# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S43 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 43 7. Concordia in Carrollton, New Orleans. (Gegründet 1912.) Obwohl Miſſionar Kramer* Paſtor der Bethlehemsgemeinde und Viſitator des ganzen Miſſionsgebietes in Louiſiana iſt, ſo bedient er doch außerdem noch die Gemeinde in der Vorſtadt Carrollton. Er ſagt: „Dieſe Station würde vielleicht ſchneller wachſen, wenn ſie einen eigenen Miſſionar hätte. Doch das Häuflein iſt ſo klein — 33 Seelen und 24 konfirmierte Glieder —, daß ich nicht den Mut habe, um die Anſtellung eines Miſſionars zu bitten. Aber die Gegend wird jetzt ſo ſchnell angeſiedelt, daß wir vielleicht Zuwachs zur Gemeinde bekommen werden. Während des Sommers wollen wir die ganze Nachbarſchaft ſyſtematiſch explorieren, um die kirchloſen Leute ausfindig zu machen. — Die Schule, in der Lehrer Peter Robinſon und Frl. Eldria Taylor unter⸗ richten, wurde letztes Schuljahr von 119 Kindern beſucht. Der Beſuch der Sonntagsſchule ſollte im Verhältnis zum Schulbeſuch größer ſein.“ Der durchſchnittliche Beſuch war im letzten Quartal 24. Die Kom⸗ miſſion hat dieſen Sommer $70 für elektriſche Beleuchtung bewilligt, damit P. Kramer es einmal mit Abendgottesdienſten verſuchen kann. 8. St. Paul's, Napoleonville. (Gegründet 1905. Miſ⸗ ſionar: C. Thompſon, ſeit 1917.) Hier ſieht es trübe aus. Seit die große Zuckerrohrmühle vor zwei Jahren abgebrannt iſt, herrſcht große Arbeitsloſigkeit, und viele Neger ſind deswegen weggezogen. Unſer Ge⸗ meindlein zählt nur 31 Seelen und 21 Abendmahlsberechtigte. Unter dieſen iſt ein alter, einäugiger Neger das treueſte Glied. Der kann bei ſchlechtem Wetter nicht zur Kirche kommen. So bildet die Paſtorsfamilie (Frau und acht Kinder) zuweilen die ganze Zuhörerſchaft. Die Lehrerin mußte vor etwa zwei Jahren entlaſſen werden. Obwohl ſie es bei ihrer Konfirmation und auch ſonſt beteuert hatte, daß ſie aus ihren Logen aus⸗ getreten ſei, kam es zufällig an den Tag, daß ſie uns belogen hatte. Sie wurde entlaſſen und gründete eine Oppoſitionsſchule. Miſſionar Thompſon übernahm ſeine Miſſionsſchule. Einige der abgegangenen Schüler kehrten ſchon letztes Schuljahr zu ihm zurück. Er konnte im Mai die Schule mit 63 Kindern ſchließen. Die Zahl wird nächſten September bedeutend größer ſein, weil die Oppoſitionsſchule ſich nicht halten kann. Die Kommiſſion wird wahrſcheinlich einen Lehrer anſtellen, den Paſtor verſetzen und für Gottesdienſt einmal monatlich ſorgen. — In Plaquemine, La., wurde die Arbeit im Sommer 1923 zeitweilig eingeſtellt. Mit dem Bau einer Kirche und Schule war bereits begonnen worden. Da fand Lehrer John Thompſon eines Morgens eine K. K. K.- Warnung angeſchlagen. Zum Unglück hatte der Baumeiſter auch gleich zu Anfang den Kontrakt gebrochen und die Arbeit begonnen, ohne erſt die ſtädtiſche Erlaubnis einzuholen. Sobald wir in einem andern Stadtteil einen paſſenden Bauplatz gefunden haben, werden wir den alten Platz verkaufen und wahrſcheinlich bauen. Der Hauptleiter der Ge⸗ meinde, Joe Lehman, ſtarb am 22. April 1923, und ſeine Familie zog fort. Die übrigen paar Glieder gehen nach Napoleonville zum Abendmahl. 9. St. Paul's, Manſura. (Gegründet 1899. Miſſionar: Wil⸗ fred J. Tervalon, ſeit Oktober 1915.) Dies iſt eine feine lutheriſche Negergemeinde; ſie genießt einen guten Ruf in der ganzen Umgegend. Die Leute ſind Kreolen. Selbſt beim Spielen ſprechen die Schulkinder ihren franzöſiſchen Dialekt. Dieſe Landgemeinde hat bereits eine An⸗ zahl Paſtoren und Lehrer geliefert, und wohl aus keiner andern luthe⸗ riſchen Gemeinde, ſei ſie weiß oder ſchwarz, bereiten ſich verhältnismäßig