# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S16 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 16 Verhandlungen der dreißigſten Verſammlung die Kinder der Miſſouriſynode in Oregon, Waſhington und North Dakota $1,036.48 geſammelt. Es iſt der Kommiſſion geraten worden, das gegenwärtige Gebäude (Kirche und Schule unter einem Dach) ausſchließlich für Schulzwecke zu gebrauchen und eine neue Kirche etwas weiter in die Stadt hinein zu bauen. Das würde etwa $10,000 koſten. Für Schulzwecke iſt das jetzige Gebäude ideal gelegen. — In Greer, achtzehn Meilen weſtlich von Spartanburg, wurde die junge Station im Jahre 1925 geſchloſſen. Das Alabamagebiet. Im Schwarzen Gürtel Alabamas befindet ſich unſer jüngſtes, aber hoffnungsvollſtes und größtes Gebiet. Die Arbeit wurde hier erſt im Januar 1916 begonnen. Superintendent Georg A. Schmidt ſagt in ſeinem Bericht: „Dies Jahr feiert das Alabamafeld ſeinen zehnten Geburtstag. Das Feld beging dies zehnjährige Jubiläum der Predigt des reinen Evangeliums auf gebührende Weiſe um die Oſterzeit. Die Feſtkollekte ergab die Summe von mehr als $700. Mit dieſem Geld und den $300, die noch hinzugefügt werden ſollen, ſoll der jungen Schweſtergemeinde zu Camden in Wilcox County eine Kirche und Schule erbaut werden. Man ſchätzt die Zahl der Neger, die den Feſtverſammlungen beiwohnten, auf mehr denn 5,000. „Das erſtaunliche Wachstum unſerer lutheriſchen Negerkirche auf dieſem Miſſionsfeld iſt wohl ohnegleichen in der Geſchichte unſerer luthe⸗ riſchen Miſſionen. Und wenn man dabei bedenkt, daß dies Wachstum trotz bitterer Oppoſition mancherorts, trotz der allgemeinen Unwiſſenheit der Leute und dergleichen geſchah, ſo hat man hier einen klaren Beweis für die Wahrheit der Pſalmworte: ‚Das iſt vom HErrn geſchehen und iſt ein Wunder vor unſern Augen!‘ „Heute, nach nur zehn Jahren, haben wir hier 23 organiſierte Gemeinden ſowie 3 Predigtplätze und 1 höhere Lehranſtalt zur Aus⸗ bildung von Lehrerinnen in der Stadt Selma. Auf dem Alabamafeld wirken 28 farbige Lehrerinnen, 10 farbige Lehrer, 6 farbige Paſtoren, 1 weißer Lehrer (Gehilfe des Superintendenten) und 4 weiße Paſtoren, insgeſamt 49 Arbeiter. Dieſe bedienen 1,687 Seelen (Zunahme: 428). Von dieſen ſind 954 konfirmierte Glieder und 233 ſtimmberechtigte Glieder. Die Miſſionsſchulen werden von ungefähr 1,500 Schülern beſucht. „Die Zahl der Abendmahlsgäſte war in der erſten Hälfte des gegenwärtigen Jahres genau 2,000. Das bedeutet alſo, daß jedes kon⸗ firmierte Glied in ſechs Monaten durchſchnittlich zweimal zum Tiſch des HErrn gekommen iſt. „Wer könnte den Segen ermeſſen, der ſich über die geiſtlich und auch ſonſt bankrotten Plantagen des Südens ergießt, wo die elenden Negerhütten ſtehen und wo unſere lutheriſche Kirche unter jung und alt arbeitet? Und die Arbeit iſt noch längſt nicht beendet. Rührende Bitten: ‚Kommt herüber und helft uns!‘ dringen fortwährend an unſer Ohr. Wir müſſen jedoch leider oft antworten: ‚Wir können nicht zu euch kommen; wir haben nicht genug Arbeiter. Ihr müßt warten.‘ „Die Möglichkeiten, daß unſere farbige lutheriſche Kirche ſich aus⸗ breite, ſind nur durch die Zahl der Männer und anderer Mittel be⸗ grenzt. Wir haben in dieſen zehn Jahren nur die Oberfläche des Bodens in Alabama ein bißchen berührt. Auch in Florida, in Georgia, in Miſ⸗ ſiſſippi rufen Zehntauſende ſtumm in ihrem Elend: ‚Kommt herüber und helft uns!‘