# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S9 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1922. 9 Evangelio“, das heißt, für das Evangelium, zum Verkündigen, Predigen, Lehren, Ausbreiten, Fördern des Evangeliums. Das iſt ja die eigentliche Miſſion der Chriſtenheit in der Welt: den Menſchen die Botſchaft von unſerer Seligkeit durch JEſum Chriſtum zu bringen. Hat Gott uns durch dies Evangelium ſelig gemacht und uns eine klare Er⸗ kenntnis desſelben und den Glauben an das Evangelium gegeben, ſo hat er uns damit ein Pfund anvertraut, womit wir wuchern ſollen, und zwar für den HErrn, der uns erworben und gewonnen hat, daß wir ihm in ſeinem Reiche dienen ſollen. Das iſt darum auch die Aufgabe der Gemeinſchaft, die Gott gibt. Das iſt es, was unſere Synoden, Diſtrikte und Gemeinden, unſere Schulen, Seminare, Hochſchulen und Akademien, unſere Miſſionswerke in der Nähe und in der Ferne, unſere Zeitſchriften und Bücher und andere Unternehmungen ausrichten und ausrichten ſollen: Gottes Wort unter die Leute bringen. Und was ſo die einzelnen unter uns tun, iſt unſer aller Werk. Jeder Erfolg einzelner oder kleinerer Kreiſe in der Förderung des Evangeliums iſt uns allen ein Grund zur Freude. Wir ermuntern, ſtärken, empfehlen, warnen einander bei der Arbeit am Evangelium. Das iſt unſere Gemeinſchaft am Evangelium. Und noch mehr! Hin und her in unſerm Lande tun unſere Ge⸗ meinden und Synoden auch mit vereinten Kräften vereinte Arbeit für das Evangelium. Wir haben gemeinſam höhere und niedere Schulen. Beſonders in unſern Städten bringen wir den Unglücklichen und Ge⸗ fallenen mit vereinten Mitteln das Wort des Troſtes, der Hilfe, der Hoffnung und des Lebens. Das iſt Gemeinſchaft am Evangelium. Hat doch die Synodalkonferenz faſt ſeit ihrer Gründung als gemeinſchaft⸗ liches Werk die Miſſion unter den Negern unſers Landes getrieben, eine Arbeit, von deren herrlichem Segen wir in dieſen Tagen noch reichlich hören werden. Und noch viel mehr Gelegenheit für unſere Gemeinſchaft am Evangelium hat uns Gottes Freundlichkeit gegeben; da ſollten alle kleinlichen Intereſſen überwunden werden und weichen müſſen. Das Feld für unſere gemeinſame geiſtliche Arbeit iſt ſo groß, daß wir wahr⸗ lich keine Veranlaſſung haben, unſere Kräfte für irgend etwas als für die Förderung des Evangeliums zu verſchwenden. Unſere nun fünfzig Jahre alt gewordene Synodalkonferenz hat noch große Aufgaben. Ja, unſere Väter haben durch Gottes Gnade große Dinge ausgerichtet. Aber durch ſie hat Gott uns ausgerüſtet, noch mehr auszurichten. Stehen wir, die jüngere Generation, doch mit unſern Volksgenoſſen in viel näherer Berührung, als es bei den Vätern möglich war. Darin liegen für uns freilich größere Gefahren auf geiſtlichem Gebiet, aber auch weitere Arbeitsgelegenheiten für unſere Gemeinſchaft am Evangelium. O da laßt uns zuſammenſtehen in dieſer uns von Gott gegebenen Gemeinſchaft gegen den Zeitgeiſt mit deſſen gelehrtem und ungelehrtem Aberglauben, „daß uns niemand beraube durch die Philoſophie und loſe Verführung nach der Menſchen Lehre“! Kol. 2, 8. Laßt uns einander