# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S34 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 34 Verhandlungen der achtundzwanzigſten Verſammlung auf deſſen Plantage die Witwe wohnt, und ſagt: „Barbara, du haſt deinen Mann verloren. Der Winter ſteht vor der Tür. Wie wirſt du mit all deinen Kindern durchkommen?“ „Frau P., das weiß nur Gott.“ „Barbara, hier ſind $25; die ſollſt du haben und noch mehr, wenn du aus dieſer alten deutſchen Sippſchaft herauskommſt (if you get out of this old German mess).“ „Danke, Frau P.; aber ich will lieber in der lutheriſchen Kirche bleiben.“ War das nicht Stand⸗ haftigkeit? Geht mit mir nach Midway, Wilcox Co., Ala. Da liegt auf ihrem armſeligen Krankenlager die alte Anna Hill. Falſchgläubige Nachbarn kommen Tag für Tag und ſuchen ſie von der lutheriſchen Kirche abzu⸗ bringen, indem ſie zu ihr ſagen: „Jetzt wirſt du geſtraft, weil du luthe⸗ riſch geworden biſt.“ Die farbige Lehrerin Roſa Young aber lieſt ihr nach der Schule aus der Bibel und dem Katechismus vor. Anna Hill ſagt, ſie wolle auf dieſen Glauben, den der lutheriſche Paſtor ihr ge⸗ predigt habe, ſterben. Sie verſammelt ihre Kinder um ihr Sterbebett und ermahnt ſie, ihrer lutheriſchen Kirche und Schule treu zu bleiben. Dann entſchlief ſie fein ſanft und ſtille. Sie war getreu bis an den Tod; Chriſtus hat ihr die Krone des Lebens gegeben. Gott wolle uns nur ſo ſtärken und feſtbehalten in ſeinem Wort und Glauben bis an unſer Ende! Nun mögen in unſerm Bericht noch Einzelheiten folgen, die mehr geſchäftlicher Art ſind. Einzelheiten. 1. Vom 14. bis zum 18. Juni dieſes Jahres tagte die erſte Allgemeine Konferenz in unſerer Negermiſſion. Ein aus⸗ führlicher Bericht über dies wichtige Ereignis iſt in der Auguſtnummer der „Miſſionstaube“ und des Lutheran Pioneer zu finden. Es war eine geſegnete Zuſammenkunft. über drei Jahre (1925) ſoll die zweite Konferenz in Concord, N. C., ſtattfinden. Gott gebe, daß dereinſt aus dieſer Konferenz eine Synode werde! 2. Am 8. Mai 1921 iſt unſer langjähriger, treuverdienter Mit⸗ arbeiter in der Negermiſſion, P. Nils J. Bakke, eingegangen in die Ruhe, die noch vorhanden iſt dem Volke Gottes. Er hat ſein Alter auf 68 Jahre und 8 Monate gebracht. In den vierzig Jahren ſeiner Wirk⸗ ſamkeit in unſerer Miſſion iſt er Hunderten von Negern ein Führer zum ewigen Leben geworden. Ein längerer Artikel über ſein Leben, Wirken und ſeliges Ende findet ſich in der „Miſſionstaube“, 1921, S. 42. 3. Das Abſcheiden P. Bakkes veranlaßt die Miſſionskommiſſion, der Ehrw. Synodalkonferenz zu empfehlen, die Unterſtützung altersſchwacher und dienſtunfähiger weißer Miſſionsarbeiter ſowie der hilfsbedürftigen Witwen und Waiſen weißer Arbeiter zu regeln. Die Unterſtützungsſache farbiger Miſſionsarbeiter und deren Hinterbliebener bleibt wohl am beſten vorläufig noch in den Händen der Behörde. 4. Unſere beiden Negercolleges. — Immanuel⸗ College zu Greensboro, N. C. Die Kommiſſion hat in den letzten