# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S19 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1924. 19 der uns Apoſt. 15, 37—39 berichtet wird. „Barnabas aber gab Rat, daß ſie mit ſich nähmen Johannem mit dem Zunamen Markus. Paulus aber achtete es billig, daß ſie nicht mit ſich nähmen einen ſolchen, der von ihnen gewichen war in Pamphylia und war nicht mit ihnen gezogen zu dem Werk. Und ſie kamen ſcharf aneinander, alſo daß ſie vonein⸗ ander zogen und Barnabas zu ſich nahm Markum und ſchiffte in Zypern.“ In ſolchen Fällen, wo der HErr kein beſtimmtes Gebot gegeben hat, verurſacht derjenige die Spaltung, wenn über Mei⸗ nungsverſchiedenheiten eine ſolche entſteht, der aus Ungehorſam gegen Gottes Gebot hartnäckig auf ſeiner Meinung beſteht, als wäre es Gottes Wille. „Die brüderliche Liebe untereinander ſei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor“, Röm. 12, 10. Wo aber Chriſtus uns ſein Wort gegeben hat, verurſachen diejenigen Zwietracht und Spaltung, die ihm nicht gehorchen, ſondern andere Meinungen feſt⸗ halten und Lehren führen gegen Gottes Wort. Wenn ſolche Leute äußerliche Vereinigung mit uns ſuchen und die Schuld der Trennung auf uns ſchieben wollen, weil wir uns weigern, uns mit ihnen zu vereinigen, ſo iſt das nur ein weiterer Beweis ihrer Gottloſigkeit, da ſie vergeſſen, was der HErr durch ſeinen Apoſtel ſagt, Tit. 1, 10. 11 und 3, 10: „Einen ketzeriſchen Menſchen meide, wenn er einmal und aber⸗ mal ermahnet iſt“ (paraitou = Gemeinſchaft verweigern). Und Röm. 16, 17: „Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, daß ihr aufſehet auf die, die da Zertrennung und Ärgernis anrichten neben der Lehre, die ihr gelernet habt, und weichet von denſelbigen!“ — Verwerfen wir jeden Menſchen als einen Gottloſen, als einen Ketzer, als einen Ungläubigen, der in irgendeiner Lehre der wahren Kirche eine andere Meinung hat als wir? Nein. Im Gehorſam gegen Gott machen wir dieſen Unterſchied: Diejenigen, welche weſentliche und Fundamentallehren der Schrift verwerfen, halten wir für Feinde Gottes, für Kinder Satans, und weichen von ihnen. Es iſt unmöglich, daß ſolche Leute, die in bezug auf die wichtigſten Lehren Chriſti die gröbſten Irrlehren predigen, Chriſten ſein können. Chriſtus gebietet, daß jeder, der ein Glied ſeiner Kirche ſein will, auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft werden ſoll. Wer ſich darum weigert, dieſen einen wahren, dreieinigen Gott anzunehmen, iſt ſicher ein Heide und hat keinen Teil an Chriſto. Wenn jemand die Gottheit Chriſti leugnet oder ihn nicht als Gott anbeten will, ſo iſt er gewiß ein Götzendiener und ſteht gänzlich außerhalb der chriſtlichen Kirche; ja, er iſt verdammt, denn der HErr ſagt uns: „Wer den Sohn nicht ehret, der ehret den Vater nicht, der ihn geſandt hat“, Joh. 5, 23. Ein ſolcher iſt ein Götzendiener. Und der Heilige Geiſt ſagt: „So jemand den HErrn JEſum Chriſtum nicht liebhat, der ſei Anathema, Maharam Motha“, 1 Kor. 16, 22, das heißt, er iſt als ein Verfluchter dem Gericht Gottes übergeben. Solche ſogenannten religiöſen Gemeinſchaften ſollten nicht Kirche genannt werden, denn ſie ſind Synagogen Satans, Offenb. 2, 9. Das iſt von Anfang an die Lehre unſerer Kirche geweſen; denn wir leſen in der Apologie der Augsburgiſchen Konfeſſion: „Den erſten Artikel unſers Bekenntniſſes laſſen ſich die Widerſacher gefallen, in welchem angezeigt wird, wie wir glauben und lehren, daß da ſei ein ewiges, einiges, unzerteiltes göttliches Weſen und doch drei unter⸗ ſchiedene Perſonen in einem göttlichen Weſen, gleich mächtig, gleich ewig, Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geiſt. Dieſen Artikel haben wir allezeit alſo rein gelehrt und verfochten, halten auch und ſind gewiß, daß derſelbe ſo ſtarken, guten, gewiſſen Grund in der