# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1928_S28 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 28 Verhandlungen der einunddreißigſten Verſammlung iſt, weil ihm ein immerwährendes Hoheprieſtertum eignet, deshalb iſt nun auch die Erlöſung oder die Verſöhnung, die er vollbracht hat, von ewiger Geltung. Weil JEſus ein unvergängliches Prieſtertum hat, ſo ſagt der Hebräerbrief, kann er auch ſelig machen immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebet immerdar und bittet für ſie. Darauf, daß Chriſtus für uns betet, wollen wir in unſerer letzten Theſe ein⸗ gehen. Hier ſei nur auf den Zuſammenhang zwiſchen ſeinem ewigen Hoheprieſteramt und der ewigen Verſöhnung, die er vollbracht hat, hin⸗ gewieſen. Chriſtus, heißt es Hebr. 9, 12, „iſt einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlöſung erfunden“; und wiederum Kap. 10, 12: „Dieſer aber, da er hat ein Opfer für die Sünden geopfert, das ewiglich gilt, ſitzt er nun zur Rechten Gottes.“ „Ewig“: das Wort ſteht an ſeiner Amtsperſon, es ſteht auch an ſeinem Werk. Inwiefern folgt das eine aus dem andern? Es iſt das unſchwer zu ſehen. JEſu ewiges Hoheprieſtertum beruht auf ſeiner Gottheit. Weil er wahrer Gott iſt, deshalb bleibt er auch ewig in dieſem Amte. Seine wahre Gottheit verbürgt nun aber auch, daß ſein Werk für alle Zeiten genügt. Weil er Gott ſelbſt iſt, deshalb konnte er mit einem Opfer in Ewigkeit vollenden, die geheiligt werden, Hebr. 10, 14. O ihr Sünder, ſammelt euch mit Freuden um das Fluchholz auf Golgatha! Dort hängt euer einziger Hoherprieſter, aber auch euer wahrer, rechter, ewiger, euch auf immer mit Gott verſöhnender Hoherprieſter. Bei ihm ſucht Hilfe in eurer Not, ſo iſt euch geholfen in Zeit und in Ewigkeit. Anmerkung. Das Folgende konnte aus Mangel an Zeit nicht verleſen werden, wird aber auf Beſchluß der Vollſtändigkeit wegen hier mitgedruckt. VII. Bei dieſer Theſe gehen wir auf die Frage ein, wer des Segens, den das Werk unſers Hohenprieſters bereitet hat, teilhaftig wird, und wie dies geſchieht. Wir haben geſehen, JEſus iſt in den Tod gegangen, um Gott mit uns zu verſöhnen. Wir haben auch geſehen, daß er ſeinen Plan hinausgeführt, nämlich den Zorn Gottes geſühnt und uns die göttliche Vergebung erworben hat. Ein Punkt, der nun näher erörtert werden muß, iſt die Frage: Wer iſt es, für den Chriſtus Verſöhnung mit Gott bewirkt hat? Johannes ſagt: „Chriſtus iſt die Verſöhnung für unſere Sünde; nicht allein aber für die unſere, ſondern auch für der ganzen Welt.“ Und nachdem Paulus geſagt hat, daß uns Gott mit ſich ſelber verſöhnt hat durch JEſum Chriſtum, ſetzt er hinzu: „Gott war in Chriſto und verſöhnte die Welt mit ihm ſelber.“ Beide Schreiber ſagen einmal, Gott iſt mit uns, das heißt, mit uns Chriſten, ausgeſöhnt durch JEſu Werk. Sie fügen aber auch gleich hinzu: Gott iſt ausgeſöhnt mit der Welt. So bezeugen ſie uns zunächſt, daß Chriſtus die Verſöhnung für uns, die Gläubigen, vollbracht hat. Das iſt ein kleiner Kreis, den ſie da ziehen. Dann aber machen ſie gleich einen Zuſatz. Niemand ſoll denken, daß das, was ſie ſagen, auf den kleinen Kreis beſchränkt ſei. Sie ziehen einen zweiten Kreis, und den machen ſie groß, ſehr groß, ſo daß er ſowohl den kleineren Kreis als auch alle andern Menſchen umfaßt. Sollte aber irgend jemand über den Inhalt des Wortes „Welt“, den beide Apoſtel gebrauchen, im Zweifel ſein, dann können wir ihn auf die Sprüche hinweiſen, in denen die Schrift ſelbſt in noch andern Worten angibt, für wen das Verſöhnungswerk JEſu geſchehen iſt, Sprüche, die alſo einen Kommentar zu den angeführten Worten des Paulus und des Johannes bilden. Jeſaias ruft Kap. 53, 6 aus: „Der HErr warf