köſtlichen Samen in Hunderte von Eltern⸗ häuſer tragen. Dazu kommen noch die fremden Beſucher in den Gottes⸗ dienſten ſowie die fremden Leute, die während der Woche von unſern Miſſionaren beſucht werden. So kann man getroſt annehmen, daß gegen fünfundzwanzigtauſend Neger direkt oder indirekt durch unſere Miſſion günſtig beeinflußt werden. Die Statiſtik kann nicht den vollen Segen unſerer Negermiſſion darſtellen. P. Georg A. Schmidt, der Superintendent unſers Miſſions⸗ feldes in Alabama, ſchreibt in ſeinem Bericht: „Vor etwa fünf Monaten hatte ich ein langes Geſpräch mit einem Mann, der nicht gliedlich zur lutheriſchen Kirche gehört. Er hat aber in den letzten paar Jahren unſere Gottesdienſte hier in Selma wiederholt beſucht. Er bekundete eine merkwürdige Bibelkenntnis und redete intelligent über geiſtliche Dinge. Er hatte eine klare Erkenntnis der Lehre von Sünde und Gnade. Auch eine richtige Auffaſſung anderer wichtigen Schriftlehren nahm ich bei ihm wahr. Ich fragte ihn daher: ‚Sagen Sie, woher haben Sie dieſe ſchöne Schriftkenntnis?‘ Er erwiderte: ‚Herr Paſtor, ich muß ehrlich geſtehen, daß ich dieſe wunderbaren Wahrheiten in der lutheriſchen Kirche gelernt habe.‘ Dieſer Mann iſt ein Führer in einer Sektenkirche, Chorleiter in einer hieſigen Kirche und predigt auch zu⸗ weilen in dieſer Kirche. So gibt es noch eine große Anzahl ähnlicher Fälle, über die man berichten könnte, Fälle, die zeigen, daß Hun⸗ derte von ſolchen, die nicht auf unſern Gemeinde⸗ liſten ſtehen, aber JEſum und ſeine rettende Liebe durch das herrliche Werk unſerer lutheriſchen Kirche hier im Schwarzen Gürtel kennengelernt haben. Die Ewigkeit allein wird es einſt offenbaren, wie Hunderte, die nie zu unſerer Kirche in Alabama gehört haben, dennoch mehr oder weniger durch ſie zur Erkenntnis Chriſti als des alleinigen Heilandes der Sünder ge⸗ kommen ſind.“ Neue Miſſionsſtationen. In dieſen beiden Berichtsjahren iſt die Miſſionsarbeit an folgenden ſechs Orten begonnen oder übernommen worden: 1. Ackerville, Wilcox Co., Ala.; 2. Maplesville, Chilton Co., Ala.; 3. Catherine, Wilcox Co., Ala.; 4. St. Philip's, St. Louis, Mo.; 5. Buffalo, N. Y.; 6. Cleve⸗ land, O. Die Miſſionsarbeit hätte noch an andern Stellen in Angriff genommen werden können. Es liegen zum Beiſpiel diesbezügliche Bitten vor aus Baltimore, New York und andern Orten. Wie die Arbeit an neuen Orten begonnen wird. Maplesville iſt ein Ort zwiſchen Selma und Birmingham. Letzten Herbſt fuhren Prof. Lynn, der Präſes unſers Alabama Luther College in Selma, und unſer junger Miſſionar Loyd Gauthreaux von Selma nach Birmingham, um eine Orgel zu kaufen. Unterwegs trafen ſie