# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S55 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 55 field ihr zugewieſen. Er wird wahrſcheinlich auch in Jackſonville, Ill., eine Miſſionsſtation ins Leben rufen und ebenfalls Schritte tun, die Miſſionsſchule in Springfield über ein Jahr wieder zu eröffnen. Zur Gemeinde gehören 80 Seelen, 57 Abendmahlsberechtigte und 14 Stimmfähige. Dieſe haben letztes Jahr die Summe von $1,807.12 für kirchliche Zwecke beigetragen, jedes konfirmierte Glied im Durch⸗ ſchnitt alſo $32.29. Es gibt wohl wenige weiße Gemeinden, die einen beſſeren Geberekord aufweiſen können. 60. St. Philip's, Chicago, Ill. (Gegründet im März 1924. Miſſionar: Marmaduke N. Carter, ſeit März 1924.) Unter den 139,000 Negern in der Weltſtadt Chicago hat Miſſionar Carter am Sonntag, den 2. März 1924, in der Halle der Y. M. C. A. für Neger den erſten Gottesdienſt gehalten. Bis Mitte Juli hatte er 36 Seelen und 27 Abendmahlsberechtigte geſammelt. Mit Gottes Hilfe wird in Chi⸗ cago wohl eine ſchöne Gemeinde entſtehen. 61. Cincinnati, O. Als die Synodalkonferenz vor zwei Jahren in Cincinnati tagte und dort ihr goldenes Jubiläum feierte, wurde P. Georg Kaſe* mit einigen lutheriſchen Negern bekannt, die aus North Carolina ſtammen. Gottesdienſte wurden arrangiert. Er unterrichtete eine Klaſſe von 12 Konfirmanden, die bereit ſind, ſich der lutheriſchen Kirche feierlich anzuſchließen. Im Frühjahr beſchloſſen die ſechs weißen Gemeinden in Cincinnati (1,200 Abendmahlsberech⸗ tigte), $10,000 zum Ankauf eines Gebäudes für die Negermiſſion zu ſammeln. Sie bitten die Miſſionskommiſſion, einen weißen Lehrer für die zu eröffnende Miſſionsſchule anzuſtellen und zu beſolden und die Hälfte des Gehalts des Miſſionars zu bezahlen. In Anbetracht dieſes tätigen Miſſionsgeiſtes hat die Kommiſſion für Negermiſſion beſchloſſen, auf den Plan einzugehen und unter den 35,000 Negern Cincinnatis zu miſſionieren. Mögen andere lutheriſche Gemeinden in nördlichen Städ⸗ ten, die eine ſtarke Negerbevölkerung erhalten haben, dieſem ſchönen Beiſpiel der Cincinnatier folgen! Unſere Lehranſtalten. Wie die allermeiſten höheren Lehranſtalten für Neger hierzulande, ſo haben auch unſere Anſtalten die Aufnahmebedingungen ſehr niedrig geſtellt. Man beginnt mit dem dritten oder vierten Grad der Elemen⸗ tarſchule. Die natürliche Folge iſt, daß die „Studenten“ nicht hoch kommen. Im Februar 1923 hielten Prof. G. Mezger, der Unterzeich⸗ nete, Direktor Smith aus Greensboro ſowie Direktor Hugo Meibohm und Dr. H. Nau vom Luther College in New Orleans eine Verſamm⸗ lung im Luther College, in der Pläne für eine Reorganiſierung des höheren Unterrichtsweſens entworfen wurden, zu denen ſich die Miſ⸗ ſionskommiſſion dann bekannte. Der Unterricht ſoll mit dem achten Grad beginnen. Die Anſtalten in New Orleans und Selma ſollen die Arbeit einer Junior High School leiſten und die Anſtalt in Greensboro die Arbeit einer Hochſchule. 1. Immanuel Lutheran College in Greensboro, N. C. Im Schuljahr 1922—23 beſuchten 178 Schüler die Anſtalt. Das Lehrer⸗ kollegium beſtand aus 8 weißen Profeſſoren und 2 farbigen Lehrerinnen. Infolge der Einführung der neuen Aufnahmebedingungen war die Stu⸗ dentenzahl im Schuljahr 1923—24 geringer: 143 Studenten, die von 7 weißen Profeſſoren unterrichtet wurden. Mit dieſem Schuljahr hat nun auch die letzte Klaſſe der Vorbereitungsſchule aufgehört; ſo ſteht zu erwarten, daß der Beſuch der Anſtalt dieſen Herbſt einen großen