# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1926_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1926. 5 Geſchäftsverhandlungen. Negermiſſion. Es lag zur Beratung vor mitfolgender Dreiundzwanzigſte Bericht der Kommiſſion für Negermiſſion. Von Juli 1924 bis Juli 1926. „Mohrenland wird ſeine Hände ausſtrecken zu Gott.“ So prophe⸗ zeit der Heilige Geiſt durch den Mund des königlichen Sängers David, Pſ. 68, 32. Mohrenland iſt das Land, in dem die Mohren wohnen. Die Mohren ſind die Leute mit dunkler, ſchwarzer Hautfarbe. Ihre Heimat iſt der dunkle Erdteil, Afrika. Wenn geſagt wird, daß Mohren⸗ land ſeine Hände ausſtrecken wird zu Gott, ſo iſt damit gemeint, daß die Leute in Mohrenland, die Schwarzen, dies tun werden. Mit dem Händeausſtrecken zu Gott iſt gemeint, daß ſie Gott, den wahren Gott, anrufen werden. So liegt in dieſem Pſalmwort eine Miſſionsver⸗ heißung; denn eben durch das Werk der Miſſion, durch die Ausſendung von Evangeliumsboten, kommt es dazu, daß die Schwarzen den wahren Gott kennenlernen und ihn anrufen. Ein großer Teil der Mohren wohnt in unſern Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die Zahl unſerer ſchwarzen Bevölkerung mag ſich jetzt auf gut zwölf Millionen belaufen. Unzählige von ihnen kennen den wahren Gott nicht. Das gilt leider auch von vielen Gliedern der farbigen Sektenkirchen. Der vor etwa zehn Jahren verſtorbene Neger⸗ führer Booker T. Waſhington ſagt die bittere Wahrheit, wenn er ſchreibt: „Viele Kirchenglieder wiſſen ſo wenig vom wahren Chriſtentum wie irgendwelche Leute in Afrika oder Japan und haben es ebenſo nötig wie Heiden in fernen Landen, daß unter ihnen miſſioniert wird.“ Unſere Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika miſſioniert unter dieſen Mohren nahezu neunundvierzig Jahre. Das Werk unſerer Negermiſſion wurde nämlich im Oktober 1877 begonnen. Die Arbeit iſt nicht vergeblich geweſen. Gott hat ſie mit ſeinem Segen gekrönt. Unſere lieben Miſſionare haben die Wahrheit der göttlichen Verheißung erfahren: „Mohrenland wird ſeine Hände ausſtrecken zu Gott.“ Durch ihren Dienſt in Kirche und Schule iſt es in dieſen neunundvierzig Jahren dahin gekommen, daß Tauſende und aber Tauſende von Negern den wahren Gott haben kennengelernt. Auch die beiden vergangenen Jahre, über die hier berichtet werden ſoll, waren Jahre göttlichen Segens in unſerer Rettungsarbeit unter den hieſigen Schwarzen. Dieſer göttliche Segen muß uns mit be⸗ geiſterndem Eifer erfüllen. Neue Miſſionsſtationen. In dieſen beiden Berichtsjahren iſt die Miſſionsarbeit an folgenden zwölf Stellen begonnen oder übernommen worden: Atmore, Camden, Flatwood, Hamburg, Rockweſt, State Normal zu Montgomery, Lamiſon und Tuskegee, Ala.; Penſacola, Fla.; Los Angeles, Cal.; Pomona bei Greensboro, N. C.; Jackſonville, Ill. Zeitweilig eingeſtellt wurde die Arbeit in Brooklyn, N. Y., Pailets Land in New Orleans, La., Greer, S. C. So hat dies Biennium eine Zunahme von neun Miſ⸗ ſionsſtationen zu verzeichnen. Nicht miteingerechnet iſt die Neger⸗ miſſion zu Jack Pines, Mich. (24 Seelen; P. H. J. Storm), Buffalo,