# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S57 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 57 tragen der Schüler, ihre Aufmerkſamkeit in der Klaſſe, die treue und tüchtige Arbeit der Profeſſoren — alles machte einen überaus günſtigen Eindruck auf mich. Schüler wie Lehrer ſind ſämtlich lutheriſch. Die Mädchen haben alle den Vorſatz, ihrer Kirche in der Miſſionsſchule auf dem ſich ſchnell ausbreitenden Miſſionsfeld in Alabama zu dienen. Dies Jahr hat die Kommiſſion einen Bauplatz im nordweſtlichen Stadtteil gekauft, der die Summe von $4,722.50 gekoſtet hat und bereits be⸗ zahlt iſt. Darauf ſollen dieſen Sommer zwei einfache, aber zweck⸗ entſprechende Framegebäude errichtet werden, die bei den heutigen hohen Preiſen jedoch gut $20,000 koſten werden. Die Ehrw. Synodalkonferenz wolle nun dafür ſorgen, daß die nötigen $20,000 bald in die Miſ⸗ ſionskaſſe fließen! Hier bietet ſich bemittelten lutheriſchen Chriſten eine herrliche Gelegenheit, eine große milde Gabe auf den Altar der Miſſion zu legen. Einzelheiten. 1. Verſorgungsſache. Laut Beſchluſſes der Verſammlung vor zwei Jahren ſoll die Sache der Unterſtützung altersſchwacher und dienſtunfähiger Miſſionsarbeiter ſowie hilfsbedürftiger Witwen und Waiſen bei Gelegenheit dieſer Verſammlung aufgenommen und ge⸗ regelt werden. 2. Ein neuer Katechismus. Die Erfahrung hat ergeben, daß der in unſerer Negermiſſion gebrauchte Katechismus (Schwan) für unſer Volk zu ſchwierig iſt. Die Kommiſſion beſchloß daher letzten Herbſt die Herausgabe eines Katechismus, der ſich ſtrikt an den Kleinen Katechismus D. Luthers hält, ſo einfach als nur möglich iſt und auch beim Unterricht Erwachſener benutzt werden kann. Der neue Katechis⸗ mus iſt fertig und wird in allen Schulen eingeführt werden. 3. Lichtbildervorträge. Im Verein mit einigen andern Miſſionskommiſſionen hat unſere Kommiſſion dieſen Sommer ein Vor⸗ tragsbureau gegründet, das in Chicago ſeinen Sitz hat und künftig⸗ hin unſere verſchiedenen Lichtbildervorträge handhaben wird. 4. Unſere beiden Miſſionsblätter — die „Miſſions⸗ taube“ und der Lutheran Pioneer — ſollten eine größere Verbreitung haben. Beide haben leider einen Verluſt an Leſern zu verzeichnen. Von Juli 1923 bis Juli 1924 iſt die Zahl der Abonnenten des Pioneer von 5,226 auf 4,500 geſunken (Abnahme: 726) und die Zahl der Abon⸗ nenten der „Miſſionstaube“ von 15,700 auf 13,500 (Abnahme: 2,200). Daß der Pioneer trotz der engliſchen Sprache, in der er er⸗ ſcheint, einen Verluſt zu verzeichnen hat, kommt zum Teil daher, daß der Colored Lutheran nun in den Häuſern unſerer Negerchriſten gehalten und geleſen wird. Die „Miſſionstaube“ teilt mit vielen andern deut⸗ ſchen Publikationen das gleiche Geſchick: Verluſt an Leſerzahl, weil die Zahl der Deutſchleſenden abnimmt. Zudem iſt unſere Negermiſſion ſo gewachſen, daß Neuigkeiten aus derſelben faſt den ganzen zur Verfügung ſtehenden Raum einnehmen und aus andern Miſſionen daheim und in der Ferne verhältnismäßig wenig publiziert werden kann. Aus dieſen und andern Gründen empfiehlt die Miſſionskommiſſion der Ehrw. Syno⸗ dalkonferenz, ernſtlich zu erwägen, ob das Blatt nicht vergrößert werden ſollte. Weitere Information kann mündlich vorgelegt werden. 5. Die Miſſionskommiſſion. Da D. Georg Mezger letztes Jahr zeitweilig an das Seminar bei Berlin verſetzt wurde, er⸗ wählte die Kommiſſion aus ihrer Mitte an ſeiner Stelle Prof. Theodor Gräbner als Vorſitzer. D. Mezger hat als Vorſitzer der Negermiſſions⸗