# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S20 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 20 Verhandlungen der dreißigſten Verſammlung Drewes: ‚Oh, du haſt die Hunde hier zum Schutz.‘ ‚Ja; und Gott ſchützt mich auch!‘ erwiderte das Kind. Wenn man bedenkt, daß das Haus am Ufer des Alabamafluſſes ſteht, fern von Hilfe, menſchlicher Hilfe; und wenn man ferner bedenkt, daß viele Neger leicht erſchrecken und abergläubiſch ſind, ſo läßt dieſe Antwort dieſes lutheriſchen Neger⸗ kindes leicht erkennen, welch heilſamen Einfluß die Arbeit unſerer Miſ⸗ ſionsſchule ausübt. Gott ſegne unſere Schulen und ihre Schüler!“ 44. Mount Olive, Tinela, Monroe Co. (Landgemeinde. Ge⸗ gründet 1916. Miſſionar: W. F. Carlſon, ſeit Juli 1923.) Es iſt wohl keine unſerer Gemeinden in Alabama ſo langſam gewachſen wie dieſe; aber das Wachstum war ſolide. Die Seelenzahl beträgt 95 (Zu⸗ nahme: 26); von dieſen ſind 50 Abendmahlsberechtigte und 11 Stimm⸗ berechtigte. 45. Mount Calvary, Tilden, Dallas Co. (Landgemeinde. Gegründet 1916. Miſſionar: John Thompſon, ſeit dem 2. Auguſt 1925.) Miſſionar Thompſon war früher Lehrer. Er ſtudierte pri⸗ vatim Theologie und beſtand dann ein befriedigendes Examen. Er be⸗ dient auch die etwa zehn Meilen von Tilden entfernte Gemeinde bei Ingomar und hält auch Schule zu Tilden. Zwei Lehrerinnen helfen in der Schule, die von 113 Kindern beſucht wird. Nach innerer und äußerer Unruhe herrſcht jetzt wieder Frieden, und die Gemeinde wächſt wieder allmählich. Sie hat 68 Seelen (Zunahme: 15), von denen 44 konfirmierte und 10 ſtimmberechtigte Glieder ſind. Die Abend⸗ mahlsberechtigten ſind in der erſten Hälfte dieſes Jahres durchſchnitt⸗ lich dreimal zum Tiſch des HErrn getreten. 46. Grace, Ingomar, Dallas Co. (Landgemeinde. Ge⸗ gründet 1919. Miſſionar: John Thompſon, ſeit dem 2. Auguſt 1925.) Ingomar iſt eine Gegend am Alabamafluß. Die nächſte Eiſenbahn iſt achtzehn Meilen entfernt. Im Umkreis von fünf Meilen wohnen nur zwei weiße Familien. Es iſt alſo ein kleines Afrika. Hunderte von Schwarzen leben hier ohne jegliche Kenntnis der Gnade Gottes in Chriſto JEſu. Hier findet ſich alſo ein enormes Miſſionsfeld. Zwar fehlt es nicht an ſogenannten Predigern. Faſt jedes männliche Glied der Ingomargegend iſt ein „preacher“. Nachdem wir dort fünf Jahre gearbeitet hatten, ſagte Superintendent Schmidt in einer Verſammlung zu den Leuten: „Unſere lutheriſche Kirche hat die rettende Hand nach euch ausgeſtreckt, um euch aus eurer Unwiſſenheit zu retten; aber ihr wollt die Hand nicht ergreifen.“ Die Leute waren ſichtlich bewegt und baten ihn, die Arbeit nicht einzuſtellen. Da ſtand ein Prediger auf und ſprach: „Ich werde ausfinden, ob die lutheriſche Kirche die rechte Kirche iſt, denn Gott wird es mir dieſe Nacht im Traum ſagen.“ Unſer lieber Superintendent, der dieſe Negerprediger zur Genüge kennt, ſagt: „Dieſem Prediger hätte natürlich geträumt, daß die lutheriſche Kirche nicht die wahre Kirche ſei, und dann hätte er den Traum weit und breit bekanntgemacht; ſo ſprach ich zu ihm: ‚Wenn dir träumt, daß die lutheriſche Kirche die wahre Kirche iſt, dann iſt der Traum von Gott; wenn dir aber anders träumt, dann iſt der Traum vom Teufel.‘ Doch die Prediger haben die armen Leute bei Ingomar ſo lange betrogen und irregeführt, daß es für unſere Kirche ſchwierig iſt, Fuß zu faſſen. Dazu kommt, daß wir kein eigenes Gebäude hatten. Unter dieſen Umſtänden iſt es leicht verſtändlich, daß wir eine ſchwere Aufgabe hatten, die Mauern Zions bei Ingomar zu bauen.“ Unſere Kinder im Nord⸗ Nebraska⸗Diſtrikt ſollten $1,000 aufbringen für eine Kirche und Schule bei Ingomar; ſie haben aber in ihrem löblichen Eifer $1,774.89 ihrem