# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S25 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1922. 25 ben“, 1 Petr. 5, 9. Und Paulus ruft uns zu: „Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens“, Eph. 6, 16. Wir wiſſen aus den Worten unſers Heilandes, daß wir, je näher das Ende der Welt herbeirückt, deſto ſchlimmeren Zeiten entgegengehen. Äußerlich und innerlich, im ökonomiſchen, im ſozialen und im politiſchen Leben, in der Wiſſenſchaft und in der Kunſt, in den ethiſchen und reli⸗ giöſen Grundanſchauungen tritt der Verfall einer alternden Welt immer deutlicher zutage. Wie die zunehmende Altersſchwäche, die Ab⸗ nahme und der Verfall der körperlichen und geiſtigen Kräfte, das nahe bevorſtehende Ende einer Perſon anzeigt, ſo deutet auch die zunehmende Auflöſung aller Ordnung das nicht allzu ferne Weltende an. Da gilt das Wort unſers Heilandes: „Wenn dieſes anfähet zu geſchehen, ſo ſehet auf und hebet eure Häupter auf“, Luk. 21, 28. Welch ein Sieg, wenn wir in gegenwärtiger Lage nicht kleinmütig, nicht verzagt, ſondern voll froher Hoffnung, daß unſer erhöhter Heiland das Heft feſt in der Hand hat, und daß alles zu ſeiner Ehre und unſerm Heil dienen muß, unſere Arbeit verrichten! Das iſt der allerherrlichſte Sieg, um den wir beſtändig vor unſerm Gott auf den Knien liegen ſollen: die Stärkung unſers Glaubens. Er wird ihn uns auch verleihen kraft ſeiner Verheißung. — Daß unſere Schule äußerlich eine Blütezeit erlebe, iſt Gottes Sache allein. Was Gott durch unſer Zeugnis in den Herzen unſerer Mitmenſchen ausrichten will, iſt auch nicht unſere Sache. Der Sieg, um den wir uns bekümmern ſollen und den Gott uns geben wird, iſt der, daß wir in allen Lagen treue Zeugen unſers Heilandes ſeien. HErr, ſtärke uns den Glauben! Denn unſer Glaube iſt der Sieg, der die Welt überwunden hat. Amen. Geſchäftsverhandlungen. Negermiſſion. Der Verſammlung lag vor der folgende Einundzwanzigſte Bericht der Kommiſſion für Negermiſſion. Von Juli 1920 bis Juli 1922. Wir feiern dies Jahr das goldene Jubiläum der Synodalkonferenz. Am 10. Juli 1872, in der zur Wisconſinſynode gehörenden St. Johan⸗ niskirche zu Milwaukee, Wis., wurde dieſe Konferenz von fünf recht⸗ gläubigen lutheriſchen Synoden gegründet. Trotz allen Wütens und Tobens des Teufels, trotz der Feindſchaft falſchgläubiger Kirchenge⸗ meinſchaften, trotz mancher Fehler, die wir in unſerer menſchlichen Schwachheit begangen haben, beſteht dieſe kirchliche Vereinigung noch heute, nach fünfzig Jahren; ja, ſie iſt die größte lutheriſche Körper⸗ ſchaft unſers Landes geworden. Das iſt vom HErrn geſchehen und iſt ein Wunder vor unſern Augen. Ihm ſei Lob, Ehre und Dank!