# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1924_S14 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 14 Verhandlungen der neunundzwanzigſten Verſammlung Wort etlicher bevorzugter geiſtlicher Leiter zu verlaſſen, während Gott doch gerade die einfachen Laienchriſten Richter über Wahrheit und Irr⸗ tum ſein laſſen will. „Richtet ihr, was ich ſage“, ſpricht der hoch⸗ erleuchtete Paulus 1 Kor. 10, 15 zu denen, die er „Kinder in Chriſto“ nennt. Von den Chriſten zu Beröa ſagt uns Gott, „ſie waren die edelſten unter denen zu Theſſalonich; die nahmen das Wort auf ganz williglich und forſcheten täglich in der Schrift, ob ſich's alſo hielte“, Apoſt. 17, 11. Wohl ſagt Petrus, daß in den Briefen Pauli „etliche Dinge ſchwer zu verſtehen ſind, welche verwirren die Ungelehrigen und Leichtfertigen wie auch die andern Schriften zu ihrer eigenen Ver⸗ dammnis“, 2 Petr. 3, 16. Dieſe Stelle ſagt uns, daß allerdings „etliche Dinge“ in der Bibel „ſchwer zu verſtehen“ ſind. Und wir danken Gott dafür. Das ſoll uns alle, auch die weiſeſten unter uns, zu demütigen Schülern des Wortes unſers Gottes machen. Gott will nicht Meiſter ſeiner Bibel, ſondern Schüler, demütige Schüler, darum hat er uns die Dinge gegeben, die ſchwer zu verſtehen ſind. Aber er ſagt nicht, daß alle Dinge ſchwer zu verſtehen ſind. Weiter ſagt er uns auch, wer diejenigen ſind, die dadurch „zu ihrer eigenen Verdammnis ver⸗ wirrt werden“. Es ſind diejenigen, welche dasſelbe auch „mit den andern Schriften“ tun. Gibt es irgendeinen Segen Gottes, den nicht manche zu ihrer Verdammnis mißbrauchen? Lehrt uns nicht die Schrift und unſere Erfahrung, daß ſelbſt Chriſtus, unſer glorreicher und teurer Erlöſer, manchen ein Stein des Anſtoßes iſt? Und ſagt nicht Paulus, daß das Evangelium, das er predigte und das eine Kraft Gottes iſt, ſelig zu machen, andern ein Geruch des Todes zum Tode iſt? Aber er löſt die ganze Sache auf, indem er uns ſagt, wer diejenigen ſind, denen die Schrift undeutlich iſt: „Iſt nun unſer Evangelium verdeckt, ſo iſt's in denen, die verloren werden, verdeckt, bei welchen der Gott dieſer Welt der Ungläubigen Sinn verblendet hat, daß ſie nicht ſehen das helle Licht des Evangelii“, 2 Kor. 4, 3. Wir halten es kaum für nötig, denen zu antworten, die uns glauben machen wollen, daß die Bibel die Urſache der Spaltung in der Kirche ſei, weil die Bibel ſelbſt Widerſprüche und Lehren, die man nicht harmonieren könne, enthalten ſoll. Wer da meint, daß die Bibel voll Irrtümer ſei und uns widerſprechende Urteile und Mei⸗ nungen fehlbarer Männer biete, erklärt ſich ſelbſt damit für einen Feind Gottes und ſeines Wortes. Für einen ſolchen gibt es keine geoffenbarte Wahrheit, ausgenommen das, was ſie ſelbſt aus ihrer eigenen Torheit fabriziert haben, aufgeputzt mit etlichen verzerrten und verdrehten Bibelworten, mit denen ſie ihrer teufliſchen Lehre das Anſehen geben wollen, als ſei ſie Schriftlehre, die ſie doch zerſtören wollen. Nein, die Urſache der Trennung unter den Chriſten iſt nicht in Gott und ſeinem Wort zu ſuchen, ſondern im Menſchen, der Gott ungehorſam wurde und dem Teufel, dem Vater der Lüge, folgte. Gott hat uns eine Religion gegeben, die klar und vollkommen in ſeinem Wort, der Heiligen Schrift, geoffenbart iſt. Wer immer dieſem Worte folgt, wird übereinſtimmen mit allen andern, die demſelben Worte folgen, und nur diejenigen verurſachen Spaltung und Trennung, die dem HErrn ungehorſam ſind und lehren und reden, was gegen Gottes Wort iſt. Alle die treuen Diener unſers HErrn, die ſein Wort durch Eingebung Gottes niedergeſchrieben haben, ſtimmen vollkommen mit⸗ einander überein. Und die, welche ihnen treu folgen, folgen nicht einer Anzahl Lehrer, die ſich widerſprechende Lehren vortragen, ſondern dem einen HErrn und der einen einigen Kirche. Ungehorſam, Unge⸗