# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S10 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 10 Verhandlungen der dreißigſten Verſammlung Er trat das neue Amt gleich nach Schluß des Schuljahres im Immanuel⸗ College an. Es dauerte nicht lange, da wurde es ſchon klar, daß man keinen Fehlgriff getan hatte. Neues Leben zeigte ſich auf dieſem Ge⸗ biet. Am 12. Februar dieſes Jahres wurden alle Paſtoren und Pro⸗ feſſoren auf dem ganzen Gebiet zu einer Konferenz in Greensboro zu⸗ ſammengerufen. Hier beſprachen wir jede Miſſionsſtation im einzelnen. Eine begeiſterte Vorwärtsbewegung auf dem ganzen Gebiet wurde ge⸗ plant. Doch der Menſch denkt, und Gott lenkt. Nachdem unſer lieber Superintendent nur wenige Wochen gearbeitet hatte, ſpannte ihn Gott von der harten Arbeit aus. Nach kurzer Krankheit ſtarb unſer lieber Mitarbeiter am 26. März im Hoſpital zu Greensboro. Sein Lebens⸗ lauf iſt in der Mainummer der „Miſſionstaube“ beſchrieben. Der Verſtorbene hat unſerer Negermiſſion ſiebenundzwanzig Jahre treu ge⸗ dient als Miſſionar, Profeſſor, Direktor der Anſtalt in Greensboro und als Superintendent und iſt es wohl wert, daß ihm im gedruckten Bericht der Synodalkonferenz ein Denkſtein geſetzt werde. In der Plenarſitzung der Miſſionskommiſſion, die am 21. und 22. April dieſes Jahres gehalten wurde und der auch Vizepräſes Lan⸗ kenau beiwohnte, wurde P. Frank D. Alſton von Charlotte, N. C., als Superintendent der farbigen Paſtoren und deren Stationen erwählt. Das College in Greensboro ſowie die Stationen in Philadelphia, Me⸗ herrin, Concord, Shankletown, Rocks, Rockwell und Gold Hill und deren Paſtoren und Lehrer bleiben unter der direkten Aufſicht des Miſſions⸗ direktors. Der Umſtand, daß unſere Miſſion nun bald fünfzig Jahre alt iſt, ſowie andere Umſtände ließen es als gut und weiſe erſcheinen, einen erprobten und zuverläſſigen farbigen Paſtor als Superinten⸗ denten zu erwählen. Wir verſprechen uns Segen und Erfolg von dieſer neuen Einrichtung. 10. Grace, Concord, N. C. (Gegründet 1891. Miſſionar: Melvin Holſten,* ſeit dem 16. September 1923.) Die Zahl der Seelen iſt in zwei Jahren von 208 auf 230 geſtiegen. Die Gemeinde hat 31 ſtimmberechtigte Glieder, mehr als irgendeine andere Gemeinde. Sie hat einige ihrer alten Glieder durch den Tod verloren, unter ihnen James Spencer, der ſein Alter auf etwa 123 Jahre gebracht hat. „Onkel“ Jimmy war ein treues Glied der lutheriſchen Kirche und be⸗ ſuchte die Gottesdienſte, wenn ſein körperlicher Zuſtand es erlaubte. Sein Seelſorger, P. Holſten, beſuchte ihn fleißig im Hauſe ſeiner Toch⸗ ter, die ihn treulich pflegte. Eine Woche vor ſeinem Ende klagte er ſeinem Paſtor: „Ich fürchte, ich vergeſſe alles, was ich einſt wußte. Aber eins habe ich nicht vergeſſen: daß JEſus mich erlöſt hat, und daß ich ſelig werde, wenn ich an ihn glaube.“ — Wie „Onkel“ Jimmy Spencer, ſo haben Tauſende und aber Tauſende von Negern durch den Dienſt unſerer lieben Miſſionare die ſelige Wahrheit gelernt, daß JEſus ihr Heiland iſt; und viele Hunderte, die nicht mehr in dieſem Bericht gezählt werden, ſind ſchon durch einen ſeligen Tod dahin gekommen, wo ſie ihren Heiland ſchauen von Angeſicht zu Angeſicht in ew'ger Freud' und ſel'gem Licht. — Vom 12. bis zum 16. Auguſt 1925 wurde die zweite Allgemeine Konferenz unſerer Negermiſſion in der Grace⸗Gemeinde in Concord abgehalten. Bei dieſer Gelegenheit ſagte ein hervorragender Geſchäftsmann der Stadt: „Wir ſind ebenſo ſtolz auf das große Werk, das ihr treibt, wie ihr es ſeid.“ Das iſt ein Lob für die dortige Gemeinde; denn durch ihr Vorhandenſein und durch das Tun und Treiben ihrer Glieder kennt jener weiße Bürger unſer Miſſionswerk. Was er öffentlich ſagte, beſtätigte das Urteil, das