# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S39 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 39 Letztes Jahr haben unſere ſchwarzen Chriſten mehrere hundert Dollars geſammelt für notleidende Kinder in Deutſchland und über drei⸗ hundert Dollars für die Heidenmiſſion in Indien und China. Man bedenke: Vor noch wenigen Jahren wußten dieſe armen Leute ebenſo⸗ wenig von der Gnade Gottes in Chriſto JEſu wie die blinden Heiden in China und Indien, und jetzt bringen ſie von ihrer bitteren Armut ein ſo großes Opfer für die Bekehrung der Heiden in China und Indien! Die meiſten unſerer Miſſionsgemeinden können ſich noch nicht ſelbſt erhalten, ſondern müſſen aus der Miſſionskaſſe teilweiſe unterſtützt werden. Einige jedoch haben das erſtrebte Ziel der Selbſterhaltung bereits erreicht oder ſind demſelben doch nahegekommen. Die Gemeinde zu Yonkers, N. Y. (Miſſionar Wm. O. Hill; 54 konfirmierte Glieder), hat letztes Jahr $1,283.40 aufgebracht, während die geſamten Ausgaben für Gehalt uſw. nur $1,082.35 waren. Holy Trinity in Springfield, Ill. (56 konfirmierte Glieder, bedient von Prof. Th. Engelder und Stu⸗ dent A. Schulze), hat ſogar $1,807.12 aufgebracht, weit mehr, als ihre Ausgaben betrugen. Mount Zion, New Orleans (Miſſionar Walter Beck), Bethlehem, New Orleans (Miſſionar G. M. Kramer), Grace in St. Louis (Miſſionar G. L. Krönk) und Mount Calvary, Kannapolis (Miſſionar F. D. Alſton), hätten das Ziel erreicht oder doch beinahe er⸗ reicht, wenn ſie nicht einen bis vier Lehrer in ihrer Miſſionsſchule hätten. — Welche Freude das Geben einzelnen bereitet, mag das fol⸗ gende Erlebnis zeigen. Eine alte „Tante“ in Alabama wollte am kommenden Sonntag auch ſo gerne ihren Dollar für eine beſondere Kollekte zur Kirche bringen. Aber ſie war arm und alt. Was tat ſie? Sie betete zu ihrem Vater im Himmel in kindlich einfältigem Glauben und bat ihn, er wolle es ihr doch auch möglich machen, eine Gabe dar⸗ zubringen. Der himmliſche Vater hörte und erhörte das Gebet ſeines Kindes. “I's got it! Lord, I's got it, I's got it!” rief die Alte vor Freuden. („Ich hab's! HErr, ich hab's, ich hab's!“) War das dann ein fröhliches Geben am Sonntag! Und einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Miſſionsſtationen. 1. St. Paul's, Little Rock, Ark. Miſſionar: Ad. H. Poppe.* (Die mit einem Stern Verſehenen ſind Weiße.) Dies iſt unſere erſte und älteſte Gemeinde. Sie wurde von unſerm erſten Miſſionar, J. F. Döſcher, gegen Ende des Jahres 1877 organiſiert. Zu ſeinem Nach⸗ folger berief die Kommiſſion Kandidat F. Berg, jetzt Profeſſor an unſerm College in Greensboro. Von 1896 bis 1916, volle zwanzig Jahre, war die Gemeinde ohne eigenen Paſtor. Die Paſtoren der weißen Gemeinde nahmen ſich des treuen Häufleins liebreich an. Seit Ende Juli 1918 bedient P. Poppe ſie wieder regelmäßig. Statiſtik: 25 Seelen; 8 Abend⸗ mahlsberechtigte. (Erklärung: Unter „Seelen“ verſtehe man alle getauften und alle konfirmierten Glieder, die unter der Pflege des Miſ⸗ ſionars ſtehen. „Abendmahlsberechtigte“ ſind alle konfirmierten Glie⸗ der, die berechtigt ſind, zum Tiſch des HErrn zu gehen.) Louiſiana. 2. Mount Zion, New Orleans. (Gegründet 1878. Miſ⸗ ſionar: Walter H. Beck* aus der Ehrw. Wisconſinſynode, ſeit Septem⸗ ber 1922.) Die Gemeinde hat während dieſer zwei Jahre Fortſchritt zu verzeichnen. Die Seelenzahl iſt von 232 auf 266 geſtiegen (Zu⸗ nahme: 34). Die Glieder wohnen ſehr zerſtreut. Unter den Gliedern,