# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S10 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 10 Verhandlungen der achtundzwanzigſten Verſammlung aufrichten und ſtärken in dem Glauben, der den Heiligen gegeben iſt, und gemeinſam Hand anlegen, wo immer ſich unſerm Evangelium eine Tür auftut! Durch das Evangelium wird Gott uns zu neuen Siegen führen. Denn er iſt mit ſeinem Wort, in deſſen Gemeinſchaft wir ſtehen. Heute danken wir Gott für dieſe Gemeinſchaft vom erſten Tage an bisher, daß er uns im Glauben und Bekenntnis zuſammengeführt und uns die Gnade gegeben hat, für ſein Evangelium zuſammenwirken zu dürfen, und bitten ihn: Erhalte uns, HErr, bei deinem Wort im Glau⸗ ben, im Bekennen, im Arbeiten, in der Gemeinſchaft am Evangelium! Welch ein Jubiläum wird es dann ſein, wenn wir überwunden haben und mit unſern Vätern, mit „Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Chriſten insgemein“, auch mit denen, die durch unſere „Gemein⸗ ſchaft am Evangelio“ gewonnen wurden, „das Halleluja feine“ ſingen dürfen „ohn' End' in Ewigkeit“! Amen. Lehrverhandlungen. Referent: Prof. J. P. Meyer. Der Kampf um unſer Schulweſen. Die Arbeit, die uns dieſes Jahr zur Beſprechung vorliegt, iſt nur eine Fortſetzung der Arbeit, die vor zwei Jahren begonnen, aber nicht beendigt wurde. Inzwiſchen iſt das goldene Jubiläum der Synodal⸗ konferenz herangekommen. Da möchte es auf den erſten Blick als recht unpaſſend erſcheinen, die Jubiläumsverſammlung mit Verhandlungen über eine liegengebliebene Arbeit zu verbringen. Aber ein paſſenderer Gegenſtand könnte kaum gefunden werden. Das Thema nennt unſer Schulweſen. Es ſteht uns aber von vornherein feſt, daß es ſich für uns dabei nicht um ein äußerliches Inſtitut, um eine mehr oder minder wichtige Formſache handelt; wenn wir vom Schulweſen reden, ſo meinen wir die Erziehung, die wir in unſern Schulen üben, der unſere Schulen nicht nur eine kleine Zeit des Tages dienen, der ſie ganz und gar gewidmet ſind. Die Erziehung unſerer Kinder iſt unſere wichtigſte Aufgabe. Wenn wir die Jugend verſäumen, wenn wir die Jugend verlieren, ſo kann der Kirche kein größerer Schade geſchehen. Der Verluſt läßt ſich auch nicht etwa auf eine andere Weiſe wettmachen. Mag man auf dem Gebiet der Inneren und Äußeren Miſſion noch ſo große Erfolge zu verzeichnen haben, wenn wir unſere Jugend verwahrloſen laſſen, ſo verhalten ſich Gewinn und Verluſt zueinander, als wenn man auf der einen Seite tropfenweiſe ſammelte, während man auf der andern Seite eimerweiſe verſchüttete. Dazu, welcher Art wird die Frucht unſerer Miſſionstätigkeit ſein, wenn wir unſere Jugend verſäumen? Die bloße Tatſache, daß wir uns