# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S27 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1926. 27 hat, konnte nicht benutzt werden, weil jener Stadtteil inzwiſchen etwas „weiß“ geworden iſt. So wurden im nordöſtlichen Selma 13 Acker gekauft. Darauf ſtand ein Framegebäude, das als Wohngebäude für die 13 Knaben benutzt wird. Die Grundſtücke ſowie das Lehrgebäude und das Wohngebäude (dormitory) haben insgeſamt $48,948.92 ge⸗ koſtet. Das überſteigt die vor zwei Jahren angeſetzte Summe von $20,000 bei weitem. Daß aber nicht zu groß gebaut wurde, iſt daraus erſichtlich, daß ein Anbau für einen weiteren Lehrſaal nötig gewor⸗ den iſt. Dieſer wird etwa $6,000 koſten. Man begehrt auch ein weiteres Wohngebäude. Aber die Kommiſſion hat geantwortet, daß man einſtweilen zufrieden ſein müſſe. $20,000 wurden vor zwei Jahren begehrt für Bauten; die Kinder des Atlantiſchen, Öſtlichen, Colorado⸗, Michigan⸗, Nord⸗ und Süd⸗Wisconſin⸗, Südlichen und South Dakota⸗Diſtrikts ſowie andere Freunde haben aber $26,845 gegeben. Einzelheiten. 1. Goldenes Jubiläum der Negermiſſion. Auf ihrer ſechſten Verſammlung im Jahre 1877 in der Emanuelskirche in Fort Wayne faßte die Synodalkonferenz einſtimmig und mit Freuden den Beſchluß, „eine Heidenmiſſion, und zwar für jetzt unter den heid⸗ niſchen oder doch religiös verwahrloſten und verlaſſenen Negern dieſes Landes, anzufangen und zu betreiben“. So kann dieſe Miſſion nächſtes Jahr ihr fünfzigjähriges Beſtehen feiern. Dies Ereignis ſollte nicht nur in unſern Negergemeinden, ſondern in allen Gemeinden unſerer großen Synodalkonferenz nächſtes Jahr auf gebührende Weiſe gefeiert werden. Die Kommiſſion hat ein Komitee eingeſetzt, beſtehend aus Vizepräſes F. J. Lankenau und dem Schreiber, das Pläne für eine paſſende allgemeine Feier ausgearbeitet hat und dieſe der Konferenz vorlegen kann. Es ſoll auch eine Geſchichte der Negermiſſion geſchrie⸗ ben werden. 2. Miſſion in Afrika. Unſere Negerchriſten haben unſern Heidenchriſten in China und in Indien je eine Kapelle geſchenkt. Sie haben alſo auch ein warmes Herz für die Miſſion unter den blinden Heiden. Auf ihrer zweiten Allgemeinen Konferenz, die letzten Auguſt in Concord, N. C., gehalten wurde, haben die Vertreter unſerer Neger⸗ gemeinden einſtimmig und mit großer Begeiſterung beſchloſſen, ihre Miſſionskommiſſion zu bitten, der Synodalkonferenz ihren Wunſch, daß ſie eine Miſſion in Afrika beginnen möge, vorzulegen. Das geſchieht hiermit. Um zu zeigen, daß ihr Wunſch ernſtlich gemeint iſt, haben ſie auch eine Kollekte für die Miſſion in Afrika erhoben. Die Summe iſt noch nicht bekannt; ſie wird der Synodalkonferenz mündlich genannt werden. 3. Die zweite Allgemeine Konferenz unſerer Miſ⸗ ſionare und Gemeindevertreter, die vom 12. bis zum 17. Auguſt 1925 in der Gemeinde Miſſionar Melvin Holſtens zu Concord, N. C., abge⸗ halten wurde, war eine ſchöne, von Gott geſegnete Verſammlung. Dieſe Konferenzen, die alle zwei Jahre gehalten werden, ſind eine gute Vorſchule für eine künftige Synode. Die nächſte Konferenz im kom⸗ menden Jahr wird eine Jubelkonferenz ſein und ſich in Selma, Ala., verſammeln. 4. Beiträge unſerer Negerchriſten. Unſere lutheri⸗ ſchen Negerchriſten ſind keine reichen Bauern, keine wohlhabenden Ge⸗ ſchäftsleute, keine Arbeiter mit großem Verdienſt. Sie ſind zumeiſt arme Dienſtboten und Kleinpächter. Und doch haben ſie letztes Jahr