# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S9 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1926. 9 8. St. Paul's, Manſura. (Landgemeinde. Gegründet 1899. Miſſionar: C. P. Thompſon, ſeit 1925.) Miſſionar Thompſon, der aus Manſura gebürtig iſt, wurde letzten Herbſt von Napoleonville nach Manſura verſetzt. Unter ſeiner Führung entwickelt ſich die Gemeinde ſchön. Sie zählt 112 Seelen (26 mehr als vor zwei Jahren) ſowie 66 Abendmahlsberechtigte und 22 Stimmberechtigte. Die Schule er⸗ freut ſich eines guten Beſuches. Der 7. Mai, an dem ich die Schule viſitierte, war ein regneriſcher Tag; und doch zählte ich ſechs Doppel⸗ ſitze, in denen je drei Kinder ſaßen. Im Herbſt werden über zehn Kinder innerhalb der Gemeinde das ſchulpflichtige Alter erreichen. So wurde denn in der Gemeindeverſammlung in meiner Anweſenheit die Frage beſprochen, ob die Gemeinde nicht ein großes Zimmer unter der Kapelle erbauen könne. Als ich ſie beſuchte, war die Gemeinde dabei, eine Sakriſtei anzubauen und den Altar zu verſchönern. Die Koſten — etwa $300 — haben die Leute ſelber beſtritten. Die ſchönen Worte, in denen ein Vorſteher vor verſammelter Gemeinde ihren herzlichen Dank ausſprach für alles, was die lieben weißen Lutheraner im Norden für ſie und ihre Kinder in dieſen ſechsundzwanzig Jahren getan haben — ſie werden mir unvergeßlich bleiben. Miſſionar Thompſon ſagt in ſeinem Bericht: „Die Arbeit geht hier ſchön voran. Die Ausſichten ſind verſprechend. Ich unterrichte gegenwärtig ſechs Erwachſene, und bald wird eine noch größere Klaſſe gegründet werden. Unſere Glieder ſind begeiſtert für kirchliche Arbeit. Ihr einziges Verlangen iſt, ſelbſtändig zu werden. Ich unterſtütze ſie hierin nach Kräften.“ — Unſere Miſ⸗ ſionsſtation liegt etwa zweieinhalb Meilen von dem Städtchen Man⸗ ſura. Die Gegend hieß früher Cocoville. Da jedoch die Mehrzahl der dortigen Leute lutheriſch geworden iſt, nennen ſie den Ort jetzt Luther⸗ ville. Man bedenke und ſtaune: Vor einem Vierteljahrhundert war die ganze Gegend noch ſtockkatholiſch! 9. Augustana, Alexandria, La. (Gegründet im Juni 1923. Miſſionar: E. R. Berger, ſeit dem 14. September 1924.) Die Seelen⸗ zahl hat ſich faſt verdoppelt; ſie iſt von 34 auf 57 geſtiegen, und das trotz des jämmerlichen Gebäudes, in dem Kirche und Schule gehalten wird. Vor zwei Jahren wurden $6,000 bewilligt für ein neues Ge⸗ bäude. Die betreffende Gruppe von Kindern, der dieſe Kirche und Schule zugewieſen wurde, hat jedoch nur $3,979.29 aufgebracht. Ein Bauplatz iſt käuflich erworben worden für $1,842. Die Kommiſſion hat in Anbetracht der Notlage beſchloſſen, daß gebaut werden ſoll, ſelbſt wenn das Geld geborgt werden muß. — P. C. Gernannt und Herr J. J. Stehr von der weißen Gemeinde in Alexandria, die beim Ankauf des Bauplatzes wertvolle Dienſte geleiſtet, haben weitere Hilfe verſprochen. Die Geſamtzahl der Seelen auf dem Louiſianagebiet iſt 1,192. North Carolina. Die Gemeinden in North Carolina — 22 an der Zahl — bilden den größten Teil unſers ſogenannten Südöſtlichen Gebietes. Das Südöſtliche Gebiet umfaßt außerdem die Staaten South Carolina, Georgia, Virginia, Pennſylvania und New York. Auf dieſem Gebiet hat die Miſſionskommiſſion im Sommer des Jahres 1925 eine neue Einrichtung getroffen: ſie hat nämlich einen Superinten⸗ denten erwählt. Dieſe Einrichtung hat ſich auf dem Alabamafeld, wo ſie gleich getroffen wurde, als ſehr ſegensreich erwieſen. So wurde denn nach reiflicher überlegung der ſeit vielen Jahren im Dienſt der Negermiſſion ſtehende Prof. J. P. Smith von Greensboro erwählt.