# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 31 klärung Freund und Feind und alſo jedermann klar abzunehmen ver⸗ mag, daß wir nicht bedacht ſind, um zeitlichen Friedens, Ruhe und Einigkeit willen etwas der ewigen, unwandelbaren Wahrheit Gottes (wie auch ſolches zu tun in unſerer Macht nicht ſteht) zu begeben [etwas von der Wahrheit Gottes nachzugeben, preiszugeben], welcher Friede und Einigkeit, da ſie wider die Wahrheit und zur Unterdrückung derſelben gemeint, auch keinen Beſtand haben würde; noch viel weniger geſinnt ſind, Verfälſchung der reinen Lehre und öffentliche, verdammte Irrtümer zu ſchmücken und zu decken; ſondern zu ſolcher Einigkeit herzliche Luſt und Liebe tragen und dieſelbe unſers Teils nach unſerm äußerſten Vermögen zu befördern von Herzen geneigt und begierig ſind, durch welche Gott ſeine Ehre unverletzt bleibt, der göttlichen Wahrheit des heiligen Evangelii nichts begeben, dem wenigſten Irrtum nichts eingeräumt, die armen Sünder zu wahrhaftiger, rechter Buße gebracht, durch den Glauben aufgerichtet, im neuen Gehorſam geſtärkt und alſo allein durch das einige Verdienſt Chriſti gerecht und ewig ſelig werden.“ (Art. XI.) Gibt es denn nun gar kein Mittel, die Zerriſſenheit der Kirche zu heilen? Sollen wir nichts tun, diejenigen, welche zuſammengehören, zu vereinigen? Gibt es keinen Weg, kein Mittel, keine Methode, die die rechtſchaffenen Diener Chriſti anwenden könnten, um ſolche, die getrennt ſind, zuſammenzubringen? Ja, gewiß, wir haben ein Heil⸗ mittel, oder vielmehr, wir haben das einzige Mittel, die Zerriſſenheit zu heilen; wir haben die einzige Methode, durch welche etwas aus⸗ gerichtet werden kann, durch welche ſchon viel ausgerichtet worden iſt und noch jeden Tag ausgerichtet wird. Auf dieſe Methode, die einzig richtige und erfolgreiche, wollen wir nun eingehen. Laßt uns zunächſt bedenken, was uns unſer HErr lehrt. „Nie⸗ mand kann JEſum einen HErrn heißen ohne durch den Heiligen Geiſt“, 1 Kor. 12, 3. JEſum als HErrn und Heiland bekennen, das mit dem Herzen glauben und mit dem Munde bekennen, iſt Chriſtentum. Aber wer das ſagt, muß auch meinen, was er ſagt. Er darf nicht ſagen: „JEſus iſt der HErr“, bloß um den Vorteil zu erlangen, daß er als ein Chriſt angeſehen wird, während er dann nach ſeinem eigenen Willen tut und glaubt, was er will, oder, um von etlichen oberen Beamten oder dem ſogenannten Oberhaupt der Kirche (wie z. B. dem Papſt) anerkannt zu werden, glaubt und tut, was dieſe ihm vorſchreiben. Der treue Chriſt, der da ſagt: „JEſus iſt der HErr“, übergibt ſich damit dem HErrn und bekennt, daß er ein Diener Chriſti iſt. Mit dem Blute Chriſti von der Knechtſchaft und dem Dienſt Satans losgekauft, iſt er nun ein Gefreiter des HErrn, frei von allen Banden und allem Dienſt des Teufels und der Menſchen, frei, dem HErrn allein zu dienen, 1 Kor. 7, 22. Ein ſolcher iſt geiſtlich mit dem Haupt der Kirche, Chriſto, und mit Chriſti Leib, der Kirche, vereinigt; und er iſt auch willig und bereit, dieſe innere Einigkeit äußerlich zum Ausdruck zu bringen, indem er ſich mit ſeinen Brüdern nun auch äußerlich verbindet; denn unter denen, die Chriſti ſind und ſeiner Stimme gehorchen, ſoll gegenſeitige Liebe, Achtung, Zuneigung, Rückſicht, ein Glaube und ein Bekenntnis des Glaubens ſein. „Einer iſt euer Meiſter, Chriſtus; ihr aber ſeid alle Brüder“, Matth. 23, 8. „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch den Namen unſers HErrn JEſu Chriſti, daß ihr allzumal einerlei Rede führet und laſſet nicht Spaltungen unter euch ſein, ſondern haltet