# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Verhandlungen der neunundzwanzigſten Verſammlung ſo viele Knaben auf den Kirchendienſt vor wie aus dieſer Gemeinde bei Manſura. — Die Zahl der Seelen iſt in dieſen zwei Jahren von 126 auf 86 zurückgegangen und die Zahl der Abendmahlsberechtigten von 75 auf 50. Infolge wiederholter Fehlernten ſind nämlich viele weg⸗ gezogen, jedoch nur nach ſolchen Orten, wo eine lutheriſche Neger⸗ gemeinde iſt. Die meiſten ſind nach der Stadt Alexandria (32 Meilen entfernt) gezogen und haben dort eine Gemeinde gegründet. Die wiederholten Fehlernten hatten ebenfalls zur Folge, daß die Beiträge geringer geworden ſind. Im Sommer 1923 haben die Glieder ſechs Acker Land gemietet und mit Baumwolle bepflanzt. Männer, Frauen und Kinder haben die Arbeit verrichtet. Der Ertrag der Baumwolle floß in die Gemeindekaſſe. — Im Oktober 1923 verlor die Gemeinde eins ihrer älteſten Glieder, Scott Normand, durch den Tod. Er war einer der Gründer der Gemeinde und ein treues, tätiges Glied. Viele unſerer Miſſionare haben bei ihm Gaſtfreundſchaft genoſſen. — Dieſen Herbſt müſſen Kirche und Pfarrhaus angeſtrichen werden. Die Glieder wollen das Anſtreichen beſorgen; aber das Material müſſen wir unter den Umſtänden liefern. — Die Schule wird vom Paſtor geleitet. Selbſt⸗ verſtändlich ſchickt jedes Gemeindeglied ſeine Kinder in die lutheriſche Schule. Die Jugend bildet die Zukunft der Kirche. Auf Wachstum von außen iſt wenig zu rechnen. Bei Manſura gehört faſt jeder zu einer Kirche. 10. Augustana, Alexandria, La. (Gegründet im Juni 1923. Miſſionar: Wilfred J. Tervalon.) Dies iſt, wie erwähnt, eine Tochter der Gemeinde bei Manſura. Seelen: 34. Im September 1923 wurde eine Miſſionsſchule eröffnet und Lehrerin Irene Anderſon aus New Orleans angeſtellt. Die Schülerzahl ſtieg auf 59. Obwohl die Schule (wie auch die Kirche) in einem alten, elenden Eckladen gehalten wurde, erwarb ſie ſich doch in kurzer Zeit einen ſehr guten Ruf und trug viel dazu bei, unſere Miſſion bekannt zu machen. Miſſionar Tervalon pre⸗ digt jeden Sonntagabend. Die Gottesdienſte werden im Durchſchnitt von 15 Erwachſenen und 13 Kindern beſucht. Darunter befinden ſich auch immer Fremde. Zurzeit unterrichtet der Miſſionar fünf Kinder und eine erwachſene Perſon und bereitet ſie auf die Konfirmation vor. P. C. G. Gernannt, Paſtor der weißen Gemeinde in Alexandria, der unſerer dortigen Miſſion ein großes und tätiges Intereſſe entgegengebracht hat und noch bringt, wie auch Miſſionar Tervalon halten Alexandria mit ſeinen 8,000 Negern für ein vielverſprechendes Miſſionsfeld. Was der Station fehlt, iſt ein beſcheidenes, aber paſſendes Heim. Jener leer⸗ ſtehende Eckladen iſt eine alte Bretterbude. Der Fußboden iſt der wellenförmigſte Boden, den ich je betreten habe. Die Wände hat die Lehrerin mit Nummern des Alexandria Item tapeziert. Soll die ver⸗ ſprechende Miſſionsarbeit gedeihen, dann müſſen wir einen Bauplatz kaufen und ein entſprechendes Gebäude darauf errichten. Dazu werden wohl $5,000 nötig ſein. Auch ſollte ein beſonderer Miſſionar dort ſeß⸗ haft ſein. — Die Geſamtzahl der Seelen auf dem Louiſianagebiet iſt 1,110. North Carolina. In North Carolina befindet ſich unſer zweitälteſtes Miſſionsfeld. Hier wurde die Arbeit im Jahr 1891 zu Concord begonnen. Näheres hierüber iſt zu leſen in „Unſere Negermiſſion in Wort und Bild“. (Zu haben bei Rev. Theo. Walther, 6402 Easton Ave., St. Louis, Mo. Preis: 25 Cts.) Als die Arbeit hier im September 1891 begonnen wurde, be⸗