# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S13 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1926. 13 Ein altes Glied, Moſes Ruſſell, erklärte: „Ich bin ſtolz auf meine Kirche; denn ich weiß, Gottes Wort wird hier gepredigt.“ „Ich habe ſeit Jahren verſchiedene Kirchen beſucht; jetzt bin ich ein Lutheraner. Und dies iſt die beſte Kirche, zu der ich je gehört habe.“ So ſprach ein Dritter. Noch ein anderer ſagte: „Ich gehöre ſchon über vierzehn Jahre zur lutheriſchen Kirche, und ich weiß, die Lehre iſt recht. Die Gemeinde⸗ arbeit geht fein voran, und wir leben in Liebe und Eintracht zuſammen im Dienſte des HErrn.“ Ein Beſucher äußerte ſich alſo: „Ich gehöre nicht zu dieſer Ge⸗ meinde, aber ich komme hier ſehr oft zur Kirche, weil ich hier Gewinn habe für meine Seele. Je öfter ich komme, deſto lieber habe ich dieſe Kirche. Alle meine Kinder, mit nur einer Ausnahme, ſind Glieder dieſer Gemeinde, und ich gehe ernſtlich mit dem Gedanken um, mich ihr auch gliedlich anzuſchließen. Es gefällt mir hier, weil das Wort Gottes hier ſo klar ausgelegt wird.“ Auch einige Frauen ſprachen ihre Meinung aus. Frau Zula Parks ſagte: „Ich gehöre zu dieſer Gemeinde, ſeit ich ein kleines Mädchen war. Ich liebe meine Kirche, weil wir hier Gottes Wort lauter und rein haben. Wir verſuchen auch, das Wort, das uns ge⸗ predigt wird, zu bewahren und danach zu leben.“ „Wir haben das Wort Gottes rein“, ſagte eine andere. „Und unſere Kinder werden darin in der Schule ſo ſchön unterrichtet! Für dies ſüße, reine Evangelium von Chriſto, unſerm Heilande, danken wir Gott und unſerer Miſſionskommiſſion. Daß wir es hochſchätzen, zeigen wir damit, daß wir kommen und es hören.“ Ja, dieſe farbigen Chriſten haben ihre lutheriſche Kirche wirklich lieb und wert. Laßt uns von ihnen lernen! 19. St. John's, Salisbury. (Gegründet im Auguſt 1895. Miſſionar: Carrington March, ſeit Juni 1923.) Auf dieſem harten Poſten iſt die Seelenzahl wieder um ein geringes geſtiegen: von 37 auf 39. Der Umſtand, daß 35 Perſonen im Durchſchnitt den Sonn⸗ tagsgottesdienſt beſuchen, berechtigt etwas zu einer Hoffnung auf beſſere Zeiten. Die Kirche iſt letztes Jahr angeſtrichen und repariert worden und ſieht wieder gut aus. Die Männer der Gemeinde haben eine nette Fenz vor der Kirche errichtet. 20. Bethel, Conover. (Gegründet 1895. Miſſionar: C. March, ſeit Januar 1924.) 7 Seelen, 2 Abendmahlsberechtigte, 13 Schüler der Sonntagsſchule. Der Sonntagsgottesdienſt wird durchſchnittlich von 28 Perſonen beſucht, der Wochengottesdienſt am Abend von 22. 21. Mount Olive, Catawba. (Landgemeinde. Gegründet 1902. Miſſionar: C. March, ſeit Januar 1924.) Seelen: 17 (Zu⸗ nahme: 2). Auch dieſe Gemeinde war, wie die Gemeinde zu Conover, immer klein und wird es auch wohl bleiben. Im April vorigen Jahres verlor ſie ihr älteſtes und treueſtes Glied: die gute, gottſelige Sophronia Hull. Sie war zeitlebens eine Lutheranerin, obwohl ſie ſchon im Jahr 1845 geboren wurde. Sophronia wurde als Sklavin inmitten einer lutheriſchen Familie namens Smith bei Conover geboren und bald nach ihrer Geburt in der weißen lutheriſchen St. Johanniskirche von P. Adam Smith getauft. Als ſie dann etwa fünfzehn Jahre alt war, wurde ſie in der St. Johanniskirche mit einigen andern Negerkindern von P. Poly⸗ karp Henkel konfirmiert. Sie kannte die Lehren ihrer Kirche. Wenn man ihr Haus betrat, ſah man ſofort auf dem kleinen Tiſch im Vorder⸗ zimmer das Konkordienbuch, das die Bekenntniſſe der lutheriſchen Kirche