# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 47 Glieder haben unentgeltlich gearbeitet. Die alte Kapelle wird als Schule benutzt. Die Schule wurde dies Jahr von 45 Kindern beſucht, die faſt ſämtlich lutheriſch ſind. Als ich dieſe Schule am 13. Mai dieſes Jahres viſitierte und den Lehrer bat, den Kleinen Katechismus abzu⸗ fragen, erlebte ich etwas, was wohl ſonſt in keiner andern lutheriſchen Schule in der ganzen Welt paſſiert. Was war das? Zwei Mädchen ſagten alles, was im fünften Hauptſtück unter den Worten ſteht: „Wie man die Einfältigen ſoll lehren beichten“ her. Die Frage und Antwort: „Lieber, ſtelle mir eine kurze Weiſe zu beichten“, mehr als zwei Seiten, wurden aufgeſagt! Jedes Kind, außer “Graeber's Baby”, gab die korrekte Antwort auf die Frage: „Was muß ich tun, daß ich ſelig werde?“ Auf die Kinder gründet ſich in dieſem Falle ganz beſonders, menſchlich geredet, die Hoffnung der Gemeinde. Die Auswärtigen in der Umgegend ſind faſt alle in die lutheriſche Kirche gebracht worden. Die Sonntagsſchule hat 83 Perſonen auf der Liſte, wird aber zuweilen von 111 beſucht. Die Glieder laſſen ihr Licht leuchten vor den Leuten, ſo daß dieſe ihre guten Werke ſehen und ihren Vater im Himmel preiſen. Der Eigentümer eines Groceryladens in der Stadt Kannapolis legte vor ſeinen Kunden folgendes Zeugnis ab: “I tell you, men, I haven't got much to say about these colored churches around here; half of them are doing no good. But there is one colored church I would place ahead of all colored churches and equal with a whole lot of these white churches, and that is that little Lutheran church over there in Texas.” (Die Gegend, wo unſere Kirche ſteht, hieß früher Sandy Ridge, jetzt Texas.) 20. St. John's, Salisbury. (Gegründet im Auguſt 1895. Miſſionar: Carrington R. March, ſeit Juni 1923.) Dies war immer ein harter Poſten und iſt es jetzt noch. Die Seelenzahl iſt um ein geringes geſtiegen: von 32 auf 37. Der Umſtand, daß 39 Perſonen im Durchſchnitt den Gottesdienſt beſuchen, berechtigt etwas zu einer Hoffnung auf beſſere Zeiten. 21. Bethel, Conover. (Gegründet 1895. Miſſionar: C. R. March, ſeit Januar 1294.) Dieſe Station lebt wieder auf. Vor etwa fünf Jahren war nur noch ein Glied übrig. Die Kapelle wurde daher verkauft (für $424). Letzten Herbſt zählte die Gemeinde wieder 6 See⸗ len, und die Sonntagsſchule wird von 20 Perſonen beſucht. Infolge⸗ deſſen haben wir letzten Herbſt die Kapelle wieder gekauft, und zwar zu demſelben Preis. 22. Mount Olive, Catawba. (Gegründet 1902. Miſſionar: C. R. March, ſeit Januar 1924.) Auch dieſe Gemeinde war immer klein. Was ihr aber an Quantität abgeht, wird durch die Qualität erſetzt. Da iſt zum Beiſpiel die alte Sophronia Hull. Sie iſt eine Witwe und wohnt auf ihrer kleinen Farm. Als ich ſie letzten Herbſt in ihrem ſauber gehaltenen Hauſe beſuchte, fiel mein Auge auf ein Buch, das man ſonſt höchſt ſelten ſelbſt bei weißen lutheriſchen Leuten findet. Es war ein Exemplar unſers Konkordienbuchs. Ich war freudig überraſcht. Auf meine Frage: „Leſen Sie denn auch in dieſem Buch?“ erhielt ich die beſcheidene, faſt ſchüchterne Antwort: “Yes, sir; I read in it right smart” („Jawohl, ich leſe ſehr viel darin“). Daß ſie die Wahrheit ſagte, konnte man dem Buch deutlich anſehen. Sophronia iſt bereits neunundſiebzig Jahre alt. Sie war alſo einmal eine Sklavin. Ihr Großvater, Thomas Smyer oder auch Thomas Fry, wurde als Sklave George Waſhingtons zu Mount Vernon, Va., geboren. Mit