# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 21 Lehre, beſonders im Artikel von des HErrn Abendmahl, betrifft, ſo in dieſer Erklärung und gründlichen Hinlegung der ſtreitigen Artikel aus⸗ drücklich und unterſchiedlich geſetzt werden müſſen, damit ſich männiglich vor denſelben wüßte zu hüten, und aus vielen andern Urſachen keines⸗ wegs umgangen werden kann, iſt gleichergeſtalt unſer Wille und Meinung nicht, daß hiemit die Perſonen, ſo aus Einfalt irren und die Wahrheit des göttlichen Wortes nicht läſtern, viel weniger aber ganze Kirchen in oder außerhalb des heiligen Reiches deutſcher Nation ge⸗ meint, ſondern daß allein damit die falſchen und verführeriſchen Lehren und derſelben halsſtarrige Lehrer und Läſterer, die wir in unſern Landen, Kirchen und Schulen keinesweges zu gedulden gedenken, eigent⸗ lich verworfen werden, dieweil dieſelben dem ausgedrückten Wort Gottes zuwider und neben ſolchem nicht beſtehen können, auf daß fromme Herzen vor denſelben gewarnt werden möchten, ſintemal wir uns ganz und gar keinen Zweifel machen, daß viele fromme, unſchuldige Leute auch in den Kirchen, die ſich bisher mit uns nicht allerdings verglichen, zu finden ſind, welche in der Einfalt ihres Herzens wandeln, die Sache nicht recht verſtehen und an den Läſterungen wider das heilige Abend⸗ mahl, wie ſolches in unſern Kirchen nach der Stiftung Chriſti gehalten und vermöge der Worte ſeines Teſtaments davon einhelliglich gelehrt wird, gar keinen Gefallen tragen und ſich verhoffentlich, wenn ſie in der Lehre recht unterrichtet werden, durch Anleitung des Heiligen Geiſtes zu der unfehlbaren Wahrheit des göttlichen Worts mit uns und unſern Kirchen und Schulen begeben und wenden werden; wie denn den Theologen und Kirchendienern obliegen will, daß ſie aus Gottes Wort auch diejenigen, ſo aus Einfalt und unwiſſend irren, ihrer Seelen Gefahr gebührlich erinnern und davor verwarnen, damit ſich nicht ein Blinder durch den andern verleiten laſſe.“ (Conc. Trigl., 18 f.) Solche Chriſten, die in äußerlicher Gemeinſchaft mit Falſchgläu⸗ bigen ſtehen, ſind innerlich einig mit Chriſto, und wenn ſie in rechter Weiſe und mit Geduld über ihre Irrlehren unterwieſen und die Sünde, daß ſie in äußerlicher Gemeinſchaft mit Feinden der Wahrheit ſtehen, ihnen klar vor Augen geführt worden wäre, ſo würden ſie willig ihre falſchen Lehrer verlaſſen. Oder wenn jemand ſich weigert, dem Irrtum abzuſagen, obwohl er erkennt, daß er dem Worte unſers Gottes zuwider iſt, wird er ſeinem HErrn mutwillig ungehorſam und wird ſomit eine tote Rebe am Weinſtock. Wenn uns darum jemand drängt, doch mit Gliedern der falſchgläubigen Gemeinſchaften Kirchengemeinſchaft zu pflegen, weil auch unter ihnen noch Chriſten ſind, ſo müſſen wir uns weigern, das zu tun, wenn wir Chriſto gehorchen wollen. Denn wir können nicht immer urteilen und entſcheiden, ob jemand aus Un⸗ wiſſenheit in einem Irrtum ſteckt oder aus Bosheit und Verachtung der Wahrheit ihm ergeben iſt; aber wir können die Wahrheit vom Irrtum unterſcheiden, und wo immer wir einen Irrtum finden, kämpfen wir dagegen und verwerfen ihn und halten keine Ge⸗ meinſchaft mit denen, die darauf beſtehen, ihn zu lehren oder lehren zu laſſen. Wo wir aber die Wahrheit finden, verteidigen wir ſie, bekennen ſie und lehren ſie mit allem Fleiß und unterſtützen die, welche ſie lehren. Wir unterſcheiden auch zwiſchen ſolchen, die ſich anmaßen zu lehren, und ſolchen, die willig ſind zu lernen. Gott behüte uns davor, daß wir nicht Geduld haben ſollten mit einem ſchwachen Bruder, der verwirrt oder in Anfechtung und Verſuchung geraten iſt, der unwiſſend iſt oder der noch unter den Nachwirkungen ſeiner verkehrten Erziehung leidet. Wenn er auf die Wahrheit hört, Ermahnung annimmt und willig iſt, der Wahrheit Gehör zu ſchenken, werden wir Chriſti An⸗