# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S17 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1926. 17 „Im Aufblick zu dem, der uns in dieſen zehn Jahren ſo gnädig und reichlich geſegnet hat, ſchütten wir unſere dankbaren Herzen vor ihm aus und blicken in die Zukunft in fröhlicher Hoffnung auf eine reiche Ernte, während die Schatten ſich längern in dieſen letzten Tagen der Welt.“ 34. Christ, Roſebud, Wilcox Co. (Landgemeinde. Gegrün⸗ det 1916. Miſſionar: Charles Peay, ſeit September 1921.) Hier wurde unſere Arbeit in Alabama im Januar 1916 begonnen. Dieſe Gemeinde iſt unſere erſte und iſt auch unſere größte im Schwarzen Gürtel Alabamas. Sie zählt 184 Seelen, 113 Abendmahlsberechtigte und 20 Stimmberechtigte. Seit P. Peay im Norden Vorträge hält im Intereſſe unſers Negercolleges in Greensboro, N. C., bedient Super⸗ intendent Schmidt * dieſe und die beiden andern Stationen P. Peays: Oak Hill und Hamburg. Hören wir, was unſer Superintendent über dieſe drei Stationen ſagt: „In dieſen drei Gemeinden haben wir 348 Seelen, von denen 218 konfirmierte Glieder ſind. Die Gottesdienſte werden im Durchſchnitt von etwa 225 Perſonen beſucht. Die Zahl der Gäſte am Tiſch des HErrn iſt erſtaunlich. In den erſten ſechs Monaten des gegenwärtigen Jahres ſind nicht weniger als 578 Gäſte erſchienen, das heißt, jedes konfirmierte Glied iſt durchſchnittlich öfter als zweimal im halben Jahr zum heiligen Abendmahl gekommen. Haben wir inner⸗ halb unſerer Synodalkonferenz irgendeine weiße Gemeinde, die einen ſolchen Rekord aufweiſen kann? Und die Beiträge? Auch hier finden wir, daß das geiſtliche Leben der betreffenden drei Gemeinden geſund iſt. Dieſe drei Gemeinden haben nämlich in der erſten Hälfte des laufenden Jahres $768.72 aufgebracht, eine Zunahme von $342.50 im Vergleich mit den erſten ſechs Monaten des Jahres 1925. Jedes konfirmierte Glied, einſchließlich der jungen Knaben und Mädchen wie der ganz alten ‚Onkel‘ und ‚Tanten‘: jedes konfirmierte Glied hat durchſchnittlich 60 Cents den Monat für kirchliche Zwecke gegeben. Wenn wir bedenken, daß die Neger im Schwarzen Gürtel zu den Ärmſten unter den Armen gehören; wenn wir ferner bedenken, daß viele der konfirmierten Glieder ſehr junge Leute ſind; und wenn wir endlich bedenken, daß bis zu ſechs und ſieben aus einem Hauſe kom⸗ men, dann müſſen wir bekennen, daß wir in dieſen Gaben dieſer Armen ein herrliches Beiſpiel der Liebe zum Heiland und ſeiner Kirche haben! „In den Schulen dieſer drei Gemeinden werden 202 Schüler von fünf Lehrern unterrichtet. Man kann ſich kaum vorſtellen, welche Ströme des Segens aus dieſen Schulen in die geiſtliche Dürre der Negerhütten im Schwarzen Gürtel fließen. Ein Beiſpiel möge dies zeigen: Vor einiger Zeit beſuchte ich eine alte ‘mammy’, ein Glied unſerer Gemeinde zu Oak Hill. Wegen ihres hohen Alters kann ſie die Kirche nicht mehr beſuchen. Ihr Augenlicht iſt ſchlecht, ihr Gehör noch ſchlechter. Als ich ihr in ihrem cabin Privatkommunion erteilen wollte, las ich ihr erſt den Liedervers vor: ‘Chief of Sinners though I Be’. Nach der Abendmahlsfeier bat mich das Großmütterchen, das Geſangbuch dazulaſſen. „Kannſt du auch leſen?‘ fragte ich. Nein, ſie konnte nicht leſen. Später erfuhr ich, daß ihr Großkind jeden Morgen durch den Wald gelaufen kam auf dem Pfad, der zur Tür der Groß⸗ mutter führt. Und was tat das Kind da? Es ſetzte ſich nieder und las der Großmutter vor aus der Bibliſchen Geſchichte und dem Geſangbuch. Das Kind iſt nur acht Jahre alt. So bringen unſere Schulkinder ihren Eltern und ſonſtigen Verwandten die frohe Botſchaft des Heils in Chriſto. In unſern Miſſionsſchulen lernen Hunderte von kleinen