# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 42 Verhandlungen der neunundzwanzigſten Verſammlung 5. Die Station in Pailets Land. Am 5. Auguſt 1923 gründete P. Wildgrube* in dieſem nördlichen Stadtteil New Orleans' eine Miſſionsſtation in einem gemieteten Privathaus, in dem er jeden Sonntag Gottesdienſt und Sonntagsſchule hält. In den Gottesdienſten waren im Winter und im Frühjahr zwölf erwachſene Perſonen zugegen. „Nun aber, ſeit der Sommer gekommen iſt, kommen auch Tänze, Pick⸗ nicks uſw., und die Erwachſenen ſind ſchwer zur Kirche zu bekommen.“ über „Erlebniſſe in Pailets Land“ ſchreibt Miſſionar Wildgrube inter⸗ eſſant in der Auguſtnummer der „Miſſionstaube“. Die Sonntagsſchule wird gut beſucht. Es kommen im Durchſchnitt zwanzig Kinder. Für dieſe iſt im Juli eine Sommerſchule eingerichtet worden. Der Paſtor ſagt: „Vielleicht wird in Pailets Land doch noch etwas durch die Kinder zuwege gebracht. Wir wollen Gott bitten, daß er mit uns ſei und unſere Arbeit ſegne.“ 6. Bethlehem, New Orleans. (Gegründet 1887. Miſſio⸗ nar: G. M. Kramer,* ſeit Auguſt 1907.) „Wenn man die Zahlen an⸗ ſieht“, ſagt P. Kramer in ſeinem Bericht, „ſo hat Bethlehem wenig Fortſchritte gemacht ſeit der letzten Verſammlung der Synodalkonferenz im Jahre 1922. Ich möchte nicht ſagen, daß Stillſtand eingetreten iſt; denn wir gewinnen jedes Jahr einige Glieder; aber wir verlieren immer wieder Glieder durch Wegzug uſw. Die meiſten Glieder der Neger⸗ gemeinden in Santa Monica und Philadelphia ſtammen aus Bethlehem. — Die Wochenſchule iſt in feinem Stand und genießt einen guten Ruf weit und breit.“ In ihr arbeiten vier Lehrer: Aaron Wiley, Felton Vorice, Osborne Williams und Bernice Craig. Dieſe unterrichteten letzten Winter 261 Negerkinder. Auch die Sonntagsſchule iſt in den letzten zwei Jahren gewachſen. Die Schüler der Sonntagsſchule bleiben alle für den Vormittagsgottesdienſt. Der Beſuch der Gottesdienſte am Sonntagabend hat ebenfalls zugenommen und iſt gut. Die Leute ſind fleißige Kirchenbeſucher. „Unſere Leute“, ſagt P. Kramer, „zeigen ein lebhaftes Intereſſe für ihre Kirche. Sie bemühen ſich ſtets, andere zur Kirche zu bringen. Sie verteidigen ihre Kirche gegen Hohe und Niedere, Weiße und Schwarze. Und — was noch beſſer iſt — ſie ſchämen ſich nicht, ihren Heiland zu bekennen. Oft haben Weiße, bei denen dies oder jenes Glied unſerer Gemeinde im Dienſt ſteht, mir geſagt: ‚Sie haben da einen feinen Mann oder Jungen oder eine feine Frau an der und der Perſon. Und was wir beſonders bewundern, iſt, daß ſie ſo viel auf ihre Kirche halten und uns alles erzählen.‘ Wiederholt ſind ſolche weiße Leute zu uns in die Kirche gekommen, um einmal ſelber zu ſehen, wie es bei uns zugeht. Und unſere Leute geben auch für ihre Kirche. Vorletztes Jahr haben ein Mann und ſeine Frau (ſie iſt meiſtens krank) $104 beigetragen. Letztes Jahr hat eine arme Witwe und Waſchfrau $51 beigetragen. Dieſe Witwe legt gewöhnlich $5 bis $10 in ihr Extrakuvert für Weihnachten und Oſtern. Die meiſten Glieder haben in dieſen zwei Jahren ihre Beiträge erhöht. Letzten Sommer hat die Gemeinde ihre Kirche und Schule reparieren und anſtreichen laſſen, und zwar auf eigene Koſten. Die jungen Leute haben $70 für elektriſche Beleuchtung verausgabt. Dieſen Sommer laſſen wir das Innere der Kirche und Schule anſtreichen. — Die Gemeinde wird wohl auch in Zukunft langſamen Schrittes weitergehen. Zurzeit habe ich drei Leute, die ſich ſofort anſchließen würden, wenn ſie nicht zur Loge gehörten. Doch Gottes Wort ſcheint ſie erfaßt zu haben, und mit Gottes Hilfe befreien wir ſie vielleicht aus dem Netz der Loge.“ Die Gemeinde zählt 209 Seelen und 116 Abendmahlsglieder.