# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S41 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 41 Sakramente, die der Einſetzung Chriſti gemäß verwaltet wurden, haben Früchte hervorgebracht, worüber jeder Chriſt von Herzen ſich freuen und wofür er Gott danken ſollte. Was das innere Wachstum der Gemeinde anbetrifft, ſo kann geſagt werden, daß ſie, ſoweit Menſchen ſehen können, in der Erkenntnis, im Glauben und Gottvertrauen und im Wandel fort⸗ geſchritten iſt. Gewiß, es zeigten ſich auch ſolche in der Gemeinde, die ſtatt vorwärts rückwärtsgingen; aber nachdem dieſe längere Zeit in Kirchenzucht genommen worden waren, haben auch ſie ſich gebeſſert; nur eine Perſon mußten wir exkommunizieren. Der Beſuch der Gottes⸗ dienſte und der Genuß des heiligen Abendmahls iſt nicht, was er ſein ſollte; aber dennoch iſt auch in dieſer Beziehung ein geringer Fortſchritt zu verzeichnen. Unſere Leute wohnen nämlich vielfach bei nichtlutheri⸗ ſchen Verwandten und unter andersgläubigen oder kirchloſen Leuten. Dies nebſt vielem andern hindert oft unſere Leute, von denen noch viele ſehr ſchwach im Glauben ſind, gerade das zu tun, was ihnen den größten Segen bringen würde. Daß unſere Leute im großen und ganzen den⸗ noch in der Erkenntnis, im Glauben und Gottvertrauen ſowie im Wandel Fortſchritte gemacht haben, läßt ſich oft bei Hausbeſuchen ſehen, wenn man mit ihnen von geiſtlichen Dingen redet. In vielen Häuſern unſerer Glieder werden nun Hausgottesdienſte gehalten. Einige Leute, die keine Bibel und kein Gebetbuch hatten, beſtellten dieſe Bücher vom Paſtor, nachdem er über den großen Segen der regelmäßigen Hausandacht ge⸗ predigt und in den Häuſern mit ihnen darüber geredet hatte. — Auch das äußere Wachstum iſt befriedigend. Obwohl wir in den verfloſſenen zwei Jahren achtzehn durch den Tod verloren haben, ſo hat unſere Ge⸗ meinde doch um 41 Seelen und 21 konfirmierte Glieder zugenommen. Gegenwärtig hat der Paſtor ſechs erwachſene Perſonen im Konfir⸗ mandenunterricht, die vor Schluß dieſes Jahres als Glieder dieſer Ge⸗ meinde aufgenommen werden ſollen. In der Schule geht es auch fein ordentlich zu. Gegen 150 Schüler wurden letztes Jahr von unſern drei Lehrern unterrichtet.“ Lehrer Wm. Seeberry hat die Oberklaſſen, Lehrer A. Berger die Mittelklaſſen und Frl. S. Raymond die Kleinen. Für Lehrer Seeberrys Klaſſe, die ihr bisheriges Zimmer im Luther Col- lege räumen mußte, hat die Kommiſſion letzten Herbſt ein zerlegbares Schulhaus (35×25×12 Fuß) gekauft, das im ganzen $1,739 gekoſtet hat. Es iſt dies unſer erſter Verſuch mit einem derartigen Gebäude. 4. Trinity, New Orleans. (Gegründet 1913.) Dies iſt eine Tochter der St. Paulsgemeinde und wird von P. Wildgrube* bedient. Er ſchreibt: „Dieſe kleine Gemeinde hat nur ein geringes Wachstum an Zahlen zu verzeichnen. Ende Juni 1922 hatte ſie 49 Seelen und 40 kommunizierende Glieder. Wir haben nur ein Glied verloren, und zwar durch den Tod. Heute hat die Gemeinde 53 Seelen und 42 Abendmahlsberechtigte. Dreizehn dieſer Abendmahlsberechtigten ge⸗ nießen ſo hoch wie zehnmal im Jahr das heilige Abendmahl und gehen jeden Sonntag, wenn das Wetter auch noch ſo ſchlecht iſt, zur Kirche. Sie legen faſt alle einen viertel Dollar in die Kollekte. Die andern, die ſehr ſelten zum Gottesdienſt und zum Tiſch des HErrn kommen, be⸗ kommen zuweilen Predigten im Haus zu hören. Es iſt ſehr ſchwer, ſie in die Kirche zu bringen, weil ihre Verwandten nichts darum geben, ob ſie zur Kirche gehen oder nicht. Es ſind dies meiſtens junge Leute. — Seit Beginn des verfloſſenen Schuljahrs iſt die Schule, die Lehrer A. D. Johnſon leitet, ſchön vorangeſchritten. Die Schülerzahl hat ſich faſt ver⸗ doppelt, und in der Sonntagsſchule erſchien faſt die Hälfte der Kinder, die die Wochenſchule beſuchten.“