# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1928_S38 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 38 Verhandlungen der einunddreißigſten Verſammlung als ſonſt jemand. Leider gelingt es ihnen zuweilen, dies oder jenes unſerer Glieder in ihr Logennetz zu locken und trotz aller Verſuche unſererſeits feſtzuhalten. „Welch ein Fluch ſind ſie doch für unſer armes Volk! Sie bringen es um ihr gutes Geld, halten es feſt in Armut und tragen ihm Lehren vor, die es in die Hölle führen. „Es iſt ein ſchwieriger, bitterer Kampf, den wir führen müſſen. Die Hinderniſſe ſcheinen zuweilen unüberwindlich zu ſein. Doch wir verzagen nicht. Wir fahren fort, mit dem Schwert des Geiſtes, dem Worte Gottes, dieſem Feinde Chriſti und ſeiner Kirche entgegenzutreten, und ſind gewiß, daß wir mit Gott doch endlich gewinnen und den Sieg behalten.“ Gott gibt unſern Miſſionaren hie und da erfreuliche Siege. Aber Tatſache iſt und bleibt, daß das Logenweſen ein großes Hindernis bildet. 5. Endlich nennen wir das Nomadenleben der Neger als ein Hindernis. Ungünſtige örtliche Verhältniſſe, das Suchen nach Arbeit und Verdienſt, veranlaſſen viele unſerer Glieder, die ja meiſtens kein eigenes Heim beſitzen, bald hierhin, bald dorthin zu ziehen. Wir haben in den Vierteljahrsberichten dieſe zwei Abteilungen: “Losses by Re- moval to Parts Unknown” und “Number of Members Temporarily Absent” („Verluſte durch Wegzug in unbekannte Gegenden“ und „Zahl der Glieder, die zeitweilig abweſend ſind“). In der zweiten Rubrik ſtehen oft verhältnismäßig große Zahlen. In einer Gemeinde ſind 20 aus 139 Seelen abweſend, in einer andern Gemeinde 43 aus 125 Seelen, in einer dritten 11 aus 53, in einer vierten 10 aus 43, in einer fünften 14 aus 30 Seelen uſw. Weil die „zeitweilig Abweſenden“ dann noch oft ihre Adreſſe verändern, verliert man ſchließlich wohl ganz die Verbindung mit ihnen. So muß keine kleine Zahl von der Liſte mancher Miſſionsſtation geſtrichen werden. Das ſind ſo die beſonderen Hinderniſſe, mit denen unſere Miſſion zu kämpfen hat. Wer dieſe Hinderniſſe einigermaßen würdigt, wird ohne Zweifel denken: „In dieſer Negermiſſion iſt gewiß kein großer Erfolg zu erwarten.“ Doch wir müſſen hier die Miſſionsverheißung des HErrn nicht vergeſſen: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Dieſe herrliche Verheißung verbürgt uns den Erfolg auch dieſer Miſſion. Erfolge. Der HErr JEſus iſt laut ſeiner Verheißung auch in dem verfloſſe⸗ nen Biennium (1926 bis 1928) bei unſern lieben Miſſionaren geweſen und hat durch ihren treuen Dienſt eine ſchöne Zahl zu Jüngern gemacht. Vor zwei Jahren belief ſich die Zahl der Seelen oder getauften Glieder, die unter der Pflege unſerer Miſſionare ſtanden, auf 4,917. Heute dagegen beträgt die Seelenzahl 5,885. Das bedeutet eine Nettozunahme von 969 Seelen in dieſen zwei Jahren. Dies iſt bei weitem die größte Zunahme, die in einem ſolchen Zeitraum in der Geſchichte unſerer Negermiſſion je zu verzeichnen geweſen iſt. In Prozenten angegeben, betrug das Wachstum in dieſen zwei Jahren 19³⁄₁₀ Prozent. Was dieſe Zunahme von 19 Prozent bedeutet, werden wir beſſer verſtehen, wenn wir einen Vergleich mit einer unſerer Synoden anſtellen. Unſere Miſ⸗ ſouriſynode hatte in den zwei letzten Jahren eine Zunahme von 22,945 Seelen oder ein Wachstum von 2¹⁄₁₀ Prozent. Aus dem erfreulichen Erfolg unſerer Negermiſſion iſt doch klar erſichtlich, daß der erhöhte HErr JEſus bei unſern Miſſionaren geweſen iſt und daß er ſich ſtark zu dieſer von vielen Menſchen verachteten Arbeit bekennt. Ihm ſei